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Selma Drucken E-Mail
Samstag, den 24. September 2005 um 23:50 Uhr
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Im norwegischen See Seljordsvatnet soll ein schlangenartiges Ungeheuer hausen: die Seeschlange „Selma“. Nach diesem Untier hat auch der schwedische Kryptozoologe Jan-Ove Sondberg bereits gefahndet, der schon im schottischen Loch Ness nach dem Monster Nessie Ausschau hielt. Er plante, Selma mithilfe einer gewaltigen Falle in Form einer Reuse einzufangen.
In den Meeren vor Norwegen und Schweden wurden der Legende nach in früheren Jahrhunderten häufig gigantische Seeschlangen gesichtet. Die Mythen, die sich um diese Fabelwesen ranken, könnten Bände füllen. Sie sollen Schiffe zum Kentern gebracht und Seemänner in die Fluten gerissen haben.

Auch in anderen Meeren begegnete man derartigen pferdeköpfigen Tieren, gut 60 Meter lang, mehr als fünf Meter dick und feuerrote Mähnen tragend. Eine mögliche Erklärung für einige Begebenheiten, bei denen Seeleute glaubten, riesige Schlangen gesehen zu haben, bietet der Riemen- oder Bandfisch (Regalecus glesne). Dieser silbrig schimmernde, langgestreckte Fisch mit einer Länge von bis zu sieben Metern erreicht zwar nicht die monumentalen Körpermaße einer fabelhaften Seeschlange, ähnelt ihr jedoch in Form und Erscheinung mit seinem pferdeähnlichen Haupt und dem scharlachroten Flossenkamm.
Olaus Magnus (1490 bis 1557), schwedischer Erzbischof und Verfasser der „Historia de Gentibus Septentrionalibus“ (1555), berichtete über eine bis zu 60 Meter lange Seeschlange, die in einer Höhle nahe der norwegischen Stadt Bergen hauste. Dieser „Seewurm“, wie er das Wesen bezeichnete, soll des Nachts aus seinem Unterschlupf hervorgekrochen und Kälber, Lämmer und Schweine verschlungen haben. Entlang der gesamten Küste Norwegens habe man ähnliche Tiere gesehen, schrieb er.
Erik Ludvigsen Pontoppidan (1698 bis 1764), Bischof von Bergen, berichtete in seiner 1755 veröffentlichen „Naturgeschichte Norwegens“ von einer sage und schreibe mehr als eineinhalb Kilometer langen Seekreatur in Form einer Schlange. Bisher verzeichnete man 35 norwegische Lokalitäten, an denen man bereits Seeungeheuer sah, doch keines von ihnen bringt es auf dieses Rekordmaß.

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Die Anzahl aller heute bekannten Tierspezies unseres Planeten beträgt zusammengenommen schätzungsweise 1,75 Millionen, davon kennen die meisten Menschen noch weniger als 0,01 Prozent. Das ist jedoch nur ein kleiner Bruchteil der noch unbekannten, geschätzten 5 bis 30 Millionen Arten

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