ABC’s und Beutelwölfe in Süd-Australien

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ABC’s und Beutelwölfe in Süd-Australien

Beitragvon Marozi » 29.08.2008 09:38

Gestern berichtete der australische Thylacinus- und ABC-Forscher Michael Moss gegenüber der Presse, es gebe wachsende Hinweise auf die Existenz von Beutelwölfen und großer Katzen die im Südosten des Staates Süd-Australien leben. „Sie sind definitiv dort draußen“, so Moss, der seit mehr als zehn Jahren den Busch auf der Suche nach diesen Tieren durchstreift. Er glaubt daran, dass die Anzahl großer Katzen – wahrscheinlich Pumas – in Victoria steigt und sich bis in den Südosten von Süd-Australien erstreckt. Hauptsächlich im Gebiet nahe des Gleneg-Flusses.

Diese Aussage machte Moss nach zahlreichen Sichtungen von großen Katzen an der Grenze von Victoria zu Penola zu Beginn dieses Monats, die in ganz Australien Schlagzeilen machten. Er spekuliert, das die Regierung von Süd-Australien keine ausführlichen oder überhaupt Untersuchung in der Angelegenheit ABC’s im Südosten machte – was Dokumente die im Rahmen des Freedom of Information Act veröffentlicht wurden zeigen würden. „Diese Pumas können sehr groß werden und sind eine Bedrohung für Leute, die im Busch wandern. Wenn jemand einem begegnet, sollten sie sich nicht umdrehen und wegrennen, sondern stehenbleiben und rufen.“ Er glaubt, dass die Katzen verantwortlich sind für das Verschwinden von Wanderern, die sich allein in den Busch wagten.

Obwohl nach den Angaben von Lower South East National Parks and Wildlife „seit einigen Jahren“ keine Sichtungen von Tasmanischen Tigern im Mount Gambier-Distrikt verzeichnet wurden, will sich Moss in Kürze mit Infrarotkameras und anderer High-Tech-Ausrüstung dorthin aufmachen. Berichte über Beutelwölfe aus der Region gibt es immerhin. Border Watch sprach mit den Einwohnern des Gebiets, die glauben in den letzten zwanzig Jahren einem solchen begegnet zu sein. So zum Beispiel die Farmerin Yvonne Hines aus Mumbanna. „Ich weiß was ich gesehen habe – ich bin absolut überzeugt es war ein Tasmanischer Tiger. Was mich am meisten überrascht hat, waren die Hinterbeine des Tiers – sie waren so anders.“ Nach ihren Erinnerungen an das Erlebnis von vor 16 Jahren war sie mit dem Auto entlang des Princes-Highways zwischen Mumbanna und Mount Gambier unterwegs um etwa 19.30 Uhr nachmittags. „Ich sah etwas weiter vorne. Zuerst dachte ich es wäre ein Känguru, aber als ich näher kam dachte ich es wäre ein Fuchs. Dann dachte ich das ist kein Fuchs – da ist kein buschiger Schwanz. Ich sah die hinteren Beine – die mich wirklich überraschten, zusammen mit dem gestreiften Muster an dem Tier. Ich war lange Zeit auf den Landstraßen unterwegs – ich weiß was ich gesehen habe.“ Auch die Einwohnerin Joan Smith aus Glenburie will vor fünf Jahren einen Beutelwolf nahe dem Mount Gambier gesehen haben. „Es überquerte die Straße. Es hatte einen langen Schwanz, Sterifen und ein mopsiges [„puggy“=mopsig?] Gesicht.“ Ein weiterer Einwohner von Mumbanna, der aber ungenannt bleiben möchte, erzählte eine ähnliche Geschichte. „Zuerst dachte ich, es wäre ein Fuchs, aber als ich näherkam war es zu groß für einen Fuchs. Es sah ein wenig wie ein Greyhound aus und es hatte einen sehr großen Brustkasten.“ Auch „große hundeähnliche Spuren“ will er vor einigen Jahren gesehen haben.

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Beitragvon Sven » 29.08.2008 15:19

Keine Beutelwoflssichtungen mehr? Klar, die wurden ja auch von den Pumas gefressen ;)

An dieser Geschichte stört mich vor allem, dass die (vermeintlichen) Pumas für das Verschwinden von Wanderern verantwortlich gemacht werden. Denn dies würde für eine geringe Scheu der Katzen sprechen, was sich jedoch wiederspricht. Vor allem sollten soch vermehrte Vermisstenmeldungen in dem Gebiet eine groß angelegte Suche nach sich ziehen und nicht einfach abgetan werden...
Mal wieder ein Bericht mit zu vielen ungereimtheiten...
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