Fleischfressende Bäume

Alle Naturphänomene, die nichts mit Tieren zu tun haben

Fleischfressende Bäume

Beitragvon RedEagle » 24.10.2007 13:09

Hallo Leute,

wieder eine interessante Neuigkeit. Ich stelle erst einmal den Text ein:

"Padrame/ Indien – Bewohner des westindischen Dorfes Padrame, nahe Kokkoda in den Uppinangady-Wäldern berichten von Bäumen, die Vieh und Menschen mit ihren Ästen ergreifen und fressen. Handelt es sich dabei nur um lokalen Aberglauben oder haben diese Berichte auch historische Wurzeln?

Wie „Newindpress.com“ vermeldet, berichtet der Bauer Anand Gowda, dass er seine Kuh in den Wäldern grasen ließ, als die Kuh plötzlich von den Ästen des Baumes umschlungen, gegriffen und von Boden empor gehieft wurde. Gowda lief zurück ins Dorf und kam mit Helfern zurück. Bevor das Tier verschlungen werden konnte, gelang es den Anwohnern, die Kuh aus den Ästen zu befreien.

Ein Wald-Ranger erklärte zu dem Vorfall, dass es sich bei dem Baum um eine Art handele, die von den Bewohnern der Gegend als „Pili Mara“ (Tigerbaum) bezeichnet werde. Er selbst bekomme immer wieder Beschwerden darüber, dass Vie mit ausgerissenen Schwänzen aus den Wäldern zurückkehre. Nahe Padrane soll kürzlich ein ähnlicher fleischfressender Baum teilweise umgestürzt sein.

Bislang gibt es jedoch zu den Vorfällen keine offizielle Untersuchung, da es von Seiten der Anwohner bislang keine offiziellen Gesuche hierfür vorliegen.

Bei Recherchen zu dieser Meldung stieß der Kryptozoologe Loren Coleman auf historische Berichte über ähnliche Bäume in Zentralamerika. In „Land and Sea“ von J.W. Buel von 1887 wird ein solcher, so genannter „Ya-te-veo“ (Ich kann dich sehen)-Baum als Holzschnitt dargestellt. Auch in dem Buch „Searching for Hidden Animals“ (1980) von Roy Mackal beschäftigt sich ein Kapitel mit Berichten aus viktorianischer Zeit über menschenfressende „Monster Pflanzen“. Die zeitgenössische Faszination am Thema wurde unter anderem durch das Buch von Charles Darwin über „Insektenfressende Pflanzen“ (Insectivorous Plants, 1888) geschürt."

Quelle: Grenzwissenschaft

Also ich weiss ja, dass es Pflanzen gibt, die Insekten vertilgen. In der Schule früher hat ein Mädchen sogar eine mal mitgebracht. War schon ein sehr interessantes Phänomen.

Aber Bäume?

Hat hier jemand Ahnung von dieser Art von Flora? Können sich Äste schnell bewegen? Durch welchen Antrieb? Und wie muss deren Beschaffenheit sein? Es heisst ja, dass nicht einmal die Lianen im Urwald so sind, wie es in den ganzen Tarzan-Filmen immer dargestellt wird, also nicht gelenkig, sondern eher steif. Die Äste dieses Baumes müssten demnach sehr flexibel und dennoch stark in der Verbindung sein, um ganze Kühe zu ziehen!

Fotos würden mich hier brennend interessieren - vielleicht wagen Forscher eine Reise in diese Regionen! Das würde vielversprechender enden als manche Nessie-Jagd wage ich mal zu behaupten.

Das finde ich fast interessanter als die Fauna der Kryptozoologie. :)

Grüße

RedEagle
RedEagle
 

Beitragvon Annie » 24.10.2007 13:37

tjaaaa, Kryptobotanik ist auch interessant.... nur habe ich mich da noch nicht so reingehängt,.... :wink:

Es gibt auch Foren, wo Themen der Kryptobotanik diskutiert werden... da findest Du bestimmt viele Infos,... wie gesagt ich hab da nur reingeschnuppert,.. ich persönlich bleib lieber bei der Kryptozoologie :wink:

Bei Wiki kannst Du auch ein paar Infos finden, auch um von da aus weiter zu surfen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenfressende_Pflanze

Man kennt mit absolute Sicherheit noch nicht alle Pflanzen, und es gibt wahrscheinlich auch noch ein paar Pflanzen, die man für ausgestorben hält....

....daß es Pflanzen oder Bäume gibt, die zum Beispiel giftige Düfte oder Gase verströhmen, und somit Tiere oder auch Menschen töten können,... nun warum nicht, gut möglich... aber, daß sie blitzschnell zugreifen können,... und sogar ne Kuh hochheben können,...ne tut mir leid, das glaube ich nicht....
:nein:

BTW.... nur so ein Gedanke....es passt auch eigentlich besser in "Fazinierende Natur" oder "Sonstiges"... is' nicht bös gemeint :wink:
Liebe Grüße von
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Beitragvon RedEagle » 24.10.2007 14:40

Huhu,

ja mit der Rubrik hatte ich Schwierigkeiten! Kryptobotanik gibt es ja hier nicht. Habe es nun hierhin reingeklatscht, aber wenn das jemand verschieben möchte, ist das auch kein Problem! ;)

Danke für den Wiki-Link. Wie immer findet man da viele "soll es geben" und leider wenig Fakten. Wirklich ein interessantes Wissensspektrum, das sich bei der Kryptobotanik öffnet. Bzw eher Theoriespektrum.

Mit dem Zupacken und Ziehen habe ich auch so meine Probleme, Annie. Ich bin generell sehr offen, was Theorien angeht, aber mir will nicht in den Sinn, wie die biologische Beschaffenheit von solchen Bäumens ein müsste? Die agieren ja genau wie Tiere eigentlich!

Woran orientieren sie sich? Geruch? Visuelle Wahrnehmung schließe ich mal aus.
Zuletzt geändert von RedEagle am 24.10.2007 16:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Cronos » 24.10.2007 14:51

Schau mal im VKF-Forum unter Kryptobotanik rein, ich glaube da wurde das vor einiger Zeit schon mal diskutiert, und auch, warum es das eigentlich nicht geben kann.
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Beitragvon Annie » 24.10.2007 16:03

Woran orientieren sie sich? Geruch? Visuelle Wahrnehmung schließe ich mal aus.


Vielleicht über solche Sinneshäarchen wie bei der Venusfliegenfalle.....die könnten aus Wurzeln, die knapp unter der Oberfläche liegen nach ober wachsen, und so aus der Erde ragen, und dann, bei Berührung eine mechanische Reaktion auslösen,........ aber wie gesagt ... nicht so mein Gebiet, trotzdem interessant.... :wink:
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Beitragvon Cronos » 24.10.2007 18:10

Die Sinneshaare der Venusfliegenfalle sprechen ja nur auf grobe Berührungen an, wirkliche Sensoren welche Geruchsstoffe aufnehmen könnten, sind da kaum vergleichbar. Sonnentaue sind in der Lage Proteine zu erkennen, um dann Verdauungsenzyme zu bilden.
Aber ich persönlich glaube dass diese ganzen Geschichten lediglich Erfindungen sind.
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Beitragvon Annie » 24.10.2007 23:11

Ich glaube ja auch nicht an Pflanzen, die große Tiere oder gar Menschen fressen,.... Wenn es sie geben würde, könnte es ja eventuell so sein,.... zugegeben, ist halt was herumgesponnen... :irre:

Wenn ich meiner Phantasie noch mehr Raum lassen würde.... ach ne, lieber nicht :wink:

Aber das Sonnentaue sogar in der Lage sind Proteine zu erkennen wusste ich nicht,... WOW!
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Beitragvon Cronos » 25.10.2007 07:36

@Annie: Ich halte ja schon seit Jahren eine ganze Reihe von fleischfressenden Pflanze, u.a. Sonnentaue. Da kann man auch etwas experimentieren. Beispielsweise habe ich mal durch einen Internet-Artikel einen Versuch mit Milch gemacht. Tatsächlich reagieren Sonnentaue auf einen angebotenen Tropfen Milch wie auf normale Beute (teilweise sogar intensiver), und umschließen den Tropfen mit den Tentakeln und Blättern.
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Beitragvon Annie » 25.10.2007 16:34

@cronos Echt interessant, man könnte echt meinen, die Pfanzen "denken" schon fast. Obwohl.... wenn sie sich durch Milch "reinlegen" lassen....
:wink:
Ich hatte mit fleischfressenden Pflanzen bisher nicht so ein großes Glück. Meine Venusfliegenfallen oder auch Sonnentau haben keinen Winter überstanden,... ich meine damit, daß sie nach dem Winter nicht wieder rauskamen,... Ausnahme ist meine Kannenblume, die habe ich nun bald....na auf jeden Fall über 2 Jahre, und die hat jetzt einen ganz neuen Trieb gebildet,... aber die zieht sich ja auch nicht zurück...
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Beitragvon Cronos » 25.10.2007 17:12

Ich wollte eigentlich schon länger mal über meine Moortröge mit Kannenpflanzen und Sonnentauen etwas im Bestiarium schreiben, vielleicht schaffe ich es ja in den nächsten Tagen mal.
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Beitragvon elperdido » 05.06.2008 05:46

Was für einen riesigen Energiebedarf müsste solch ein Baum haben , denn hochbewegliche "Tentakel" auszubilden ,ist schon etwas anderes als ein einfacher Klappmechanismus ?! dazu auch noch entsprechende Sinnesorgane ,um gezielt greifen zu können , und ein entsprechendes Nervensystem um alles koordinieren zu können ...
Halte ich alles für völligen Nonsens ...der Baum kann bestimmt auch noch laufen und entwickelt sich später mal zu einen Ent :P :shock:...vieleicht war es ja auch eine neue Gattung sich in den Boden eingrabender landbewohnender Riesenkalmare :shock:
Zuletzt geändert von elperdido am 05.06.2008 18:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Beren » 05.06.2008 13:01

Riecht nach Resident Evil. Kennt wer noch den ersten Teil mit Plant 42? :lol:
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Re: Fleischfressende Bäume

Beitragvon CyberFox » 16.10.2009 11:50

Das mit dem Ent war cool :D Nur das die sehr lahm sind :)

Das wäre doch gruselig, wenn man in einen tiefen Dschungel vordringt und dann auf einmal Futter für einen hungrigen Baum wird.
Was es doch so alles gibt es in der Welt
CyberFox
 


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