Chupacabra streichen

Forum für Chupacabra und andere "unglaubliche" Kryptide

Chupacabra streichen

Beitragvon Gal Fàn » 20.03.2008 23:18

Hallo hallo,
nein, hier geht es nicht um malende Chupacabras, wie der Titel vielleicht vermuten lässt :D .

Vielmehr möchte ich mal anregen, den Chupacabra aus dem Bereich Kryptozoologie endlich zu streichen.
Aus zigmal bis ins kleinste Detail erörterten Gründen kann der Chupacabra, wie er in der Regel beschrieben wird, nicht existieren, es ist eine biologische und physikalische Unmöglichkeit.
Ebenso wurden vollkommen logische und sinnvolle Erklärungen für das Phänomen ,,ausgesaugter" Tiere und Begleiterscheinungen detailiert durchdiskutiert.
Die Verbindung mit Ausserirdischen Wesen, die häufig mit dem Chupacabra geknüpft wird, trägt ihr übriges dazu bei, dass das ,,Wesen" Chupacabra, von dem meist geredet wird, zum Berei der Aliens und Ufos zählt, nicht zum Bereich Kryptozoologie.
Auch das ,,Phänomen" Chupacabra ist meiner Ansicht nach eher ein reines Biologie-Thema, zum Beispiel relevant für Verhaltensforschung.

Trotzdem kommen immer wieder Diskussionen auf, ob es den Chupacabra denn nicht doch geben könne.

Ich bin deshalb dafür, die betreffenden Erklärungen (etwa den Schneider-Artikel) für das Phänomen Chupacabra für Interessenten bereitzuhalten und das Thema ansonsten aus dem Bereich Kryptozoologie zu streichen.

Jedenfalls so lange, bis endlich tatsächlich das echte ,,Wesen" Chupacabra lebend und gefangen oder eben tot vorliegt.

Mir geht das Chupacabra-Thema langsam echt auf die Nerven :-P
Gal Fàn
 

Beitragvon mafiusu » 21.03.2008 11:40

Ich glaube genauso wenig an den Chupacabra, so wie er immer beschrieben wird.

Aber dennoch, geht es in der Kryptozoologie ja auch um Lebewesen, die noch nicht entdeckt worden sind, aber Vermutungen für dessen Dasein gibt.

So gibt es z.B. auch das Thema Mokele Mbembe, das hier fleissig diskutiert wird, was für mich aber auch nichts anderes ist, als die Geschichte mit dem Chupacabra.
Denn mal ehrlich, es ist schon sehr unwahrscheinlich, dass es noch überlebende Dinosaurier gibt.
Oder die Big Foot Geschichten, die Orang Pendek Storys, usw.

Vielleicht könnte hinter den Chupacabra Geschichten ja auch ein längts bekanntes Wesen stecken, z.B. Vampirfledermäuse?

Auch die Sache mit dem Riesenkalmar, galt einige Zeit als Märchen.
Ich denke, dass der Chupacabra zwar als ein Fall der Kryptozoologie bereitstehen sollte, allerdings erstmal am Rande gestellt.
mafiusu
 

Beitragvon Cronos » 21.03.2008 12:40

Den Riesenkalmar mal wieder als Vergleich zu bemühen, macht hier wirklich keinen Sinn. Beim Chupa handelt es sich um ein Phänomen, das vor allem soziokulturell ist, und das aus unzähligen unterschiedlichen Dingen zusammen geschustert wurde.
So wie der Chupa immer wieder beschrieben wurde, kann er schlichtweg nicht existieren, auch nicht als Vampirfledermaus. Das ganz normale Raubtiere Tiere auf eine Art und Weise töten die identisch mit der von angeblichen Chupa-Opfern ist, wird ja in aller Regel einfach unterschlagen. Auch die ganzen räudigen Hunde und Kojoten, die ja immer wieder gerne als Chupas verkauft werden, aber praktisch nie öffentlich als ganz normale kranke Tiere entlarvt werden sind im Prinzip auch nur ein rein soziokulturelles Phänomen, denn wenn nicht irgendwelche sensationslüsternen Klatschreporter und irgendwelche Phantasten im Internet immer wieder solche Sachen weiterverbreiten würden, anstatt Aufklärung zu betreiben, wäre die Sache nie so groß geworden.
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Beitragvon mafiusu » 21.03.2008 13:13

Ja Cronos, hast schon recht damit. Das mit dem Riesenkalmar ist vielleicht ein schlechtes Beispiel.

Aber was ist mit den anderen Beispielen, Mokele und Big Foot & Co?

Für mich sind dies auch die gleichen Fälle wie mit dem Chupacabra, allerdings scheinen diese Fälle mir weitaus mehr als Kryptozoologisches Thema angesehehn zuwerden.
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Beitragvon Cronos » 21.03.2008 14:15

Nun, bei Mokele ist die Sache bespielsweise etwas differenzierter. Auch wenn es sich sicher nicht um einen Sauropoden oder einen anderen Dinosaurier handelt, könnten hier eventuell noch andere Faktoren, sprich noch unbekannte Tiere eine Rolle spielen, selbst wenn es sich dabei "nur" um etwas so unspektakuläres handeln sollte wie eine bis vor wenigen Jahrhunderten existente Reliktpopulation von im Regenwald eingeschlossener Nashörner (Mokele wird teilweise auch mit einem Horn beschrieben), deren verzerrte Beschreibung mit anderen Mythenwesen verschmolzen ist.
Ich denke Kryptozoologie ist weit mehr als nur das Suchen nach tatsächlich existierender Wesen (denn dann können wir uns bei den potentiell existierenden Arten wohl höchstens auf eine kleine Handvoll spektakulärer Arten beschränken, bei denen diese Möglichkeit bestände), sondern auch ein Erforschen der Hintergründe angeblicher Monster, selbst, oder gerade wenn sie sich als unhaltbar erweisen. Darum hat selbst der Chupa eine gewisse Berechtigung, denn er zeigt sehr gut, wie Mythen und Legenden entstehen können.
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Beitragvon mafiusu » 21.03.2008 15:42

Darum hat selbst der Chupa eine gewisse Berechtigung, denn er zeigt sehr gut, wie Mythen und Legenden entstehen können.


genau. Deshalb sollte es auch als Thema erstmal zur Seite gestellt werden, aber nicht gleich ganz gestrichen.
mafiusu
 

Beitragvon Marozi » 21.03.2008 16:14

Der Chupacabra wird wohl immer diskutiert werden, genauso wie Sauropoden-Mokele, Plesiosaurier-Nessie & Co. :twisted:

Gal Fàn, ich verstehe deine Anregung und teile sie durchaus. Dennoch ist das Thema Chupacabra auch ein kryptozoologisches und daher möchte ich die Threads nicht einfach aus dem Kryptozoologie-Forum verschieben. Mit dem Update auf das neue Forum werden einige Threads jedoch in Unterforen zusammengefasst. Da wird das Thema Chupacabra evtl. dann auch in eines wandern - vielleicht "Mystische und Seltsame"?
"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

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Beitragvon razorback » 22.03.2008 06:36

Cronos hat geschrieben:Ich denke Kryptozoologie ist weit mehr als nur das Suchen nach tatsächlich existierender Wesen (denn dann können wir uns bei den potentiell existierenden Arten wohl höchstens auf eine kleine Handvoll spektakulärer Arten beschränken, bei denen diese Möglichkeit bestände), sondern auch ein Erforschen der Hintergründe angeblicher Monster, selbst, oder gerade wenn sie sich als unhaltbar erweisen. Darum hat selbst der Chupa eine gewisse Berechtigung, denn er zeigt sehr gut, wie Mythen und Legenden entstehen können.


Genau das macht für mich den Reiz aus! Die Grenze zwischen Realität und (Schauer-) Märchen auszuloten, gerade auch was Charakteristika und Verhalten unserer bekannten Fauna betrifft. Die Hintergründe von "Urban Myths" auszuleuchten, besonders auch die psychologischen (Un-) Tiefen. Immer wieder faszinierend ist auch, wie scheinbare wissenschaftliche Fakten bezüglich des Tierverhaltens am Ende doch nur den Zeitgeist widerspiegeln.

Was Monster betrifft, so war für mich hier der Mega-Thread zur "Bestie von Chevaudan" einer der Besten hierzu, da wurde so ziemlich alles gestreift und verwurstet. :wink: Aber auch zum Ziegensauger wird sich noch die eine oder andere amüsante Anekdote finden.
razorback
 

Beitragvon Sauropode » 22.03.2008 10:16

Ich halte den Chupacabra auch für seeehr unwahrscheinlich. Aber Streichen, und da stimme ich Marozi zu, können wir ihn nicht einfach, er ist eben ein "typisches" Kryptid.
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Beitragvon Gal Fàn » 22.03.2008 13:38

War nur eine persönliche Idee :) .

Für mich muss ein Kryptid aber zumindest die Möglichkeit seiner Existenz beinhalten.
Und der typische Chupacabra ist einfach ausgesprochen unmöglich.

Mich stören eigentlich nur immer diese Endlosdiskussionen, die besonders von Neulingen der Kryptozoologie angestoßen werden, da man dann jedes Mal alles neu erzählen muss :D .
Gal Fàn
 


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