hallo,
dem satz "i want to belive" bin ich in diesem forum nur sehr selten begegnet. vieleicht sollte man noch anfügen "i want to belive- but i need facts"
der weitaus häufigere satz, der mir hier immer wieder begegnet ist ein anderer:
"i want to know" .
in gewisser weise hat tobias, für mein verständniss, recht.
glaube und wissenschaft an sich vertragen sich nicht mit einem gleichzeitigem anspruch an objektivität. bevor ich hier falsch verstanden werde , werd ich mich näher erklären, auch wenn tobias das weiter oben schon gut gemacht hat.
der glaube an eine bestimmte tier,- oder kryptidenart hat ja nun ersteinmal nichts mit den echten gegebenheiten vor ort zu tun( bestes beispiel ist für mich hier nessie ) und ist eigentlich nur die hoffnung, es möge doch noch so ein tier rumschwimmen. mit dem wissen um die biodiversität des sees würde diese hoffnung aber gen null sinken. wenn sich die schlangenhalssaurier population (die es in diesem fall geben müsste) nicht auf luft als nahrungsquelle angepasst hat, hat man schon die ersten massiven erklärungsschwierigkeiten.
aber bei den bbc´s, liegt die sache etwas anders.
das sind keine plesiosaurier, keine chupas from mars, mokeles oder andere, sagen wir mal, eher sehr unwahrscheinliche kryptiden.
hier sollen real existierende tiere in einem nicht normalen umfeld unterwegs sein.
es gibt ja zig berichte, die ersteinmal nahe legen, daß sich da
irgentetwas tut.
da alle zeugen von großen katzen sprechen, gehe ich auch erstmal von katzen aus, unterstelle nicht jedem einen scherz, auch wenn es da bestimmt den einen oder anderen scherzbold darunter gibt, und stelle mir aufgrund der aussage, es handelt sich hier um bekannte tiere die erste frage:
sind derartige tiere als abgängig in den zoos gemeldet?
ok wir wissen
nein.
dann stellen sich für mich schon die nächsten fragen:
1. wo
könnten diese tiere herkommen?
2. sind genügend nahrungsquellen vorhanden?
sind diese beiden punkte geklärt und es eine plausieble herkunftsgeschichte gibt und nicht nur lichter am himmel, und genug nahrungsresurcen, könnte man den berichten schon eher nachgehen.
meine vorgehensweise(ich bin kein profi) würde danach folgendermaßen aussehen:
zeugenbefragen und versuchen einen hotspot ausfindig zu machen. in diesem hotspot die wildtierbestände durchgehen und herausfinden, ob die reh, hirsch und andere infrage kommende nahrungstierbestände gleichbleiben oder schwinden.nach anderen aufälligkeiten, wie verschwundene hofhunde oder geplünderte hühnerstelle (kann natürlich auch ein fuchs oder iltis gewesen sein, aber wenns eine großkatze war, sollte man spuren sicherstellen können) suchen. bei genügend geld, fotofallen in gegenden aufstellen, aus denen mehrere sichtungen bekannt sind. undsoweiterundsofort.
am ende stellt sich für mich auch nicht die frage "gibt es bbc´s?"
vielmehr ist meine frage "was ist an der geschichte
überhaupt drann?"
noch kurz was zu den von tobias erwähnten rissen, die man fälsche kann:
klar kann man die fälschen, aber wenn ein schäfer seine schafe auf diese weise zu tode bringt, ist das ein totalverlußt, der nicht bezahlt wird. nicht von einer versicherung, denn es gibt ja keine großkatzen in gb
und auch nicht von der eu.
der schäfer schneidet sich gewissermaßen ins eigene fleisch und schmeißt viel geld weg.
das wäre für mich schon ein anhaltspunkt, dem schäfer mehr zu glauben, als zu denken , daß das ein guter, teurer fake ist.
wenn ich mal alles zusammenzähle an berichten und meldungen kann ich nur sagen
"es deutet einiges auf großkatzen hin, aber bewiesen ist hier noch garnichts"
wie so vieles in der kryptozoologie
schön gruß
jersy