British Big Cats Sammelthread

Forum für alle ABC-Themen und andere Tiere weit außerhalb ihres eigentlichen Verbreitungsraums.

Beitragvon Kouprey » 27.08.2005 22:01

Sicher gibt es Leoparden-doch ob es sie wirklich in GB gibt? Anscheinend reichen Fußspuren, die auch von einer großen Hauskatze oder einem Hund stammen könnten(ich nehme an, dass es dort wenige Großwildjäger/Biologen gibt, die im Fährtenlesen qualifiziert sind ;) nicht für eine großangelegte Suchaktion aus. Im übrigen gibt es wie auch bei den "Wilden Hominiden" die Möglichkeit, dass die Spuren gefälscht sind.
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Beitragvon Lahtzarus » 27.08.2005 22:18

Ok beim Fälschen gebe ich dir recht, aber es gibt ja echt viel Material. Die daruaf hinweisen, dass es Die katzen gibt.
Die Fußspur eines Panthers mit der einer großen Katze zu verwechseln sollte doch schwer möglich sein. Jedenfalls für MEnschen die sich damit auskennen. zB Tierärzte. Ich glaub jedenfalls dran.
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Beitragvon Kouprey » 27.08.2005 22:26

Dem Fachwissen der meisten Tierärzten in Hinblick auf Wild-oder exotische Tiere wäre ich mir lieber nicht so sicher: in meinem Semester gibt es nicht wenige, die wirklich Probleme haben, einen Hausspatz von einem Buchfink zu unterscheiden... :P

Gewiß sind Leoparden als bekannte Art wahrscheinlicher als Bigfoot & Co.; jedoch finde ich es seltsam, dass bisher noch keine wirklich überzeugenden Beweise(wie o.g.) von den ABC existieren.
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Beitragvon Shielagh » 28.08.2005 10:09

Gewiß sind Leoparden als bekannte Art wahrscheinlicher als Bigfoot & Co.; jedoch finde ich es seltsam, dass bisher noch keine wirklich überzeugenden Beweise(wie o.g.) von den ABC existieren.


Meiner Meinung nach gibt es durchaus sehr überzeugende Beweise für freilebende Großkatzen in GB: Die Verletzungen gerissener Schafe, Rehe, Gänse und sogar Pferde, die selbst von Zoologen Großkatzen zugeschrieben werden. Anhand dieser Funde fällt es mir schwer, nicht an die Existenz der ABCs zu glauben.

http://www.bigcats.org/abc/photoalbum/index.html
(siehe "Animal Attacks")
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Beitragvon Tobias » 28.08.2005 12:00

Hallo,

da ist wieder dieser Satz "I want to believe". Die Frage ist nach wie vor, wo ein Beweis liegt, daß es in England a) wilde Großkatzen gibt, b) was sie sind und c) ob es lebensfähige Populationen gibt.

a) und b) können nur bewiesen werden, wenn man eines Tieres habhaft wird, d.h. es lebend oder tot gefangen wurde.
Alles andere sind nur Indizien, egal ob Fußspuren, Risse oder schlechte Fotos. Die Sache ist ein Medienereignis, d.h. sie ruft auch Leute auf den Plan, die Spaß am faken haben, so kann man auch Fußabdrücke und schlechte Fotos erklären, selbst Risse lassen sich nachstellen, wenn man es denn drauf anlegt.

c) ist noch schwieriger zu belegen, denn das würde eine Reihenuntersuchung erfordern. Die kostet Geld, das so lange nicht freigesetzt wird, wie a und b nicht bewiesen sind. Wenn das der Fall ist, kann es durchaus sein, daß die britische Öffentlichkeit die Notwendigkeit feststellt, daß eine entsprechende Untersuchung stattfindet und sei es nur, um ein Phänomen zu untersuchen.
Eine echte Gefahr scheint ja von den Katzen (bisher?) kaum auszugehen.

schöne Grüße

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Beitragvon Aelfwine » 28.08.2005 13:52

Hallo Tobias

Ich stimme dem zu was Du über Beweise und Indizien gesagt hast im Prinzip zu. Nur wenn man es ganz genau nehmen würde wäre ein gefangenes Tier eigentlich auch kein endgültiger Beweis. Könnte ja sein, dass irgend ein reicher Spinner illegal eine Grosskatze nach GB einführt um sie selbst als Jäger mit Lizenz zu fangen oder zu töten und dann zu präsentieren. Vielleicht könnte man per DNA Analyse feststellen, dass der Panther, nehmen wir mal einen Panther an, aus einer afrikanischen Population stammt, aber was sagt das schon aus...immerhin soll doch eine Theorie sein die Römer hätten damals Grosskatzen nach GB gebracht und die BBCs sollen von denen abstammen.

Was ich nicht ganz verstehe ist Deine Abneigung gegen den Satz: "I want to believe." Ich finde das kann durchaus der richtige Ansatz sein, wenn man drunter versteht der Ansatz sei der Motor oder die Energie die den Forscher dazu antreibt sich mit einerm Phänomen zu beschäftigen, also die Motivation kurz gesagt. Wenn sich natürlich "I want to believe." auf die Methodik auswirkt, also der Forscher zB beginnt Dinge die seiner Theorie, an die er glaubt, widersprechen zu ignorieren, dann ensteht natürlich ein grosses Problem.

Gruss

Ælfwine
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Beitragvon Lahtzarus » 28.08.2005 14:38

DIe Wörter ,, Ich glaube...,, hat in der Wissenschaft nix zu suchen. ABer jeder benutzt es natürlich, aber genaugenommen hat ,,glauben,, nichst mit damit zu tun dass wir glauben, dass es BBCs gibt. Das Wort sagt eiegntlich aus ich glaube an etwas bedingungslos, ähnlich halt wenn man an Religion glaubt. Mit glauben hat ds nix zu tun. So oder ähnlich hat das mal mein Philosophie Leherer gesagt.

Der war eh lustig malt einen Baum an die Tafel udn fragt was ist das. Jeder ,,Ein Baum,,! ,, Falsch. Das ist doch kein Baum. Das ist Kreide an der Tafel,,

Was ich nciht verstehe ist warum amn anhand von diesen vielen Hinweisen keine Lebendfallen mit Ködern oder wenigstens Kameras aufstellt. Es wird ja gar nix getan und das ärgert mich.
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Beitragvon Tobias » 28.08.2005 15:26

Hallo Lahtzarus,

ich denke, wir haben uns da falsch verstanden. Der Ansatz muß sein, daß man seine eigene Hypothese falsifizieren will.

Beispiel: Hypothese: "In GB gibt es große Katzen". Falsifizierung: Nicht "Ich weise keine große Katze nach", sondern "ich weise nach, daß es keine großen Katzen gibt". Negativbeweise sind grundsätzlich schwer zu ziehen, in solchen Zusammenhängen sowieso.

Es bleibt also nur der Ansatz "In GB gibt es keine großen Katzen". Dieser hat zwei Vorteile: 1. er geht von der Lehrmeinung aus, gilt also als seriös und wird von Otto Normalverbraucher ebenso geglaubt, wie von Franz Skeptiker. 2. Er ist vergleichsweise einfach zu falsifizieren, in dem man nur eine einzige große Katze anschleppt. Wenn man das getan hat, ist die Wahrscheinlichkeit, daß strittige Fuß- und Rissspuren von diesem Tier stammen (sofern sie größenmäßig und räumlich passen) ziemlich wahrscheinlich.

Ein weiteres Problem ist, daß ein "ich glaube" eines Wissenschaftlers etwas anderes ist als ein "ich glaube" eines Bücherkryptozoologen und das wiederum etwas anderes aussagt als "ich glaube" eines Priesters.
Es ist mir durchaus bekannt, daß in der Kryptozoologie eine Sehnsucht nach Mythen, Mystik und auch einem "denen haben wirs aber gezeigt" gegenüber der Schulwissenschaft herrscht.
Wenn ein Bücherkryptozoologe sagt "ich glaube", hat er davon gelesen und folgt den Argumenten eines Autors, die mehr oder weniger mit seiner Weltanschauung übereinstimmen (daß das Lesen von Büchern auch die Weltanschauung formt, ist mir bekannt.
Wenn ein Zoologe sagt "ich glaube", hat er mehr als nur deutliche, mit eigenen Augen bewertete und nicht negierbare Hinweise, nur der letzte Beweis fehlt noch. Die Daten deuten darauf hin, es sind nur nicht genug Daten da.

Es wird dabei bleiben: Derzeit gibt es Hinweise darauf, daß es in GB große Katzen gibt, die sich zumindest zeitweise in nicht eingezäuntem Gelände bewegen und dort Spuren hinterlassen.
Es gibt jedoch auch eine Menge Spuren, die sich nach eingehender Prüfung als falsch herausstellen und deswegen nicht zur Bewertung der Frage "Gibt es in GB große Katzen?" herangezogen werden dürfen.
Der letzte Beweis, daß alle Spuren gefaked sind, ist nicht erbracht und nicht zu erbringen, alleine schon aufgrund der Vielzahl der Spuren und der Art der Berichterstattung.

Ein Problem stellt sich nur: je mehr Spuren als gefaked entlarvt werden, desto weniger glaubt man denen, die nicht gefaked scheinen/ sind. Das ist ein Problem der gesamten Kryptozoologie, egal, was fotografiert wurde, man geht zunächst von einer Montage aus oder davon, daß dieses Foto nicht dort entstanden ist, wo behauptet wird.

Ein Foto, das ABC in GB beweist, wäre also ein Leopard direkt frei ohne Leine mit diversen Lichteffekten vor einem typisch englischem Pub oder noch besser: auf der Tower-Bridge.
Dann ist die Frage: zahm und fürs Foto gemietet?

schöne Grüße

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Beitragvon Lahtzarus » 28.08.2005 16:11

Dnake für die ANtwort. Ich wollte nur sagen, dass das Wort glauben eigentlich nur in die Religion gehört. So hat es mein lehrer damsl aml gemeint. Ich sage natürlich auch Ich glaube, dass das so ist. Danke nochmal.
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Beitragvon Kouprey » 28.08.2005 21:35

Meines Erachtens wäre selbst ein Kadaver nicht aussagekräftig genug- so wiederholt sich doch die ewige Mär' der Kryptozoologie-"Wir hatten einen ganz, ganz aussagekräftigen Kadaver. Leider ist dieser auf "mysteriöse" Weise verschwunden..." Ich stimme in der Tat allerdings dem zu, dass womöglich die Thematik der ABC in GB ernst genommen würde, wenn verheerendere wirtschaftliche Schäden an Nutzvieh aufgrund der ABCs auftreten würden. Für verheerendere wirtschaftliche Schäden an ihren Nutzvieh haben die Briten aber mit ihrer MKS-Politik selbst gesorgt. Womöglich müsste erst ein Mensch verletzt oder gar getötet werden, ehe man der Frage nach den ABCs wirklich ernsthaft nachgehen würde.

Zitat Aelfwine: "Vielleicht könnte man per DNA Analyse feststellen, dass der Panther, nehmen wir mal einen Panther an, aus einer afrikanischen Population stammt, aber was sagt das schon aus"
-bei Leoparden wird selbst in Zoos die Untersuchung hinsichtlicher genetischer Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen erst ganz allmählich eingeführt(u.a. aus Geldmangel und Unwillen seitens der Zoobetreiber); so erlitt das europäische Zuchtprogramm für Amurleoparden(P. p. oreintalis) einen herben Rückschlag, als man feststellte, dass nicht wenige der im Zuchtbuch aufgeführten Exemplare Unterarthybriden und eng verwandt sind. Warum sollte man das dann für möglicherweise nicht mal existente Tiere durchführen? I zahl das fei net...
Zu der Römer-Theorie: warum derartiges herbeibemühen, wenn die(in diesem Topic schon 1000mal durchgekäute) Verschärfung der Haltungsvorschriften für exotische Tiere in GB Ende der 1970iger als Grund ausreicht und auch die Sichtungen bzw. Nachweise unterschiedlichster Wildfelidenarten(Rohrluchs, Puma...) in den 1980igern und später erklärt?
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Beitragvon Aelfwine » 28.08.2005 22:20

Ach, das mit den Römern hat keine Bedeutung, es war ja nur ein Beispiel um etwas aufzuzeigen, nämlich, dass wie Du ja auch meinst, ein einzelner Kadaver oder ein einzelnes lebendes Tier kein zwingender Beweis wäre.

Es ist vielleicht auch mehr Leuten (die regelmässigen Leser hier ausgenommen) bekannt, dass die Römer mal in England herrschten und auch Zugriff auf Afrikanische Fauna hatten, als Leute wissen, dass in den 70ern in England dieses Gesetz erlassen wurde etc. Aber soweit hab ich nicht mal gedacht.

Das ganze war ja eigentlich auch an Tobias gerichtet, aber da er aus irgendeinem Grund nicht darauf eingehen will, wars ja eh für die Katz. Wie passend. :)
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Beitragvon Tobias » 28.08.2005 22:27

Hallo Aelfwine,

das Ganze ist sicherlich nicht für die Katz. Ich denke bisher nicht drüber nach, wie grosse Katzen nach GB kommen, bzw. gekommen sind, weil ich noch nicht davon überzeugt bin, daß es dort mehr als Einzelfälle gibt.

Bevor nicht geklärt ist, ob es Populationen gibt, sehe ich keinen Grund, über deren Herkunft zu diskutieren.

schöne Grüße

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Beitragvon Aelfwine » 28.08.2005 23:03

Leider doch für die Katz. Da es ja nicht um die Frage der Herkunft der BBC, falls es sie gibt, ging in dem was ich schrieb, sondern darum ob eine einzelne, gefangene oder getötete Grosskatze ein endgültiger Beweis wäre und ferner noch ging es um den "I want to believe" Satz.
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Beitragvon Kouprey » 29.08.2005 09:26

Einzelne lebende bzw. tote Wildfeliden hat man in GB wie gesagt schon wiederholt gefunden. Entscheidend ist aber, ob sich tatsächlich jetzt, 20 Jahre später, wildlebende, sich fortpflanzende Populationen von Wildfeliden in GB befinden-und dafür ist die Beweislage eher dürftig.
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Beitragvon jersy » 29.08.2005 12:15

hallo,
dem satz "i want to belive" bin ich in diesem forum nur sehr selten begegnet. vieleicht sollte man noch anfügen "i want to belive- but i need facts"
der weitaus häufigere satz, der mir hier immer wieder begegnet ist ein anderer:
"i want to know" . :bindafür:

in gewisser weise hat tobias, für mein verständniss, recht.
glaube und wissenschaft an sich vertragen sich nicht mit einem gleichzeitigem anspruch an objektivität. bevor ich hier falsch verstanden werde , werd ich mich näher erklären, auch wenn tobias das weiter oben schon gut gemacht hat.

der glaube an eine bestimmte tier,- oder kryptidenart hat ja nun ersteinmal nichts mit den echten gegebenheiten vor ort zu tun( bestes beispiel ist für mich hier nessie ) und ist eigentlich nur die hoffnung, es möge doch noch so ein tier rumschwimmen. mit dem wissen um die biodiversität des sees würde diese hoffnung aber gen null sinken. wenn sich die schlangenhalssaurier population (die es in diesem fall geben müsste) nicht auf luft als nahrungsquelle angepasst hat, hat man schon die ersten massiven erklärungsschwierigkeiten.

aber bei den bbc´s, liegt die sache etwas anders.
das sind keine plesiosaurier, keine chupas from mars, mokeles oder andere, sagen wir mal, eher sehr unwahrscheinliche kryptiden.
hier sollen real existierende tiere in einem nicht normalen umfeld unterwegs sein.
es gibt ja zig berichte, die ersteinmal nahe legen, daß sich da irgentetwas tut.
da alle zeugen von großen katzen sprechen, gehe ich auch erstmal von katzen aus, unterstelle nicht jedem einen scherz, auch wenn es da bestimmt den einen oder anderen scherzbold darunter gibt, und stelle mir aufgrund der aussage, es handelt sich hier um bekannte tiere die erste frage:
sind derartige tiere als abgängig in den zoos gemeldet?
ok wir wissen
nein.

dann stellen sich für mich schon die nächsten fragen:
1. wo könnten diese tiere herkommen?

2. sind genügend nahrungsquellen vorhanden?

sind diese beiden punkte geklärt und es eine plausieble herkunftsgeschichte gibt und nicht nur lichter am himmel, und genug nahrungsresurcen, könnte man den berichten schon eher nachgehen.
meine vorgehensweise(ich bin kein profi) würde danach folgendermaßen aussehen:
zeugenbefragen und versuchen einen hotspot ausfindig zu machen. in diesem hotspot die wildtierbestände durchgehen und herausfinden, ob die reh, hirsch und andere infrage kommende nahrungstierbestände gleichbleiben oder schwinden.nach anderen aufälligkeiten, wie verschwundene hofhunde oder geplünderte hühnerstelle (kann natürlich auch ein fuchs oder iltis gewesen sein, aber wenns eine großkatze war, sollte man spuren sicherstellen können) suchen. bei genügend geld, fotofallen in gegenden aufstellen, aus denen mehrere sichtungen bekannt sind. undsoweiterundsofort.
am ende stellt sich für mich auch nicht die frage "gibt es bbc´s?"
vielmehr ist meine frage "was ist an der geschichte überhaupt drann?"


noch kurz was zu den von tobias erwähnten rissen, die man fälsche kann:
klar kann man die fälschen, aber wenn ein schäfer seine schafe auf diese weise zu tode bringt, ist das ein totalverlußt, der nicht bezahlt wird. nicht von einer versicherung, denn es gibt ja keine großkatzen in gb ;-)
und auch nicht von der eu.
der schäfer schneidet sich gewissermaßen ins eigene fleisch und schmeißt viel geld weg.
das wäre für mich schon ein anhaltspunkt, dem schäfer mehr zu glauben, als zu denken , daß das ein guter, teurer fake ist.

wenn ich mal alles zusammenzähle an berichten und meldungen kann ich nur sagen
"es deutet einiges auf großkatzen hin, aber bewiesen ist hier noch garnichts"
wie so vieles in der kryptozoologie

schön gruß
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Beitragvon Tobias » 30.08.2005 10:55

Hallo Jersey,

ich stimme in zwei Punkten nicht mit dir überein:

1. anhand der Entwicklungen von eventuellen Beutetieren kann man nicht viel erkennen. Bei der Wilddichte in GB und der (angenommenen maximalen) Dichte von Großkatzen würde sich die Existenz dieser weniger stark auswirken als eine Erhöhung des ländlichen Kraftverkehrs um 20% (was in den letzten 5 Jahren passiert sein dürfte).
Das ist also kein wirklich brauchbarer Anhaltspunkt.

Ich würde eher nach weitergehenden Spuren wie Markierungsstellen, Kratzstellen etc. suchen, was ja auch Leute, die Tiger suchen, tun.

2. Wer sagt, daß man als Brite nicht auf die Idee kommt, einem Schäfer ein altes Schaf abzukaufen, dieses zu töten und entsprechend herzurichten?
Schließlich sind die auch auf Ideen wir Nessie, Kornkreise, Stonehendge und Boiled Pork with mint sauce gekommen.

es gibt in England genug Spaßmacher, denen ich solche Ideen zutraue.

schöne Grüße

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Beitragvon jersy » 30.08.2005 12:06

hallo tobias
zitat:
"...Boiled Pork with mint sauce gekommen. "
in der tat recht merkwürdig. das läßt mich schaudern ;-)

zu punkt 1
ok, die sache mit dem verkehr ist logisch und die bei uns zu hauf umgefahrenen hirsche und rehe fallen warscheinlich nicht besonders in der statistik auf. recht hast du.

zu punkt 2
natürlich ist es leicht sich ein schaf zu besorgen und so zu drapieren, als währe ein panter oder ähnliches darüber hergefallen aber
ich sprach nicht von abgekauften und einzelnd (ohne dazugehörige heerde) aufgefundene tiere, vielmehr meinte ich tatsächlich von dem besitze /schäfer aufgefundene risse, die aus einer heerde herausgerissen wurden.

in einer doku (jaja, immer diese fernsehkryptozoologen ;-) )
über die bbc´s sah ich einen polizisten, der stein und bein schwor, eine große (schwarze?) katze gesehen zu haben. sie hat sich nur ein paar meter von ihm befunden,wie weit genau, weiß ich nicht mehr,und ist durch ihn aufgeschreckt worden. natürlich ist das auch kein beweis, da einige polizisten auch ufos gesehen haben wollen.

das ist ja das dilemma. ich glaube in der regel den cops..,äh polizisten. wenn mir jetzt ein polizist erzählt:
"ich hab da eine verdammt große katze gesehen" hört sich das für mich plausiebler an wie der satz:
"da war eine glühende scheibe am himmel..."
der eine fall ist, für mich, warscheinlicher, als der andere, schon sind wir wieder bei "glauben"
dem einem nehme ich seine aussage eher ab-als dem anderem...

ich stimme mit dir völlig überein, daß diese art "glaube" sich auf fakten stützen muß, die einen bestimmten schluß nahe legen, aber wenn es nicht genügend fakten gibt, aber jede menge indizien...was dann?
das kannst du jeden tag vor gericht sehen, da wird in ermangelung an fakten auch oft nach indizien geurteilt. oder in der wissenschaft:
"alle indizien sprechen dafür/dagegen, also glaube ich, bzw, nehme an...."

es ist echt schwer überzeugungen, indizien und wünsche zu trennen.
wenn es fakten gibt, werden sie manches mal manipuliert oder gar ganz weggelassen, je nach den wünschen und bedurfnissen dessen, die/der daraus entweder einen vorteil erhoffen oder schaden abwenden möchte.

ich persönlich glaube, daß es niemandem möglich ist, ganz und gar ohne tendenzen zu urteilen, ob eine bestimmte sache nun möglich ist oder nicht.
da hat die bildung, die erfahrung und auch der wie auch immer geartete "glaube" (an was auch immer) einfluss.
man, jetzt wirds schwierig und ist eigentlich schon philosophie :lach:

mir bleibt nur, mich auf alle möglichen indizien und fakten zu stützen und meine hoffnung (vieleicht gibts ja bbc´s und co) so weit wie möglich zu unterdrücken.
im übrigen halte ich den satz "i want to belive" für im kern schon nicht richtg und machbar.

schön gruß
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Beitragvon Shielagh » 05.09.2005 14:56

Mark Fraser von der "British Big Cat Research Group" und Mark North vom "Centre for Fortean Zoology" tragen jeden Monat von Neuem aktuelle BBC-Sichtungen zusammen, listen sie auf und machen sie in einem Bericht öffentlich. Im Juli 2005 verzeichneten sie insgesamt fünfzehn Berichte über schwarze Großkatzen, fünf über braune pumaartige Tiere, zwei Angriffe auf Nutzvieh sowie einen Bericht, dem sogar ein Foto der Katze beigelegt war. (Diese Aufnahme zeigte jedoch lediglich eine 14 Kilogramm schwere schwarze Hauskatze, die in der Nähe ihres Wohnortes in Devon schon mehrere Male fälschlicherweise für einen Panther gehalten wurde.)
Chris Moiser, Zoologe und Autor verschiedener Bücher zum Thema, lobt die Forscher und ihre Assistenten für ihre Arbeit. Die Analyse der BBC-Daten sei dank der monatlichen Berichte nun sehr viel besser möglich, als es noch bei jährlichen Zusammenfassungen der Fall war.

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Beitragvon Sven » 05.09.2005 15:51

Eine 14 Kilo Katze??? Wer soll das denn glauben? Die könnte ja gar nich mehr laufen so Fett müsste die sein. Ein Luchs schafft 14 Kilo, aber keine Hauskatze... Beim besten Willen nicht. :ja:

MfG Sven
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Beitragvon Shielagh » 05.09.2005 16:00

Gut, vielleicht nicht ganz... Aber wenn ich die "28 pound", von denen im Originaltext die Rede war, ganz genau umrechne, komme ich immer noch auf 12,7 Kilo...
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Beitragvon Kouprey » 05.09.2005 16:11

Tut mir leid Dich korrigieren zu müssen, aber überfütterte Hauskatzen bringen in Ausnahmefällen 15-20 kg auf die Waage; Maine Coon Kater sind im Durchschnitt 9 kg schwer.

http://gxpmall.bizland.com/fat_cat22.jpg
http://www.dbeyr.com/images/fat_cat3.jpg
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Beitragvon Shielagh » 05.09.2005 18:54

Dabei fällt mir Schneeball, die Monsterkatze ein... Die war allerdings ein Hoax:
http://www.museumofhoaxes.com/photos/im ... owball.gif
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Beitragvon Shielagh » 07.09.2005 16:36

Zwei Ereignisse in den letzten Wochen deuten darauf hin, dass mindestens eine große Raubkatze die ländliche Gegend des englischen Welwyn Hatfield durchstreift.

Der 19-jährige Jamie Banham fuhr des Nachts zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund Ian Allen die A1000 entlang, als sie plötzlich im Licht ihrer Scheinwerfer einen "riesigen, schwarzen Panther" erblickten:
"Wir fuhren die Straße hinunter, und alles, was wir zunächst sahen, war ein Paar schimmernder, gelber Augen. Erst dachten wir, das sei ein Hund oder sogar ein Wolf, doch dann erkannten wir gut, dass es sich um ein gewaltiges Tier mit den gelben Augen einer Katze handelte. Ich habe so etwas noch nie gesehen."
Jamie, der am Steuer saß, blitzte mit den Scheinwerfern und hupte, sodass das Wesen schließlich im Unterholz neben der Fahrbahn verschwand.
Als die jungen Männer Bekannten von ihrem Erlebnis erzählten, ernteten sie nur wenig Glauben. "Das ist, als hätte man ein UFO gesehen."

Der andere Vorfall ereignete sich vor drei Wochen nahe Essendon. Jeff Leo, 58, war in der Abenddämmerung mit seinen vier Hunden auf Hasenjagd, als eine große, schwarze Katze aus dem Gestrüpp hervorkam. An genau derselben Stelle will Leo bereits ein Jahr zuvor ein ebensolches Tier gesehen haben. Damals hatten es seine Hunde aus einer Hecke herausgetrieben.
"Es war viel größer als eine normale Katze. Ich dachte zuerst, das wäre ein Muntjak, doch dann bemerkte ich, dass es sich anders bewegte. Und es hatte einen sehr langen, dicken Schwanz."

Welwyn & Hatfield Times
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Beitragvon Sven » 07.09.2005 19:02

Hää! Warum ein Muntjak? Erstens sind die sehr klein und seit wann treiben die sich in GB rum?

MfG Sven
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Beitragvon Shielagh » 07.09.2005 19:12

Hach... 14 Kilo, Muntjak... Ich kann doch auch nur das schreiben, was in den Originalmeldungen steht. Vermutlich war ein gewöhnliches Reh gemeint; fragt mich nicht, warum da von einem "muntjac deer" die Rede ist. Du hast Recht, es gibt es keine Muntjaks in Großbritannien. (Es sei aber erwähnt, dass Versuche angestellt wurden, Indische Muntjaks in England einzuführen. Die starben jedoch aufgrund des rauen Klimas wieder aus.) Naja, verzeiht, dass ich diese Angabe einfach übernommen habe...
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