Überlebende Beutelwölfe in drei tasmanischen Kolonien?

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Überlebende Beutelwölfe in drei tasmanischen Kolonien?

Beitragvon Marozi » 16.11.2004 17:14

Der tasmanische Tiger lebt! Das behauptet zumindest ein anonymer Autor, wie uns Examiner.com über Michael Lowe mitteilt. Bis zu 200 Beutelwölfe in drei Kolonien leben demnach noch auf der Insel. Der "Tigerman" publizierte dazu ein 80 Seiten starkes Buch "Magnificient Survivor - Continued Existence of the Tasmanian Tiger" über seine Forschungen, dass er im Internet zum freien Download anbietet. Das Buch enthält neben Fotografien von getöteten Beutetieren und Spuren auch Fotografien, die nach Ansicht des "Tigerman" Fußabdrücke des Thylacinus sind. Diskutiert werden anhand seiner sechsjährigen Forschung auch zwei selbst erlebte Sichtungen und die Theorie über die noch existierenden Populationen, deren Verhalten und Psychiologie.

Die Kolonien befinden sich nach den Angaben des "Tigerman" in den nördöstlichen Wäldern, im Nordwesten und im Südwesten.
Das Terrain im Südwesten reicht vom Gebiet Strahan bis Roseberry, dem südwestlichen Welterbe-Gebiet und östlicher. Die Vegatation ist sehr hoch und für Thylacine kaum geeignet, da diese einstmal einen Mix aus offener Landschaft und Wald bevorzugten.
Im Nordosten lebt die Population in einer bergigen Gegend nördlich und östlich des Ben Lomond-Massifs in Sicht von Launceston. Die Tiere versuchen hier sich in südlicher Richtung zu verbreiten bis hin zum Buckland Militärtrainingsareal, wird jedoch durch die hohe Anwesenheit der Menschen gestört. Die Population insgesamt ist unstabil aufgrund der Inzucht, der Konkurrenz durch Beutelteufel und Streß durch häufige Störungen.
Die nordwestliche Kolonie (Woolnorth bis Rocky Cape, Western Tiers, Highland lakes, Cradle Mountain, Rosberry und Strahan) ist nach Ansicht von manchen Leuten die beste Gegend für Tiger, doch der "Tigerman" ist damit nicht einverstanden. Er sagt, die Tiere beschränken sich auf abgelegene Teile des Waldes.

"Ich glaube, wenn die Anzahl der Thylacine in jeder dieser drei Abteilungen noch höher wären, wäre es diesen Tieren nicht möglich versteckt zu bleiben in den jeweiligen Habitaten. Wenn die Anzahl noch geringer wäre es unwahrscheinlich, dass die Art bis heute überlebt hätte." Sofern seine Erhebung nicht korrekt ist, ist die aktuelle Anzahl der Tiere kleiner und keinesfalls größer und möglicherweise nicht ausreichend um ein längeres Überleben zu sichern.

Obwohl die Beutelwölfe schwer zu finden sind, gelang es ihm im Mai 2000 zwei zu erblicken. Eines Tages fuhr er mit hoher Geschwindigkeit als er ein junges Thylacine sah. Das Tier lief langsam entlang des Weges und sah ihn an. Es war recht schmal, aber in etwa von der Größe eines mittelgroßen Hundes. Es war von schokoladenbrauner Farbe mit goldenen Tönung um den Rand des Körpers. Als der "Tigerman" heranfuhr, sah es auf und lief dann auf die Seite des Weges. Klar sah er einen unverkennbaren Körper eines Thylacine und einen typischen Gang. Am nächsten Tag sah er ein etwas größeres Tier auf derselben Strecke, rund 150 Meter vom Weg entfernt. Dieses Tier war sehr groß, mit einem Körper ähnlich einem Panther. Länglicher im Körperbau als das junge Tier vom Vortag. Umgehend zeichnete er seine Sichtungen und befestigte automatische Kameras - ohne Erfolg.

Das Buch enthält auch einige Fotografien der "Location X", einem Netzwerk von Sandsteinhöhlen, auf der u. a. auch ein totes möglicherweise von Thylacinen gerissenes Schaf zu sehen ist. Nach Ansicht des "Tigerman" weist die Art der Tötung auf die einst von Trappern und Schafhirten beschriebene hin. In den Höhlen fand er Pfotenabdrücke und es gab Abdrücke von großen Tieren, die ihren Schwanz schleifen lassen. Die Spuren und die Schwanzabdrücke sind nach seiner Ansicht zu groß um von Beutelteufeln zu stammen. In einer der Höhlen fand er ein Nest, bestehend aus aufgehäuftem Sand und weicherem Material
zum Liegen. Wombats machen ähnliche Nester, allerdings nicht in dieser Größe.

Der "Tigerman" wollte anonym bleiben, da er in einer kleinbürgerlichen Gegend lebt und die Enthüllung seiner Identität nicht hilfreich für seine Arbeit wäre. "Ich will keine Diskussion darüber, denn es herrscht ein großer Level an Glauben das Leute die dies tun (nach Thylacinen suchen) Spinner sind." Zudem wollte er nicht genannt werden, da andere "Jäger" ihm folgen könnten und die Regierung sich einmischen würde. "Es gibt Kommentare innerhalb der "Tigersuchgemeinschaft", mit der Regierung äußerst vorsichtig zu sein." Ein großer Teil der Indizien würden von ihr gesammelt, aber nicht öffentlich gemacht. Vermutlich in dem Glauben, dass wenn die Art noch existiert es das beste ist sie in Ruhe zu lassen. Aber der "Tigerman" glaubt, dass die Art in großen Schwierigkeiten ist und das Ende der Geheimniskrämerei zu einem Ende kommen muss. "Denn die Welt schützt kein Tier, von dem sie glaubt es ist ausgestorben!" Er präsentierte seine Materialien keinem Museum zur Analyse, denn die Indizien würden nicht schlüssig sein und er hätte kein Vertrauen zu den Leuten da es eine gewisse Herablassung für Thylacineforscher gäbe. "Die Zeit für schnelles Handeln ist jetzt, die Art war noch nie so klein und der Druck auf sie wächst."

Bilder von einem Pfotenabdruck und das Buch im PDF-Format zum Download (4 Teile): http://www.users.bigpond.com/tigerbook
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Beitragvon Begby » 19.11.2004 13:27

Das ist jetzt echt der Hammer!Ich habe schon immer vermutet, dass der Beutelolf überlebt hat.Ich fand die Idee, dass der Mensch dieses Tier in kürzester Zeit ausgerottet hat, schon immer merkwürdig.Da diese Ausrottung ja in einem wirklich kurzen Zeitraum stattgefunden hat, ist es meiner Meinung nach unwahrscheinlich, dass komplett alle Tiere dieser Gattung vernichtet wurden.
Begby
 

Beitragvon hunter » 19.11.2004 17:23

das ist ja mal eine super nachricht!
Wäre ja klasse wenn Tasmanische Tiger überlebt hätten !Wenn sie überlebt haben sollten ,sollte man ein paar Tiger einfangen und ein Zucht Programm starten !

:happy:

Wenn alles nur so einfach wäre!!!!

:naja:


:keks:
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Beitragvon Slothlemur » 06.02.2006 21:05

Das wäre ja echt mal ein Ding. Ich hoffe es stimmt,denn ich bin ein großer Fan des Beutelwolfes. Ich sehe es genau so wie hunter das sie ein paar Tiere einfangen sollten,aber nicht an gewöhliche Zoos sondern an welche die wirklich große und Lebenraums getreue Gehege bieten können. Dann sollte man versuchen diese Erfolgreich zu züchten und dann die Jungtiere wider auf splitten d.h ein Teil wir in den Zoos verteilt um dort genauere Zuchtprogramme Starten zu können und den anderen Teil sollte in Art Auswilderungstationen weiter gezüchtet werden und auf die Auswilderung wieder vorbereitet zu werden.

Wobei wie ich in dem gelesen Bericht über den Beutelwolf,Neuguinea auch in betracht ziehe,dass dort auch eine Population überlebt haben könnte. Obwohl sie es dort auch sehr schwer haben sich gegen die Neuguine Dingos sich durchsetzen,wobei ich wiederum finde das sie es dort Leichter haben als mit dem Australischen Dingo.

Ich finde auch das sie in Neuguinea viel mehr Leichtere Beute haben wie z. Bsp. Kasuar Eier zudem ist Neuguinea größtenteils unerforscht.

Was haltet ihr von der Idee das der Beutelwolf vielleicht solche Art zweck Gemeinschaften bildet d.h sie bilden fast ein sozial Aufgebautes Rudel ohne die wirkliche Bindung zu einander.Ich weiß auch nicht wie ich es richtig beschreiben soll. Damit würden sie sich auf jeden fall gegen die kleineren Raubtiere durchsetzen können. Ich weiß das der Beutelwolf als Einzelgänger gilt aber es gitb oft Beispiele in der Tierwelt wo es zu außnahmen kommt.
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Beitragvon Kouprey » 06.02.2006 22:14

Wenn Papa Kasuar in der Nähe ist, ist die Beute, sprich die Eier, bestimmt nicht so einfach zu bekommen...

:wink: :
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Beitragvon Slothlemur » 07.02.2006 09:49

Ja,das ist klar. Ich glaub ich hab mal wieder zu schnell gedacht. Ich hoffe da kommt was bei raus.
Slothlemur
 

Re: Überlebende Beutelwölfe in drei tasmanischen Kolonien?

Beitragvon sunshine » 23.02.2010 14:51

ist jetzt anch vier jahren was dazu gekommen?
sunshine
 

Re: Überlebende Beutelwölfe in drei tasmanischen Kolonien?

Beitragvon Marozi » 23.02.2010 15:16

Immerhin ein Wechsel seines Providers und damit des Hyperlinks und 2009 ein Update zu seinen Ausführungen.
"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Leopardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower
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Re: Überlebende Beutelwölfe in drei tasmanischen Kolonien?

Beitragvon Muchacho » 20.06.2010 22:18

In der heutigen Zeit muß es doch möglich sein herauszufinden ob es noch lebende Tasmanische Wölfe gibt.Dazu ist die Technik durchaus in der Lage.Aber wer weiß schon was damit bezweckt wird,dass Sichtungen und Bilder/Filme ALLE als Betrug hingestellt werden.Vielleicht sollte mal in diese Richtung gedacht werden!
Muchacho
 

Re: Überlebende Beutelwölfe in drei tasmanischen Kolonien?

Beitragvon Vogel Greif » 15.08.2010 23:55

Hallo, Muchacho.
Es deutet wirklich manches auf eine bewusste Verschleierung durch das Fauna Board und seine Nachfolgeorganisationen hin. Ich habe in einem anderen Thread (viewtopic.php?f=61&t=1773) einmal die tasmanische Rechtslage recherchiert und siehe da: Für so ein Verhalten gäbe es sogar eine gesetzliche Grundlage. Ob und wie die allerdings Anwendung findet, das wissen nur Mr. Mooney und Konsorten.
In dieser Hinsicht ließe sich viel erzählen von geheimnisvollen Tieren, deren Papierdasein sich so ziemlich über den ganzen Erdball erstreckt hat.
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