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Morgawr Drucken E-Mail
Samstag, den 24. September 2005 um 23:34 Uhr
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In der Falmouth Bay von Cornwall in Südwestengland lebt angeblich das plesiosaurierartige Untier „Morgawr“. Dieser Name bedeutet zu Deutsch soviel wie „Seeriese“, im einheimischen Dialekt schlicht „Seemonster“. Morgawr wird erst seit den 1970er Jahren gesichtet, jedoch existiert auch ein Bericht von 1906, der möglicherweise auf das Wesen zurückzuführen ist.
Im September 1975 sichteten zwei Augenzeugen ein seltsames großes Lebewesen in der Bucht. Auf seinen Kopf saßen ihren Angaben zufolge zwei kleine Hörner, es besaß einen langen, schlanken Hals mit ansatzweise vorhandener Behaarung und wies Höcker auf dem Rücken auf. Das Seeungeheuer soll getaucht und mit einem Aal im Maul wieder zurückgekehrt sein.

Eine Zeugin namens Mary F. – sie bestand gegenüber der Presse darauf, anonym zu bleiben – erblickte Morgawr im Februar 1976 und schoss sogar zwei Fotos. Sie beschrieb das Seeungeheuer folgendermaßen: „Es sah aus wie ein Elefant, der seinen Rüssel bewegte, aber der Rüssel war ein langer Hals mit einem kleinen Kopf, der wie der Kopf einer Schlange aussah. Es hatte Höcker auf dem Rücken, die sich komisch bewegten. Die Farbe war dunkelbraun und die Haut schien wie die eines Seelöwen zu sein.“
Mary F. mochte die Art nicht, wie es schwamm. Das Tier flößte ihr Angst ein, sodass sie es nicht länger betrachten wollte. Das merkwürdige Geschöpf war etwa dreieinhalb bis vier Meter lang. Mary F. entschuldigte sich später dafür, dass ihre beiden Fotografien so unscharf waren, weil die Sonne in die Kamera schien und sie die Aufnahmen sehr schnell machte. Am 5. März 1976 wurde in der Zeitung „Falmouth Packet“ eines der Bilder publiziert.
Einige Camping-Urlauber berichteten gegen Ende der 70er Jahre, sie seien beim Schwimmen in einem Fluss, der aus dem Inland ins Meer nahe der Falmouth Bay fließt, einem Ungeheuer begegnet, das offenbar mit Morgawr identisch ist. Das einer riesigen Echse gleichende Untier kannte man unter der Bezeichnung „Margawir-Monster“. Diese Berichte weisen darauf hin, dass das Seeungeheuer auch in Flüsse einwandern könnte.
Morgawr wurde in der Folgezeit mehrere Male gesichtet. Im Juli 1976 gelang einem gewissen Anthony Shiels angeblich ein Foto dieses Seeungeheuers. Er hat im Jahr darauf – am 21. Mai 1977 – auch das Loch Ness-Monster abgelichtet, so behauptet er jedenfalls. Nachforschungen wiesen darauf hin, dass der als Fälscher bekannte Shiels auch hinter den Bildern beziehungsweise der Geschichte von Mary F. steckte.

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Steller entschloss sich schließlich, das Tier zur genaueren Untersuchung zu töten, doch die Schüsse gingen daneben. Das Tier verschwand, und wurde danach nicht mehr gesehen. Steller verglich es im Nachhinein mit Konrad Gesners „Dänischen Seeaffen“, einer obskuren Gestalt in dessen „Historia Animalium“.

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