"Luska" - Der Meeresaffe der Bahamas

See-, Fluß- und Meeresungeheuer

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"Luska" - Der Meeresaffe der Bahamas

Beitragvon Shielagh » 19.02.2004 13:08

Auf den Bahamas erzählt man sich die Legende von „Luska“, einem Meeresungeheuer von bizarrem Aussehen. Es soll einen Schlangenhals tragen, auf dem ein affenähnlicher Kopf mit menschlichen Augen sitzt. Das Fabelwesen haust in Höhlen und frisst gern Menschen.
Das klingt wie eine typische Gruselgeschichte, die man kleinen Kindern erzählt, um sie vom tiefen Wasser fernzuhalten. Doch steckt vielleicht mehr dahinter? Dafür spricht zumindest die merkwürdige Beobachtung eines erfahrenen Berufstauchers aus Miami im Jahr 1968:
„Wir waren südlich von Great Isaac Light dicht an der Abbruchkante des Kontinentalsockels. Ich ließ mich langsam an einer Schleppleine von einem zehn Meter langen Boot ziehen, das speziell für Tauch- und Rettungsarbeiten konstruiert war, und sah mir den Boden an, einen sandigen Boden in 13 Metern Tiefe. Ich war selbst tief genug, um unter dem Boot nach vorne durchschauen zu können. Auf einmal wurde eine Art runde Schildkröte oder ein großer Fisch – ungefähr 180 Pfund schwer – sichtbar. Ich ging tiefer, um besser sehen zu können. Das Tier drehte sich um und blickte mich in einem Winkel von 20 Grad an. Es hatte das Gesicht eines Affen und einen weit nach vorn gestreckten Kopf. Der Hals war viel länger als bei einer Schildkröte – mindestens viermal so lang wie der eines Menschen. Das Ungeheuer wand den Hals wie eine Schlange, während es mich beäugte. Die Augen glichen denen eines Menschen, waren aber größer. Es sah aus wie das Gesicht eines Affen mit speziell für das Leben im Wasser angepassten Augen. Nach einem letzten prüfenden Blick entfernte es sich durch eine von unten kommende Antriebskraft.“
Leider wird nirgendwo erwähnt, wie der Körper des Tieres aussah. Es werden nur Kopf und Hals beschrieben. Hat jemand eine Idee, was der Taucher (wenn die Geschichte denn wahr ist) gesehen haben könnte? Vielleicht doch nur eine große Schildkröte, womöglich mit auffälliger Zeichnung, die an ein Gesicht erinnert?
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Beitragvon Thylacinus » 19.02.2004 13:17

Evtl. auch eine Robbe? Grosse Menschenähliche Augen, Affiges Gesicht, Mönchrobben/Seeelefanten/Seehunde kämen da schon in Frage.
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Beitragvon Divemaster » 21.02.2004 09:26

Ich musste auch spontan an eine Robbe denken das einzige was mich stört ist die becshreibung des Halses etc. und ich weiß ja nicht genau wo das beschrieben Areal liegt ob dort Land in der nähe ist oder nicht wenn nicht nehme ich abstand von der Robbentheorie. Es könnte sich auch um ein Manatee gehandelt haben die wurden ja früher auch öfter für Meerjungfrauen gehalten und sind auch in diesem Teil der wELT unterwegs.


Oder er hatte schlechte Luft im Tank und dadurch halos :gaga: (nicht lachen iss alles möglich und 1968 waren die Sicherheitsbestimmungen beiu weitem ja noch nicht wie heut...)
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Beitragvon Thylacinus » 21.02.2004 11:00

Ähm, Robben können auch sehr weit entfernt von Land unterwegs sein. Viele Robbenarten suchen Land nur während der Paarung/Wurfzeit auf und besonders die Männchen einiger Arten sind fast immer im Wasser. Halslänge könnte durch eine schlechte Taucherbrille o.ä. entstanden sein.
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Beitragvon Kouprey » 15.03.2005 21:41

Erinnert mich irgendwie an den "Seeaffen" Georg Wilhelm Steller's...

http://www.geocities.com/Area51/Stargat ... guide.html
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Re: "Luska" - Der Meeresaffe der Bahamas

Beitragvon Platypus » 16.03.2005 11:52

Shielagh hat geschrieben:Es hatte das Gesicht eines Affen und einen weit nach vorn gestreckten Kopf. Der Hals war viel länger als bei einer Schildkröte – mindestens viermal so lang wie der eines Menschen. Das Ungeheuer wand den Hals wie eine Schlange, während es mich beäugte. Die Augen glichen denen eines Menschen, waren aber größer. Es sah aus wie das Gesicht eines Affen mit speziell für das Leben im Wasser angepassten Augen. Nach einem letzten prüfenden Blick entfernte es sich durch eine von unten kommende Antriebskraft.“


Also haben Menschen an das Wasser angepasste Augen :roll:

Der ganze Bericht erscheint mir verworren und im Eindruck dieser Sage entstanden zu sein: Welcher normale Amerikaner würde neben einem affenähnlichen Gesicht auch noch extra menschenähnliche Augen erwähnen? Ich zumindest sehe keinen großen Unterschied zwischen Affen- und Menschenaugen. Auffällig ist auch, dass lediglich, die in der Sage erwähnten besonderen Körpermerkmale des "Lusaka" beschrieben werden, Hals und Kopf. Wenn der Zeuge sich schon zu einer recht genauen Gewichtsangabe hinreißen lässt, müsste er doch auch den Rest des Körpers gesehen haben, warum erwänt er ihn dann nicht?

Mich würde die Quelle dieser Gesichte interessieren, Shielagh :ja:
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Beitragvon Aelfwine » 16.03.2005 15:06

Also haben Menschen an das Wasser angepasste Augen


Wer sagt denn sowas? Ich hab den zitierten Zeugen so verstanden, dass die Kreatur Augen hatte, die auf den ersten Blick Ähnlichlichkeit mit denen von Menschen hatten. Ich glaube nicht, dass er ihren inneren Aufbau gemeint hat. Wenn man eine Kreatur beschreiben soll, die man noch nie zuvor gesehen hat, ist es doch naheliegend auf bekannte Beispiele zurückzugreifen. Mit anderen Worten: Ich glaub er hat einfach versucht seinen Eindruck widerzugeben und keinesfalls nähere Angaben über die genaue Funktionsweise zu machen.

Weiterhin denke ich, dass aus dem Bericht klar wird, dass sich die Begegnung einige Meter unter Wasser abgespielt hat. Der restliche Körper der Kreatur war anscheinend noch tiefer als Hals und Kopf. Ich könnte mir gut vorstellen, dass zB durch den Schatten des Boots, oder wodurch auch immer, der Rumpf der Kreatur nur schemenhaft zu erkennen war. Ich persönlich interpretiere die Beschreibung des Rumpfs als :"Entfernt an den einer Schildkröte erinnernd mit einem geschätzten Gewicht um die 90 Kilo."

Rätselhaft ist mir jedoch was er mit "durch eine von unten kommende Antriebskraft" gemeint hat. Vielleicht so etwas wie mit hohem Druck ausgestossenes Wasser, wie bei Kalmaren? Also quasi eine Art Düsenantrieb?

Vielleicht könnte einer von Euch eine Zeichnung anfertigen. Ich könnte auch notfalls, bin aber sehr aus der Übung und sicher nicht die beste Wahl. :)
Aelfwine
 

Beitragvon Shielagh » 16.03.2005 15:43

Mich würde die Quelle dieser Gesichte interessieren, Shielagh


Ich habe den Bericht in dem zugegebenermaßen nicht wirklich wissenschaftlich hochwertigen Buch "Ufos, Ungeheuer, dunkle Mächte" von Friedrich Lorenz gelesen.
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Beitragvon Kouprey » 16.03.2005 18:47

Vielleicht lässt sich das gesehene Tier als folgendes identifizieren:
http://www.pinnipeds.org/species/caribmnk.htm
Die Karibische Mönchsrobbe soll zwar seit 1952 ausgerottet worden sein-vielleicht lebten zur Zeit der Sichtung aber noch ein paar Restexemplare.
http://www.stockpix.com/stock/animals/extinct/10377.jpg
http://oceanexplorer.noaa.gov/explorati ... le_600.jpg
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Beitragvon Shielagh » 16.03.2005 20:05

In dem Zusammenhang eine Nachricht aus dem Forum vom 19.02.2004:

Thylacinus hat geschrieben:Die karibische Mönchsrobbe Monachus tropicalis, gilt seit 1952 als ausgestorben, doch ein Viertel der Fischer in der Karibik will diese Robbe beobachtet haben, dies erbrachte eine Umfrage bei den Fischern. Sichtungen in den letzten 50 Jahren könnten jedoch ein Überleben untermauern, leider verirrt sich auch die arktische Robbenart Cystophora cristata mittlerweile immer häufiger in die Karibik, sie scheint die Nische der Mönchsrobbe dort einzunehmen, daher könnten Sichtungen auch auf diese Art zurück zu führen sein.


Es lässt sich nicht abstreiten, dass eine entfernte Ähnlichkeit zwischen einem Robben- und einem Affengesicht besteht. Aber trotzdem gehe ich davon aus, dass ein Taucher - sofern er sich in einem normalen Bewusstseinszustand befindet - eine Robbe auch als eine solche identifizieren kann und nicht noch einen schlangenartigen Hals dazudichtet.
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Beitragvon Kouprey » 16.03.2005 22:30

Wie man einem rezenten Bericht über Mittelmeer-Mönchsrobbem entnehmen kann, sind diese Tiere vilerorts so schnell, dass man kaum genaueres erkennen kann. Vielleicht war der Taucher überrascht vom plötzlichen Auftauchen eines ihm in diesem Gewässer unbekannten Tieres und hatte dementsprechend Identifikationsschwierigkeiten?
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Beitragvon Divemaster » 17.03.2005 10:46

Ich bleibe dabei unn sage er hatte schlechte Luft im Tank und dadurch HALOS(da wird schnell aus einem Hering ein Megalodon oder eben aus ner Schildkröte ein Luska)


Gruß
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Beitragvon Matjes » 17.03.2005 13:50

Hallo!

Ich glaube diese Geschichte mit "schlechter Luft im Tank" nicht - eher an einen Tiefenrausch, wobei allerdings auch dort meines Wissens nach keine halluzinatorischen Auswirkungen auftreten!

Was soll denn "schlechte" Luft sein? Wäre mir neu, dass CO oder Reste von Schmierfetten Halluzinationen auslösen. Ich glaube, da hat ein Taucher schon weit dringendere Probleme!!!

Gruss
Matjes
 

Beitragvon jersy » 17.03.2005 16:20

@Matjes:

Tiefenrausch:

Symptome

* optische Sinnestäuschungen wie falsches Farbensehen, Tunnelblick
* akustische Sinnestäuschungen, Fische beginnen zu sprechen
* Euphorie
* eingeschränkte Urteilskraft bis zur Sorglosigkeit
* Angstgefühle, Beklemmungen
* Bewusstseinstrübungen bis hin zur Bewusstlosigkeit

Es wird sogar von absurdem Tun berichtet, wie dem Herausnehmen des Lungenautomaten, um die Fische mit Sauerstoff zu versorgen.


Quelle: http://www.m-ww.de/krankheiten/tauchkra ... ausch.html


Allerdings steht dort auch,das der Tiefenrausch erst ab ca 30m eintritt.
nach dem obigen Bericht war der Taucher aber nur in 13m tiefe und "etwas tiefer" unterwegs.Ein "normaler Tiefenrausch" scheidet daher für mich aus.
Was der ungenannte Taucher wirklich gesehen hat,bleibt wohl im dunkeln

Schön Gruß
jersy
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Beitragvon Matjes » 18.03.2005 11:12

Hallo!

@jersy

Lies mal meinen Beitrag :-)
Ich vermute ja am ehesten einen Tiefenrausch. Gut, auf 13m ist das natürlich schon eher seltsam!
Dennoch sind direkte Angaben zum Tiefenrausch (zu der Tiefe, ab der er auftritt) einfach nicht 100%ig korrekt, da die bekannten physiologischen (eher neurologoischen) Auswirkungen von Stickstoff zwar ab bestimmten Partialdrücken ein nicht zu unterschätzendes Gefährdungspotential aufweisen, diese Auswirkungen aber eindeutig auch von der körperlichen Konsitution des Tauchers und seiner Tagesform abhängig sind.
Natürlich sind die halluzinatorischen Auswirkungen des Tiefenrauschs extreme Formen, jeder der selbst taucht, wird bestätigen können, dass sich der Tiefenrausch im Normalfall allerdings eher durch eine etwas verzögerte Wahrnehmung äussert. Und auch da kann man je nach tagesform und Gewöhnung eben schon mal auf 25m was merken oder eben auch auf 40m nocn nichts!
Natürlich gibt es Tiefen, ab denen der Partialdrick von Stickstoff so hoch ist, dass sich ein Tiefenrausch nicht mehr wegleugnen lässt, aber die liegen WEIT unterhalb von 13m (und größtenteils auch weit unterhalb von 30m)

Gruss
Matjes
 

Beitragvon jersy » 18.03.2005 11:40

Ja,das mein ich doch :happy:
War ja kein Klugscheißen von meiner Seite,ich bezog mich nur auf:

"Ich glaube diese Geschichte mit "schlechter Luft im Tank" nicht - eher an einen Tiefenrausch, wobei allerdings auch dort meines Wissens nach keine halluzinatorischen Auswirkungen auftreten! "

Ich selber bin kein Gerätetaucher ,kann mich also nur auf die Angaben
von Profis verlassen.Und wenn man schon den Fischen ´nen happs gepressten Sauerstoff
anbieten will...da denke ich schon,das da was nicht ganz richtig sein kann :shock:

Aber wie gesagt 13m.Ergo-kein Rausch,jedenfalls keiner,der von der tiefe
herrührt.

Schön´ Gruß
jersy
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Beitragvon Divemaster » 18.03.2005 12:30

So mal zum Thema Tiefenrausch also bei 13Metern absolut nicht möglich egal wie die Tagesform auch iss oder die körperliche Fitness des Tauchers
ab 25 geb ich Dir recht aber darüber unwahrscheinlich und da ich aus Erfahrung spreche iss ein Tiefenrausch schon ziemlich heftig was die Halos angeht, jedoch wie gesagt Tiefenrausch ist bei der betauchten Tiefe auszuschließen...
ZUm Thema schlechte Luft auch diese Erfahrung hab ich leider machen müssen da haben ein paar unerfahrene Boys ein auto in der Nähe des Kompressors geparkt und laufen lassen während der Füllung ich hatte Göück unn bin nach 5min wieder hoch weil die Luft auch irgendwie komisch geschmeckt hat aber ich hatte Halos(Lichtblitze, Farben etc) und das Bier hat den ganzen TAg nicht mehr so richtig geschmeckt(aber 5Tauchgänge für die umme waren dann ne gute Entschädigung...) :happy:

So das war mal aussem Nähkästchen....

Gruß
Divemaster
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Beitragvon jersy » 18.03.2005 13:34

Hoffe,das Bier schmeckt wieder?
Dann lieber 10 Nessies,20 Waterapes und ne Handvoll Salties,als daß das
Bier nicht mehr schmeckt...
jersy
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Beitragvon Majiy » 23.03.2005 20:17

Bei der Beschreibung hab ich an eine Lederschildkröte denken müssen (hab ich mal in einer Doku geshen, und die Viecher sehen wirklich seltsam aus), hab dann aber mal nach Bilder gesucht, und mit Affen kann man die Gesichter beim besten Willen nicht vergleichen.
Majiy
 

Re: "Luska" - Der Meeresaffe der Bahamas

Beitragvon lake monster fan » 10.03.2017 23:36

Ja das kenne Ich Ich habe den Abschnitt gelesen in Das Bermuda Dreieck und Spurlos von Charles Berlitz hört sich unglaubwürdig an zumal es nur einmal
gesichtet wurde.... aber es könnte sein an vielen Sagen ist in der Tat etwas wahres dran
lake monster fan
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Re:

Beitragvon lake monster fan » 10.03.2017 23:42

Es könnte auch ein japanischer Kappa sein bloß wie kommt der in den Atlantischen Ozean??? Der Kappa ist eine besondere Hybride: ein Affe mit Schildkrotenpanzer und Froschbeinen,
der in Japan in Flüssen, Seen und Tümpeln lebt.
lake monster fan
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