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Pseudoplesiosaurier Drucken E-Mail
Sonntag, den 19. Juli 2009 um 13:37 Uhr
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Einige Kadaver wie zum Beispiel derjenige von Man Hill Beach beziehungsweise Scituate (Massachusetts, USA), Garvin (Schottland), Parkers Cove (Nova Scotia, Kanada), Querqueville (Frankreich) und andere erinnern von ihrer äußeren Form (kleiner Kopf, langer dünner Hals, großer Körper mit Flossen) auf den ersten Blick an einen Vertreter der ausgestorbenen marinen Reptiliengruppe der Plesiosaurier. Diese Ähnlichkeit ist jedoch bedingt durch einen speziellen Verwesungsprozess des Riesenhais, der oftmals wie im folgenden kurz beschrieben stattfindet: Sobald das Gewebe weich wird, fällt der riesige Kiemenapparat des Plankton filtrierenden Fisches inklusive des Unterkiefers ab. Vom vorderen Körper beginnend ab den Brustflossen bleibt daher nur die Wirbelsäule und der Schädel übrig. Da die Wirbelsäule an der Schwanzflosse nach oben gebogen ist, verschwindet der untere Schwanzlappen ohne weitere Hinweise auf seine Existenz. Nun sieht es so aus, als verfüge das Tier lediglich über einen langen, dünnen Schwanz und eben keine Schwanzflosse. Hinzu kommt, dass die Haut verrottet oder von Fischen aufgefressen wird und die Fasern der Muskeln aufbrechen was den Eindruck von Haaren beziehungsweise dem Vorhandensein einer Mähne erweckt.

Die „Pseudoplesiosaurier-Theorie“ bietet damit eine rationale Erklärung für derartige Tierleichen, sie ist jedoch keineswegs allgemeingültig und eine umsichtige Analyse ist in jedem Fall geboten. Letztlich bietet der Kadaver von Querqueville aber auch zwei Lehren, die in der Kryptozoologie von Vorteil sind: es ist  immer besser einen Experten vor Ort mit Zugriff auf das zu untersuchende Objekt zu haben als nur wild zu spekulieren. Und es ist letztlich nicht immer alles was es auf den ersten Blick zu sein scheint.



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