02 | 09 | 2014
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Ogopogo

Der Lake Okanagan in der kanadischen Provinz British Columbia gilt als Heimat des schlangenartigen Untiers „Ogopogo“. Die Indianer nannten das Monster „Natiaka“, was zu Deutsch schlicht und einfach „Seeungeheuer“ heißt. Weiße Siedler sichteten es jedoch erstmals 1850.
Ogopogo soll über 20 Meter lang und maximal 1,20 Meter im Durchmesser sein. Den Zeugenaussagen zufolge es eine Mähne auf dem pferde- oder schafsähnlichen Kopf und Höcker auf dem Rücken, hat eine schwarze oder braune bis olivgrüne Haut und einen gespaltenen Schwanz. Die Kryptozoologen Gary Mangiacopra und Roy P. Mackal glauben, dass Ogopogo mit dem räuberischen Urwal, dem Basilosaurus, verwandt sein könnte. Einer anderen These zufolge soll das Monster im Lake Okanagan eher ein Reptil sein. Manche sind sogar der Meinung, Ogopogo sei mit dem legendären Cadborosaurus verwandt.

Im November des Jahres 1926 sahen etwa 50 bis 60 Menschen, die zu einer Feier am Lake Okanagan erschienen waren, das Seeungeheuer zur gleichen Zeit.
1976 konnte Ed Fletcher während eines Urlaubs mit seiner Familie an besagtem See das Ungeheuer etwa eine Stunde lang rund um den See verfolgen und mehrmals fotografieren. Die Aufnahmen zeigen eine mindestens 21 Meter lange Reihe von dunklen Buckeln und Höckern.
Angeblich ist Ogopogo bereits von mehr als 1.000 Augenzeugen gesehen worden. Dabei haben einige Menschen offenbar mehr Glück als andere, wie etwa Jake Heppner, der das Ungeheuer innerhalb von vier Jahrzehnten immer und immer wieder gesehen haben will.
Die Angaben über die Länge von Ogopogo differieren zwischen drei und 21 Metern. Der auffällige Größenunterschied wird von Kryptozoologen damit erklärt, dass die Tiere mit den kleineren Maßen noch junge Seeungeheuer seien. Den Ureinwohnern Amerikas ist Ogopogo schon seit mehr als 500 Jahren bekannt, was die Theorie einer ganzen Population dieser Geschöpfe noch unterstützt. Auch spezielle Sichtungsfälle scheinen diese These zu belegen: Am 16. September 1926 zum Beispiel war der Strand des Sees mit Urlaubern der Nachsaison überfüllt, und dreißig Fahrzeuge säumten die Straße, als Ogopogo unvermittelt auftauchte. Viele Augenzeugen berichteten, sie hätten ein zweites, kleineres Wesen neben dem größeren sehen können. Ob das an den Lichtverhältnissen lag oder daran, dass Ogopogo vorzugsweise in Begleitung auftritt – in diesem Fall möglicherweise von einem Jungtier – weiß man nicht. Bis in die heutige Zeit kommt es vor, dass zahlreiche Menschen Ogopogo gleichzeitig beobachten. Der ultimative Beweis ist noch immer nicht erbracht, aber die Berichte haben im Laufe der Zeit viele seriöse Wissenschaftler an den See gelockt.
Angeblich fand man im Jahre 1914 am Ufer der kleinen Insel Rattlesnake im Lake Okanagan den halbverwesten Kadaver eines unbekannten Tieres, der über 200 Kilogramm wog und Flossen und Schwanz besaß. Der vordere Teil des Wesens war aber bereits stark von anderen Tieren angefressen worden und der Verwesungsprozess so weit fortgeschritten, dass sich die vollständige Gestalt nicht mehr rekonstruieren ließ. Die offizielle Erklärung, es habe sich um eine Seekuh gehandelt, mutet ebenso bizarr an wie die ursprünglichen Ogopogo-Theorien.
Man weiß von einem Zwischenfall, in dem ein Einsiedler den See durchqueren musste und dabei seine beiden Pferde hinten am Boot festband. Als er auf dem Wasser war, zog plötzlich eine unbekannte Kraft an den Tieren, sodass der Mann das Seil kappen musste, um nicht mit in die Tiefe gerissen zu werden. Indianer warfen ganze Schweine und lebende Hühner in den Lake Okanagan, um das Ungeheuer zu besänftigen.
1968 filmte Arthur Chase das mysteriöse Seeungeheuer. Auf seinen Aufnahmen ist ein großes schwimmendes Lebewesen von etwa 21 Metern Länge zu erkennen, das Fichten streift, die am Ufer wachsen. Kritiker halten diesen Film für eine Fälschung.
Ein anderer Augenzeuge behauptete 1989, ihm sei das bislang beste Foto von Ogopogo gelungen. Doch es stellte sich heraus, dass dieses Bild im Wirklichkeit entweder einen Biber oder einen Otter zeigt.