Hallo =)!
@Mein Engel: Du alt? Wer sagt das

? Du bist nicht alt, sondern bist wie ein guter Wein, Du reifst und wirst dabei immer nur besser

!
@ Dooley: Ja, kann ich nur empfehlen, das Buch ist wirklich prima =)!
@Thema:
Bei mir war das so, glaube ich...
In den 80ern (ja, in meiner Kindheit, auch ich bin so alt

) gab es ja zuhauf und zu jedem Thema Stickeralbums (die letzthin zu meiner Freude wieder ein bisschen in Mode kommen ^^). Und ich als Tier- und Naturfreund hatte natürlich jedes zB WWF- Stickeralbum, und da waren oft auch Kategorien mit ausgestorbenen Tieren drin. Diese Bilder waren im Gegensatz zu den anderen Bildern, die reale Fotos zeigten, Zeichnungen der Tiere...
Und das hat irgendwie was in mir ausgelöst.
Für mich waren diese Bilder, bzw. diese Tiere, ganz besonders, und das Wissen, dass es diese Tiere
wegen uns nicht mehr gibt, hat sich mir schon damals irreversibel eingeprägt und hat einen meiner Fokusse (Foki? Foken?) ganz energisch in diese Richtung gedrängt.
Ich bin vielleicht im Grunde meiner Seele naiv. Es ist mir bewusst, dass es viele Tiere wegen uns nicht mehr gibt, wie den Dodo oder das Quagga (

), aber ebenso
will ich nicht glauben, dass andere Spezies, die es zu meinen Lebzeiten, die gerade mal 36 Jahre währen, noch gab, nun auch komplett und unwiderruflich weg sind...
Richtig schockiert war ich seinerzeit, als ich erfuhr, wie 2000 die letzte Geiß des Pyrenäen-Steinbocks (Nominatform) von einem Baum erschlagen wurde...
Gerade kurze Zeit vorher hatte ich noch eine Doku über die Pyrenäen gesehen, und mich da an den prächtigen Pyrenäensteinböcken (Nominatform) erfreut, und konnte absolut nicht fassen, dass es diese wunderschönen Tiere nun nicht mehr gibt. Weil wir durch Jagd und Lebensraumzerstörung die Art an den Rand drängten, und ein banaler umfallender Baum dem ganzen ein mitleidiges Ende bereitete... Wann hat ein umfallender Baum schon mal eine Art ausgelöscht? Und genau dieses ständig über den bewussten Arten schwebende Damoklesschwert, dass jederzeit den Knoten endgültig durchtrennen kann, ist so mein Antrieb. Und lässt mich ganz schön auf glühenden Kohlen sitzen, da ich so viele gute Ideen zur Rettung hätte, und auch nicht zögern würde, die umzusetzen, wenn ich nur könnte, und nicht überall die ewige Bürokratie heutiger Zeiten davor stünde...
Nimm den Asiatischen Löwen. Da drängen sich inzwischen in und um Gir über 400 Stück, die sich sogar schon außerhalb des Parkes neu ansiedeln (und da oft vergiftet werden)... Ich würde da nun ca. die Hälfte, also sagen wir 200 Stück, abschöpfen und von Indien über Pakistan, Iran, Irak bis hin in die Negev- Wüste Israels neue Populationen gründen, mit sagen wir jeweils 25 Tieren.
Allein Iran hätte über 8000 km ² Schutzgebiet, in denen Löwen leben könnten. Vergleicht man das mit den knapp 1150 km ², die das gesamte Schutzgebiet mit und um Gir aufweist, könnte man sich leicht ausrechnen, dass mit etwas gutem Willen und Management der Asiatische Löwe somit aus dem Schneider wäre...
Auch in der Negev stünden bis zu 2000- 2500 km² löwen- geeignetes Habitat zur Verfügung, die weiteren bis zu 700 Löwen als Lebensraum dienen könnten, die man aufgrund der Nähe zu Afrika eventuell ein bisschen mit den nordöstlichsten noch lebenden Afrikanischen Löwen mixen könnte, um die genetische Vielfalt der auf nur 20 Resttieren basierenden Asiaten wieder etwas aufzumöbeln. Ich wäre nicht so verwegen, die auch im restlichen nahen Osten wie Jordanien oder Syrien wieder anzusiedeln, oder gar in der Türkei/ Griechenland, aber ich würde kräftig dafür sorgen, dass sie wieder breite Basis finden.
Denn man bedenke: Bräche in Gir die Staupe aus wie seinerzeit in der Serengeti, die dort unter anderem alle Afrikanischen Wildhunde nebst ca. 1000 Löwen dahinraffte, wäre der Zauber mit den genetisch wesentlich unvariableren und damit mutmaßlich viel anfälligeren Asiatischen Löwen in Freiheit ratzfatz vorbei. Hätte man die über ganz Südwestasien verteilt, stünden die Chancen erheblich besser für sie...
Aber ich glaube, ich schweife ab *hüstel* ^^...
Bin also eventuell mehr der An- angeblich- verstorbene- Tiere- Glauber und der Den- gerade- noch- Existierenden- Helfenwoller, und den etwa gleichen Stellenwert hat dadurch für mich auch das An- noch- nicht- entdeckte- Tiere- Glauben und -Suchen, wobei das eine das andere ja nicht ausschliesst, sondern durchaus Hand in Hand daherkommen kann ^^!
Grüße, Andreas