Hornissen retten Adenauers Lieblingsbaum

Weich-, Krebs-, Insekten- und Spinnentiere

Hornissen retten Adenauers Lieblingsbaum

Beitragvon Tobias » 11.09.2014 11:24

Hallo,

morsch ist er, so morsch, dass er trotz einiger baumchirurgischer Maßnahmen nicht mehr lange stehen wird: Ein Blauglockenbaum im Garten des Konrad-Adenauer- Hauses in Röhndorf bei Bonn. Diesen Baum hatte „der Alte“ im Jahr 1937 eigenhändig gepflanzt, als er in dieses Haus einzog. Er hatte ihn als Setzling aus Köln mitgebracht, wo er als Oberbürgermeister tätig war.
Doch als die Waldarbeiter, die den Baum fällen sollten, eine Leiter anlegten, bemerkten sie ein Hornissennest in 6 m Höhe. Die Geschäftsführerin der Stiftung „Konrad-Adenauer-Haus“, Corinna Franz brach darauf hin die Aktion sofort ab, so dass niemand gestochen wurde. "Hornissen sind eigentlich sehr friedliebend, aber wir wollten nicht ausprobieren, was passiert, wenn man sie reizt.", so die kluge Lageeinschätzung von Frau Franz.

Hornissen stehen in Deutschland unter Naturschutz, nur in dringenden Fällen, wenn Menschen gefährdet sind, dürfen sie von Fachleuten umgesiedelt werden. "Hier ist keine Dringlichkeit geboten", so Franz. "Der Baum ist nicht so marode, dass er bald umzustürzen droht. Und die Hornissen leben in so großer Höhe, dass sie für Besucher des Konrad-Adenauer-Hauses keine Gefahr darstellen."

Bisher hatte noch niemand die Tiere bemerkt, von einer Gefahr durch die gelbschwarzen Brummer kann also keine Rede sein.
Im Herbst, wenn das Hornissenvolk gestorben ist, wird der Baum allerdings dran glauben müssen.

Quelle: WDR.de

Schöne Grüße

Tobias
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