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Van Drucken E-Mail
Samstag, den 24. September 2005 um 23:54 Uhr
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Im türkischen Van-See lauert angeblich ein prähistorisch anmutendes Seeungeheuer von der Gestalt eines Plesiosaurus. Das Monster wurde 1995 erstmals gesichtet. Bereits zwei Jahre später lagen die ersten Bilder von „Van“, wie das Untier getauft wurde, vor. In den vergangenen Jahren wollen viele Augenzeugen das Tier gesehen haben.
Der salzhaltige Van-See ist ein 80 Kilometer langes, 40 Kilometer breites und bis zu 451 Meter tiefes Gewässer im Ararat-Hochland (Ost-Anatolien) ohne jegliche Abflüsse, was die mögliche Existenz eines Ungeheuers im Wesentlichen so gut wie ausschließt. Der See wird von zum Teil über 4.000 Meter hohen Bergmassiven umrahmt und ist mit 3.724 Quadratkilometern siebenmal so groß wie der Bodensee. Nur an den Mündungen der Zuflüsse ist der stark sodahaltige Van-See fischreich.

Das im Van-See gesichtete Monster soll etwa 15 Meter lang sein und einen Kopf mit kurzen, borstigen Haaren sowie einen Körper mit Flossen besitzen. Die Hautfarbe beschreiben die Zeugen als ein schwärzliches Braun.
Im Juni 1997 entstanden Filmaufnahmen des Seeungeheuers. Das kurze Video zeigt in verhältnismäßig guter Qualität ein langes und dunkles Objekt im Wasser. Zunächst kann man eine Reihe unregelmäßig geformter Buckel erkennen, daraufhin eine rundliche Flosse, die durch das Wasser schnellt und abtaucht, und schließlich eine Art großen, glänzenden Kopf mit einem runden Auge, der Blasen im Wasser verursacht. Kamerateams mieteten nach der Entstehung der Aufnahmen Boote, suchten aber erfolglos nach dem Ungetüm.
Der Student Ünal Kozak, der den Film vorlegte, interviewte die ersten Augenzeugen des Tieres. Zudem schrieb er ein Buch über das Ungeheuer.
Skeptiker betrachten Van lediglich als Werbegag gewiefter Tourismusmanager. Die wirtschaftlich unterentwickelte Region um den Van-See in der Osttürkei hat, zugunsten der Ferienorte im Westen des Landes, vor einigen Jahren ihre Bedeutung als Urlaubsgebiet eingebüßt.
In Georgien sichtete man angeblich ein ähnlich aussehendes Seemonster. Auch hierbei soll es sich – der populärsten Theorie zufolge – um ein plesiosaurierartiges Tier handeln.

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