Spinosaurier nicht nur Fischesser

Dinosaurier und andere ausgestorbene Tierarten

Beitragvon Lahtzarus » 10.07.2004 08:08

ich finde diese ökologische Nische auch etwas klein für so ein gro´ßes Tier. Er hatte siche viele Konkurrenten, die, wie ich vermute, spezialisierter waren. Ok das mit dem Kiefer sehe ich ein. Aber wenn der ins Wasser ging bei den rieseigen Beinen und Füßen - da wären doch alle Fische weg. Und dass er wie ein Reiher stundenlang im Wasser steht und wartet, naja. Ich kann mir diese Lebensweise für son riesen Tier echt nicht vorstellen.
Aus der Keiferdiskussion halte ich mich mal raus. :naja:

@ Danke für die info mit den Panzerfischen. Kenn mich nciht so aus.
Kann mir eienr von euch evt. mal den Vorfahren von Triops Canceriformes sagen oder am besten noch ein bild geben. danke
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Beitragvon Thylacinus » 10.07.2004 10:19

Evtl. war ja auch ein ausgeprägtes Wanderverhalten sowie Nahrungsspeicherung vonnöten. Trockenzeiten, in denen die Seen zu Tümpeln schrumpften, brachten Beute im Überfluss und Schlachtfeste (wie das ja u.a. heute noch bei Kaimanen im Amazonas beobachtet werden kann)...
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Beitragvon Cronos » 10.07.2004 12:20

Beim Diliophosaurus gehe ich eher davon aus dass er über ein recht breites Beutespektrum verfügte, aber ich kann mir auch gut vorstellen dass er in bestimmten Gebieten auch zum großen Teil Fisch gefressen hat. Die Einbuchtung und er Haken am Oberkiefer traten ja auch bei ganz anderen Tieren auf, etwa Dimetrodon, wobei diese wohl mit Sicherheit keine Fischfresser waren.
Bei Baryonyx weiß man dass er Fische gefressen hat, sein langer schmaler Schädel und die Zähne lassen auch massiv den Schluss zu dass er nicht einfach wie ein Grizzly auch mal nebenbei Fische gefressen hat, sondern dass eine gewisse Spezialisierung vorhanden war. Zudem sind die Arme viel länger als bei allen anderen Theropoden dieser Größe, und die riesigen Daumenkrallen waren sicher eine noch viel bessere Möglichkeit um große Fische zu fangen als etwa die Pranken von Grizzlybären, und selbst diese sind ja schon sehr geschickt beim Fischfang. Grizzlybären könnten sich an sich problemlos ganzjährig von Fischen ernähren, wenn es nur ganzjährig genug davon gäbe. Ein Räuber, selbst ein sehr großer, wäre bei entsprechender Spezialisierung und entsprechendem Nahrungsangebot, komplett von Fischen zu leben. Im Grund genommen wäre es auch mal sehr aufschlussreich zu wissen wie genau die Landschaft beschaffen war, in der Spinosauriden lebten, das würde eine Menge über die Möglichkeiten und Nichtmöglichkeiten iher Lebensweise klären.
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Beitragvon Dromeus » 12.07.2004 06:32

Hmm..

jetzt sind wir wieder im Lebensraum. Haben wir uns beim Diskutieren im Kreis gedreht? :happy:
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Beitragvon Kouprey » 04.01.2005 10:46

Noch mal zurück zu den verlängerten Proc. spinosi: man muss nicht einen Riesenbison zum Vergleich herziehen; auch Bison, Wisent und v.a. männl Gaur zeigen, dass gewaltige Muskelberge diese Fortsätze umgeben. Wäre auch logischer als ein etwas empfindliches Hautsegel. Durch die Muskelmasse könnte sich die Kraft des Tieres verstärkt haben-so wird's beim Acro vermutet; auch der Suchomimus deutet mit seinen kleinen Proc. spinosi darauf hin.
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Beitragvon Dromeus » 04.01.2005 16:50

Naja es ist noch nicht einmal erwiesen ob der Spino überhaupt dieses Rückensegel hatte. Rauhut glaubt, daß die Wirbel im Typmaterial einem Carnosaurier ala Carcharodontosaurus gehört und nur die Kieferreste einem Spinosauroiden gehören.
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Beitragvon Cronos » 04.01.2005 17:51

Im Löwentormuseum habe ich mir heute auch u.a. das Skelett eines Megaloceros angesehen, wobei mir auffiel dass auch dieser einen ziemlich gut entwickelten Buckel über den Schultern aufwies, der von stark verlängerten, breiten Wirbelfortsätzen gebildet wurde.
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Beitragvon Dromeus » 04.01.2005 18:33

Ja da gibts Ähnlichkeiten. "Wirbelstacheln" von anderen Hirschen (Elch glaub ich) wurden auch in einer Arbeit über den Ctenosauriscus benutzt und mit den Wirbelstacheln von diesem verglichen. Allerdings war der Autor Klaus Ebel (der fast alle Dinosaurier aufgrund ihres Wirbelsäulenbaus für Halbaquatische Tiere hält, mit Ausnahme der Formen mit langen Wirbelstacheln).
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Beitragvon Kouprey » 05.01.2005 09:34

Natürlich hatten die verlängerte Proc. spinosi(v.a. im HAlsbreich und Thorax)-wo sollte sonst Ansätze für viele das schwere Geweih tragende Muskeln sein?

Nur hatte der Spino kein Geweih-dafür aber einen recht großen Schädel. Da stellt sich doch gleich die Frage, ob Trex mit seinem schweren Schädel ähnlich hohe Proc, Spinosi im Halsbereich hatte?
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Beitragvon Dromeus » 05.01.2005 11:10

Kann man (noch) nicht ermitteln.
1.wegen der Chimären-Theorie von Rauhut
2.wegen unvollständigen Reste, verwandte Gattungen besitzen an den Cervicalwirbel keine all zu langen Fortsätze.
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Beitragvon Kouprey » 05.01.2005 22:49

Mit Verlaub, aller Theorien zum Trotz-man hat doch Funde wie "Sue", die durch ihre Vollständigkeit den vergleich zulässt.

Sicher, Spino ist an sich schwer genauer zu untersuchen, ging doch vieles im Bombenhagel auf Leipzig zugrunde. Aber auch Vergleiche mit Suchomimus, Irritator und Angaturama sollten neue Erkenntnis liefern-und vielleicht auch Ouranosaurus, wenn es um die Proc. spinosi geht...
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Beitragvon Dromeus » 05.01.2005 23:12

Das stimmt man kann sicherlich einen anderen Spino zum Vergleich nehmen. Aber z.B. ist der Baryonyx für einen Vergleich unpassend weil er keine hohen Wirbelstacheln hat. Sue (nicht als Spino) kann man auch schlecht nehmen, sie stammt aus einem anderen Theropodenzweig und ist schliesslich ein Coelurosaurier. Dann wäre Suchomimus wirklich der beste Kandidat. Ouranosaurus würde ich nehmen, lange Dorsalstacheln sind nicht gleich Dorsalstacheln. Spinosaurus ist zu schlecht bekannt und das was Rauhut als Chimären-Theorie angibt ist nicht uninteressant, aber halt eine Theorie.
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Beitragvon Kouprey » 06.01.2005 16:58

Du verstehst mich nicht-Sue wäre interessant, um festzustellen, ob großeTheropoden im allg. verlängerte Proc. spinosi der Halswirbel zu Unterstützung des Schädels und möglw. Verstärkung des Gebisses aufweisen.

Ourano wäre insofern interessant, da beide in selben Lebensraum lebten und dabei ähnl Körperstrukturen aufwiesen-was normalerweise zw. Raub-und Beutetier eher selten vorkommt...
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Beitragvon Dromeus » 06.01.2005 17:03

Doch ich versteh dich, aber gerade ein Tyrannosaurus würde ich dann nicht zum Vergleich ziehen, er hatte keine stark verlängerten Dornenfortsätze. Und es gibt keinen Theropoden dessen Cervicalfortsätze verlängert sind. Nehme lieber einen Acrocanthosaurus als Vergleich (wenn du Vergleichen willst) dessen Anatomie ist auch sehr gut bekannt. Wobei der einen einzigartige Lösung für das Tragen eines schweren Kopfes gefunden hat und dann wieder als typisches Beispiel ausscheiden könnte.

Den kannst du übrigens auch mit Ouranosaurus vergleichen da es in der amerikanischen Cedar Formation auch einen "segelrücken"tragenden Iguanodonten gab der aber noch unbeschrieben ist. Und Iguanodon atherfieldensis aus England hatte auch lange Fortsätze. Kannste mit Becklespinax vergleichen (aber ich glaub die lebten nur knapp gleichzeitig).
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Beitragvon Kouprey » 06.01.2005 17:10

Mit ersteren Absatz hast Du gleich meine Fragestellung vom 5.1. beantwortet-warum nicht gleich so? :?
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Beitragvon Dromeus » 06.01.2005 17:13

Hmm.. du sprichst in Rätseln meinst du das mit dem Acrocanthosaurus?

"Warum nicht gleich so? " :buhu:
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Beitragvon Kouprey » 06.01.2005 17:19

Rätseln-das liegt mir fern-ich schrieb am 5.1.:

Da stellt sich doch gleich die Frage, ob Trex mit seinem schweren Schädel ähnlich hohe Proc, Spinosi im Halsbereich hatte?

Deine (heutige) Antwort:
(...)aber gerade ein Tyrannosaurus würde ich dann nicht zum Vergleich ziehen, er hatte keine stark verlängerten Dornenfortsätze

Nunmehr :idea: ?
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Beitragvon Dromeus » 06.01.2005 17:25

Ach so ja ich hab nur von den verwandten Gattungen des Spino gesprochen und sie als Vergleiche genommen. Anzunehmen das ein Tyranno solche langen Fortsätze hat daran hab ich nicht gedacht. Ich hab deine Frage allerdings teilweise beantwortet wenn auch nicht hinreichend:

05.01. (gestern): "Sue (nicht als Spino) kann man auch schlecht nehmen, sie stammt aus einem anderen Theropodenzweig und ist schliesslich ein Coelurosaurier."
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Beitragvon Kouprey » 06.01.2005 22:43

Das war aber nicht die direkte Antwort auf die von mir gestellte Frage...

Whoa-der 5.1. war gestern?!-vielen Dank für diese Mitteilung-darauf wäre ich mit meinem "kümmerlichen" Zeitsinn wohl nie gekommen... :roll:

:P

Baryonx hatte ich im Übrigen nie als Vergleich hergezogen...

Egal, meiner Ansicht nach lässt Spinos' Schädel sehr wohl den Schluß zu, dass er nicht nur auf Sushi stand-sondern auch ein Dinosteak zwischendurch genoß. Der Schädel ähnelt in seiner krok-ähnl. Gestalt weitaus mehr den knochenbrechenden Kiefern eines Leisten-/Nilkroks als den filigranen des Gavials oder den etwas stärkeren de ebenfalls nicht nur fischfressenden Tomistoma schleglii.
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Beitragvon Dromeus » 06.01.2005 23:19

Kouprey hat geschrieben:Das war aber nicht die direkte Antwort auf die von mir gestellte Frage...

Whoa-der 5.1. war gestern?!-vielen Dank für diese Mitteilung-darauf wäre ich mit meinem "kümmerlichen" Zeitsinn wohl nie gekommen... :roll:

:P

Baryonx hatte ich im Übrigen nie als Vergleich hergezogen...

Egal, meiner Ansicht nach lässt Spinos' Schädel sehr wohl den Schluß zu, dass er nicht nur auf Sushi stand-sondern auch ein Dinosteak zwischendurch genoß. Der Schädel ähnelt in seiner krok-ähnl. Gestalt weitaus mehr den knochenbrechenden Kiefern eines Leisten-/Nilkroks als den filigranen des Gavials oder den etwas stärkeren de ebenfalls nicht nur fischfressenden Tomistoma schleglii.


Ich hab geschrieben, das ich deine Frage nicht richtig beantwortet habe also brauchst du es mir nicht noch mal vorkauen :-).

Ich hatte nie behauptet das du Baryonyx als Vergleich genommen hast ich hatte ihn nur als möglichen Vergleich ausgeschlossen. Angaturama ist übrigens auch ein schlechter Vergleich (und den nennst du) der is nur durch Schädelreste bekannt.

Und das der Spino nicht nur Fisch gegessen hat ist eigentlich keine besonders neue Theorie und ist ja eben durch den Pterosaurierwirbel bewiesen (um den geht es ja hier in diesem Thread)

"Whoa-der 5.1. war gestern?!-vielen Dank für diese Mitteilung-darauf wäre ich mit meinem "kümmerlichen" Zeitsinn wohl nie gekommen... :roll: "

Ja ich dachte ich sag dir das mal den du hast mich ja freundlicherweise daraufhingewiesen das ich das mit dem Tyrannosaurus heute beantwortet habe, wollte mich halt nur erkenntlich zeigen.. ach so bin ich halt. :P
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Beitragvon Kouprey » 06.01.2005 23:29

na das ist ja nett-erinner mich daran Dir einen Taschenkalender zu schenken...Schon mal was von exakten Quellenverweisen gehört?

Hab ich behauptet, dass Du mir unterstellst, ich hätte B. als Vergleich genommen? Nein, nein, nein-ich hab' mich hiermit nur grundsätzl. davon distanziert. Irritator(auch den nannte ich, ist nur durch einen Schädel bekannt) u.ä. sollten nicht wg. ihrer(derzeit nicht vorhandenen) Halswirbel, sondern, wenn mögl, IM ALLGEMEINEN als Anhaltspkte für die schrittweise Erkenntnissammlung über Spino's Lebensweise dienen-und das ist ja zufällig auch Teil dieses Threads...Hab ich etwa eine carnivore Ernährung des Spino als neue Theorie präsentiert-nein. Ich habe versucht, das Gespräch wieder in Richtung seines ursprüngl. Themas zu rücken-Abschweifungen helfen da kaum weiter.
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Beitragvon Dromeus » 06.01.2005 23:40

Dann solltest du mal ein wenig an deiner Schreibweise arbeiten, is nämlich manchmal etwas zweideutig was du da schreibts. Naja aber ich bilde mir das wohl ein *seufz*
Ich wollte das Thema übrigens auch wieder auf die Spur bringen.

Hast du schon die Carnos rausgesucht? (ok off.topic)
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Beitragvon Kouprey » 07.01.2005 13:06

Mein lieber Dromeus-an meiner Schreibweise ist nichts auszusetzen-das können meine ehemaligen Deutschlehrer und 15 Pkte in D/E Abitur vor ein paar Jährchen bestätigen...(lästig, diese Protzerei, aber mitunter notwendig) Auch meine Profs haben sich bisher wirklich nicht über meine Arbeiten beschwert-ganz im Gegenteil. Vielleicht solltest Du eher aufmerksamer Lesen lernen-und gleichzeitig Deiner Schreibkunst und Rhetorik etwas mehr Pflege angedeihen lassen. Persönliche Beleidigungen machen sich nämlich nicht gut in Diskussionen...nur so mal als freundschaftliche(sic!) Anmerkung. :ja:


MfG,

K.
Zuletzt geändert von Kouprey am 08.01.2005 10:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Dromeus » 07.01.2005 13:10

Du hast recht und ich hab nun meine Ruhe ok?


Grüße vom
unrethorischen nur mit einem Realschulabschluss ausgestatten Normalsterblichen, der derzeit versucht, sein Abitur nachzuholen (Deutsch steh ich übrigens zwischen 2 und einer 3, du siehst Hopfen und Malz ist bei mir NOCH nicht verloren).
Dromeus
 

Beitragvon Kouprey » 07.01.2005 13:13

Dann wünsche ich Dir viel Glück dabei. :ja: :respekt:
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