@detlef: "ein wenig von der realen Bedeutung dieser beiden Begriffe" scheint anzudeuten, dass Du meine Meinung zu dem Thema für Unsinn hältst...

Doch ich widerspreche hier: ich sehe eine klare Trennlinie zwischen zielgerichteter, akademisch geschulter Kreativität und Phantasie per se. Kreativität ist nicht unbedingt ein Bestandteil der Wissenschaften an sich; da scheint etwas falsch interpretiert worden zu sein. Es kann vielmehr ein Versatzstück im erwähnter wissenschaftlicher Herangehensweise an ein Subjekt sein.
@Gal Fàn: Bzgl. Abgrenzung zwischen erwähntem wissenschaftlichen kreativem Denken und Phantasie per se-s.o. Kreativität ist zudem nicht zwangsläufig immer gefordert-s. auch die bereits erwähnten Beispiele.
Wenn ich z.B. erwähnte Medikamente zusammenstelle, muss ich nicht zwangsläufig kreativ sein; ich muss die jeweiligen physiologischen und pharmakologischen Grundprinzipien und Regel kennen und gewisse Zusatzparameter einkalkulieren. Selbst bei der Präperatwahl bin ich hinsichtlich "kreativer" Anwendungsmöglichkeit dank der AVO meist eingeschränkt. Hier ist durchaus "Neutralität" erforderlich.
Mir scheint allerdings, dass einige meiner bereits erwähnten Hinweise in Bezug auf die seriöse Kryptozoologie schlichtweg überlesen wurden.
Wir haben es hier (im Idealfall) mit einer Richtung in der Zoologie zu tun, die sich mit dem Aufspüren & "Kategorisieren" bislang nicht wissenschaftlich beschriebener Tierarten beschäftigt. Dabei
können (muss aber nicht zwangsläufig) die jeweils nativen Folklore-Elemente, die sich mit der jeweiligen Art beschäftigen, als Hinweise ob Existenz und Identität der Art gesammelt und ausgewertet werden.
Oder aber man marschiert einfach über den lokalen Fisch-/Tiermarkt v.a. in biologischen "Hot-Spots"-Ländern, zum westlichen Fachzoogeschäft zwecks aktueller L-oder C-Welse oder untersucht "alte" bekannte Arten und Archive etwas genauer...
Mit "Phantasie" und Mythologie hat das alles im Grunde recht wenig zu tun.
Allenfalls kommt den landestypischen Sagen und Aberglauben ein gewisser Stellenwert zu, wenn man die jeweils sich dahinter verbergenden Tiere erkennen will-seien es Fehldeutungen, religiöse Überhöhungen oder abergläubische Verbrämungen erklärbarer Tatsachen/Verhaltensweisen. Nicht mehr, nicht weniger.
Den besonderen, hier offenbar von manchen erwünschten Stellenwert verdienen die "Phantasie" und "Mythologie" in der seriösen K. im Grunde ebensowenig wie in der "langweiligen" Zoologie oder anderen Naturwissenschaften. Wer dies anders sieht, ist vielleicht in der Psychologie oder Ethnologie besser aufgehoben...
