Leopard in Schottland - Schulkinder in Gefahr?

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Leopard in Schottland - Schulkinder in Gefahr?

Beitragvon Marozi » 15.11.2003 19:37

Mehrere Einwohner des kleinen, schottischen Dorfes Renfrewshire behaupten einen schwarzen Leoparden gesehen zu haben. Auch Beiß- und Kratzspuren an Autos wurden bereits gemeldet. Nahe einer Schule stand ein Mann plötzlich vor einer 1, 50 Meter langen Katze. Offenbar benutzt diese die umliegenden Wälder als Rückzugsmöglichkeit. „Experten“ sind der Ansicht, es könnten ein schwarzer Leopard sein, wurde doch annähernd von 200 derartiger Sichtungen im letzten Jahr in Schottland berichtet. Die Polizei nimmt die Berichte ernst, beobachtet mittlerweile das Gebiet auch per Hubschrauber. Eltern wurden vorsorglich gewarnt, denn Kinder gehören mit zur leichtesten Beute eines hungrigen Raubtieres. Daniel Dyer von der Strathclyde Police, jedenfalls meint die Polizei ist auf alles vorbereitet. Er fügt hinzu, wenn jemand vorschlagen würde eine „Cat-Squad“ einzurichten, würde man es wohl in der Zukunft tun.
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Beitragvon Sven » 16.11.2003 13:49

Hi

seit wann jagen Leoparden kleine Kinder? Das würden die doch nur im äußersten Notfall tun. Außerdem glaube ich kaum das ein Leopard Autos angreifen würde! Also ich bin mir nicht sicher ob ich die Geschichte wirklich glauben soll.

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Beitragvon Marozi » 16.11.2003 13:58

Die Eltern wurden gewarnt, denn ein wildes Raubtier ist definitiv gefährlich. Ein jagender Leopard gehört natürlich nicht zum Bericht. Ich wollte damit lediglich verdeutlichen, dass Kinder eine ideale Beute sind. Könntest du dir als Raubtier eine bessere vorstellen? Riecht gut, ist nicht groß oder stark... :twisted:

Ich wäre erfreut, wenn man die Kratzspuren von Experten untersuchen lassen würde. Aber von diesen Ergebnissen liest du in der Presse natürlich wieder nichts...
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Beitragvon Sven » 16.11.2003 16:07

Aber, lieber Marozi, warum fressen dann die Leoparden in Afrika nicht die Kindergärten leer? Ich hab letztens einen Bericht gelesen, das es sogar mitten in Pretoria Leoparden gibt.
Aber da wirft sich bei mir eine ganz andere Frage auf: Warum fressen nich alle Raubtiere Menschen? Ich meine Löwen, Tiger, Jaguare, Wölfe oder Bären! Die haben die gelegenheit dazu un tun´s nicht! WARUM :?:

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Beitragvon Dromeus » 16.11.2003 18:03

Sven hat geschrieben:Aber, lieber Marozi, warum fressen dann die Leoparden in Afrika nicht die Kindergärten leer? Ich hab letztens einen Bericht gelesen, das es sogar mitten in Pretoria Leoparden gibt.
Aber da wirft sich bei mir eine ganz andere Frage auf: Warum fressen nich alle Raubtiere Menschen? Ich meine Löwen, Tiger, Jaguare, Wölfe oder Bären! Die haben die gelegenheit dazu un tun´s nicht! WARUM :?:

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Weil sie nicht zur normalen Beute der Tiere gehören. Sie müssen erst "auf den Geschmack" kommen. Bei vielen Menschenfressenden Tigern und Leoparden aus Indien war es so. Sobald sie gemerkt haben wie leicht es ist einen Menschen zu erlegen tuen sie es immer wieder. Ist so ne Art Erfahrungssache.
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Beitragvon Sven » 17.11.2003 21:30

Aber, lieber Dormeus, warum gehören die Menschen nicht zu der normalen Beute? Die kommen doch auch in den Jagdtgebieten der Räuber vor!

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Beitragvon Dromeus » 17.11.2003 21:36

Sven hat geschrieben:Aber, lieber Dormeus, warum gehören die Menschen nicht zu der normalen Beute? Die kommen doch auch in den Jagdtgebieten der Räuber vor!

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Keine Ahnung,

vielleicht sind sie es nicht gewöhnt Menschen zu jagen weil sie nichts mit diesen komischen Zweibeinern zu anfangen wissen. Wahrscheinlich haben sie auch Respekt vor uns.
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Beitragvon Kouprey » 17.03.2005 23:29

Menschen bzw. deren Vorfahren gehörten und gehören seit langer Zeit zur Beute großer Raubtieren. Gerade Leoparden als anpassungsfähige Opportunisten nutzen auch Menschen und dann v.a. Kinder als Nahrungsquelle-dies nimmt in Ballungsgebieten in Kenia, Sri Lanka und Indien immer mehr zu. Wahrscheinlich werden sie meist nur durch die Anzahl vieler Menschen auf einmal vom Angriff abgeschreckt.
Siehe hierzu auch den Schädel von Swartkrans:
http://anthro.palomar.edu/hominid/australo_1.htm
Zuletzt geändert von Kouprey am 18.12.2005 00:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Quagga » 18.03.2005 01:24

Außerdem haben Menschen als Beute die unangenehme Eigenschaft, gleich mit allen Mitteln zu verhindern, das sie wieder Teil der natürlichen Nahrungskette werden, sprich, sich wehren, und jedwedes Vieh, das sich erdreistet, unsere " Überlegenehit" nicht anzuerkennen, gleich platt machen...
Im Krüger Nationalpark nehmen Löwen gerne mal Flüchtlinge, die sich durch den Park drücken wollen, beispielsweise...
Im Gir- Forest kommen jedes Jahr auch etliche Menschen durch Löwen zu Tode...
Und Leoparden haben durchaus auch schon öfter Menschen gerissen, die gehen bloß so selten an uns, weil Hunde in den Städten leichter zu kriegen sind !
Oder Jaguare, auch durch sie sterben jährlich ein paar Menschen, und das sie wissen, wie es geht, bewies ja vor ein paar Jahren anschaulich der schwarze Jaguar des Tiergarten Schönbrunn, der, obwohl Gefangenschaftsnachzucht, seine Pflegerin ansprang und sie mit einem Biß in den Hinterkopf tötete, wie Jaguare es tun...
Nix von wegen Revierverteidigung, denn kein Jaguar beißt nen Konkurrenten tot, um sein Revier zu behaupten !
Kennen tun uns die Raubkatzen als Beute seit Urzeiten, nur haben wir es ihnen durch unsere Waffen größtenteils ausgetrieben, und als das zu betrachten, was wir natürlicherweise sind, ein Teil ihres Beutespektrums nämlich !

Grüße, Andreas
"Die Welt ist noch groß genug- sie hat nur weniger zu bieten"
- Jack Sparrow-
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Beitragvon Kouprey » 18.03.2005 12:29

Richtig. Sie sind schlau genug, um zw. Beute und potentieller Gefahr zu unterscheiden und handeln dann passend.
An dieser Stelle sei auch auf die wirksame Methode der Inder in best. Schutzgebieten hingewiesen, mit Masken auf dem Hinterkopf dem Tiger ein Gefühl ständigem Beobachtetsein zu vermitteln und so einen Angriff zu vereiteln.
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Beitragvon Kouprey » 21.03.2005 23:53

Dennoch: die Geschihte hört sich irgenwie zu sehr nach Sensationsjournalismus an...wahrscheinlich war's nur ein großer dicker schwarzer Hauskater... :lach:
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Beitragvon Kouprey » 30.03.2005 19:49

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Beitragvon Sereg-rauko » 17.12.2005 18:43

Guten Tag ich habe mich erst heute abend angemeldet, weil mich diese Themen sehr interesieren.
Ich habe schon mal eine Dokumentation über dieses Thema gesehen. Laut dieser Doku gibt es in Groß Britanien scon sehr lange ghroße Raubkatzen weil es inmal Mode war sich Raubkatzen zu halten. Dazugehörten auch die sehr anpassungsfähigen Jaguare. Als, ich glaube in London, ein Haus-/Wachlöwe einem Menschen tötete un diese Fälle begannen sich zu häufen, verbot man das halten von Raubkatzen. Man sollte sie erschiesn ( was ich ganz schön extem finde) oder zurück in ihre Heitmat verschiffen, da die Zoos bereits voll ware. Einige wollten ihre Katzen aber nicht umbringen das sie diese liebgewonnen haben und das verscihfen war ihenen zu teuer. Also liesen sie die Katzen kurzer Hand einfach frei.

Einige haben sicherlich nicht einmal den nächsten Winter überlebt, so etwa die Löwen oder Geparde. Aber Katzen sind sehr anpassungsfähig und haben sich dann womöglich (zurückgezogen) vortgepflanz und and das Klima gewöhnt. Wegen den vielen Leuten die jetzt immer häufiger Natur verbunden sein wollen werden sie jetzt wahrscheinlich aus dem Wald getrieben. Vielleicht ist ihre Population aber auch schon stark gewachsen, dass sie einfach neues Teritorium brauchen.


In dieser Doku berichtet auch ein Mann, dass er nachts in England eine Autopanne hatte und als er den Reifen wechseln wollte, hörte er lautes gefauche. Als er sich umsah, sah er eine schwarze große katzenähnliche Gestalt ein ein Schaf auf einer Weider erlegt hatte.

Ich glaube schon dass es in England Raubkatzen gibt, immerhin wurden sie nach diesr Theorie vom Menschen dort hingebracht. Und der mischt sich ja gerne in die Natur ein und beschwert sich später darüber.
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Beitragvon Tobias » 17.12.2005 19:32

Hallo Sereg-rauko,

das ist eine recht gut Zusammenfassung der Beobachtungen und einer möglichen Erklärung. Es bleiben ein paar Lücken:

1. Niemand hat je davon berichtet, dass er, seine Eltern, Freunde oder Bekannte solche Tiere bessessen haben, geschweige denn davon, dass sie eines Tages nicht mehr da waren oder gar ausgesetzt wurden.

2. Die größte Überlebenschance in England würde ich dem Leopard zurechnen, nicht dem Jaguar. Der Leopard ist kleiner und ein mindestens so erfolgreicher Jäger wie der Jaguar, wobei er als kleineres Tier mit weniger Beute klarkommt. Klimatisch müssten auch Löwen und Tiger sehr gut klar kommen, aber sie sind eher an größere Beute angepasst. Wild sind da die drei Hirscharten und Wildschweine im Rahmen des Möglichen, aber auch Schafe und Rinder auf der Weide würden auf dem Speiseplan stehen.

3. Bisher gibt es keinerlei Beweis für große Katzen, Glaubensbekenntnisse helfen uns nicht wirklich weiter. Da die Briten gerne Spaß machen, sind da auch eine Menge Hoaxe zu erwarten.

schöne Grüße

Tobias
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Beitragvon Cronos » 17.12.2005 20:56

@Tobias: Kleine Anmerkung: Wildschweine sind an sich seit mehreren Jahrhunderten in GB ausgestorben. Dennoch vorhandene Tiere entstammen erst kürzlich ausgewilderten Tieren für die Jagd.
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Beitragvon Sereg-rauko » 17.12.2005 23:32

An Tobias
1.Es gibt Bilder von reichen Leuten die wilde Katzen gehalten haben, und wegen einem Vorfall mit diesen Raubtieren gibt es ja entzwischen auch ein Gesetz das das HAlten von Raubkatzen verbietet -> Menschen besasen Raubkatzen in England es gibt übrigens auch Filme darüber

2. Das mit dem Leopard finde ich auch ich bringe nur manchmal Leopard und Jaguar durcheinander :oops:

3. Es gibt sicherlich viele Bewise so etwa Fotos, Beschwerden über gerissenes Vieh von Bauern, jede Menge Augenszeugen und bestimmt noch so manches ander. Auserdem glaube ich nicht, dass England es gerne zugibt, dass sie ein Problem mit Raubtieren haben, welche sie selbst eingeschleppt haben und erst nach einem oder meherer Unfälle begriffen dass es nicht richtig ist ein wildes Tier, das oberndrein unberechenbar ist (denn Katzen haben ihren Kopf und lassen sich nicht so einfach befehliegen wie Hunde) zu halten. Und als sie es dann regelrecht über Nacht beschlossen alles zu verbieten, mussten sie doch damit rechnen.

Danke fürs lesn
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Beitragvon Kouprey » 18.12.2005 00:02

In diesem Zusammenhang wurde in diesem Forum schon x-male auf das Verbot bzw. die Verschärfung der Exotenhaltungsvorschriften in den 1970igern in GB hingewiesen(das übrigens durch einen Unfall mit einem als Haustier gehaltenen LEOPARDEN, und nicht Löwen ins Rollen gebracht wurde), dessen Verbindung mit ausgesetzten Ex-Haustier-Raubkatzen und auch die häufige Problematik der Abgrenzung von Hoax und Wahrheit in diesen Fällen hingewiesen.

Da aber bislang keine definitiven(sprich: unwiderlegbare Video-Aufnahmen, Kot oder gar ein lebendes Tier) Beweise einer freilebender Population von exotischen Raubkatzen 30 Jahre nach der Verabschiedung der ExotenhaltungsVO in GB aufgebracht werden konnten, kann ich das geringe Interesse der britischen Behörden verstehen und werfe ihnen keine Verschleierungstaktik vor.

Ich gebe Tobias recht: nur zu sagen "ich glaube, dass Raubkatzen in GB frei rumlaufen weil britische Klatschblätter in Newsnot davon berichten und weil vor 30 Jahren mal ein paar Privatleute Raubkatzen gehalten haben" reicht nicht.
Zuletzt geändert von Kouprey am 18.12.2005 00:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Tobias » 18.12.2005 00:19

Hallo Sereg-rauko,

zu 1: in keinem Fall ist von irgendjemandem bekannt geworden, dass er Tiere ausgesetzt hat. Weder dass irgendein Hausbediensteter, der rausgeflogen war, das publik machte oder gar anzeigte noch dass irgend ein englischer Landadeliger bekannt gab "Klar, mein Vater hatte bis 74 drei Leoparden, dann plötzlich nicht mehr..."
Es gibt auch in Deutschland Privatpersonen, die mit Sondergenehmigung gefährliche Tiere wie z.B. Großkatzen halten, aber dennoch sind keine Populationen bekannt.

zu 3: Keins der von dir genannten Fotos konnte einwandfrei einer Großkatze in England zugeordnet werden. Entweder waren die Bilder so aufgebaut, dass es sich um einen Kater der Hauskatze handeln konnte oder anhand der Bilder ließ sich nicht erkennen, wo sie gemacht wurden. Beschwerden über gerissenes Vieh sind nett, aber so lange jemand anders solche Schäden abdeckt, kommen solche Meldungen häufiger vor.
Ich glaube nicht, dass es möglich ist, Beweise für die Existenz dieser Tiere unter der Decke zu halten, weder bei der großen Zahl der BBC-Fans noch bei der Art der britischen Presse, die bei entsprechenden Versuchen erst recht zuschlägt.

Ich halte es für problematisch an eine Sache heranzugehen, weil man etwas glauben will. Wenn man glaubhaft argumentieren will, sollte man von der wahrscheinlichsten Seite aus herangehen, bzw. von dem, was die Wissenschaft lehrt. In diesem Fall ist die Nullhypothese "In GB gab es seit dem Aussterben der Höhlenlöwen am Ende der letzten Kaltzeit keine Großkatzen mehr." Von dem Standpunkt gehe ich aus, suche nach Hinweisen, die die Hypothese schwächen. Habe ich davon genug, um in welcher Form auch immer aktiv zu werden, gehe ich auf die Suche nach Beweisen, also direkten Spuren der Katzen wie Kratzmarken, Kot, Haare oder gar Kadaver. Direkte Spuren fehlen abgesehen von einigen schlechten Fußabdrücken (die durchaus auch von großen Hunden stammen könnten) leider völlig.

Ein persönliches Wort, falls du gestattest. Ich sehe, du hast große Probleme mit der Rechtschreibung. Wenn du Legastheniker bist oder vielleicht Deutsch nicht als Muttersprache hast (Niederländer vielleicht?), könntest du deine Texte vielleicht in Word vorschreiben, die Rechtschreibprüfung drüber laufen lassen und dann hier rein kopieren.
Das erleichtert das Lesen etwas.

schöne Grüße und gute Nacht

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Beitragvon Lehner » 30.12.2005 19:11

Meiner Meinung nach sind es einfach viel zu viele Berichte, da muss mehr dahinter stecken als nur Geschwätz um sich wichtig zu machen oder gar "nur Hauskatzen, alles Übertreibung".

Ich denke, es wurden definitiv Großkatzen reicher Engländer ausgesetzt, ob bei all den unterschiedlichen Arten (Leoparden, Jaguare, Geparden und noch einige mehr, so weit ich weiß), die ja noch dazu an verschiedensten Orten ausgesetzt wurden, eine Population hervorgehen konnte die groß genug ist, um noch heute zu überleben, bleibt fraglich.

Hier noch ein (älterer) Link dazu:
BR-Online.de, Großkatzen in England

...
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Beitragvon Kouprey » 30.12.2005 22:56

Dass Raubkatzen ausgesetzt wurden, ist anhand von einzelnen Tieren belegt(Puma 1980 in Schottland, Sumpfkatze 1988 in Hampshire...). Es bleibt aber der unwiderbelegbare Beweis einer sich fortpflanzenden Population aus.

"Reich" müssen diese Menschen nicht unbedingt sein-eher geltungsbedürftig(siehe hierzu auch die Exotenproblematik in D; meist sind dies eher Menschen, die sich eine artgemäße Haltung nicht leisten, aber dennoch ein solches Tier haben wollen). In den USA kann man in manchen Bundesstaaten Löwen für 300$ haben-das ist weniger als der Preis für einen Rassehund.
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Beitragvon Lehner » 01.01.2006 03:13

Oh ja, da hab ich schon einige abartige Sachen über Großkatzenhaltung in den USA gehört, über Leute die Unmengen von Löwen, Tigern und Geparden hatten, die dann alle getötet wurden oder so, kann mich nicht genau erinnern, auf jeden Fall nimmt mans mit Wildtierhaltung (wie auch mit sonstigen Dingen wie Umweltschutz) ja dort drüben nicht besonders ernst..
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Beitragvon Kouprey » 01.01.2006 18:25

Das hängt von dem jeweiligen Bundesstaat ab; in Minnesota z.B. gibt es alljährlich einen Exotenmarkt, auf den man auch Giraffen kaufen kann. Ein mir namentlich bekanntes dortiges Ehepaar hält privat ein Zwergflußpferd. In anderen Bundesstaaten ist man weitaus strenger-was, wie auch bei uns, aber niemanden daran hindert, sich illegal derartige Tiere zu beschaffen. Derzeit gibt es mehr Tiger in Privathand in den USA als in der freien Natur-aber als "Unmengen" würde ich dies dennoch nicht bezeichnen-und getötet werden die meisten nicht.

Siehe dazu auch Topic: "Exoten im Wohnzimmer".
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