31 | 10 | 2014
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Rückblick: Elfenbeinspechtsichtung Mai 2007

Kryptozoologie-NewslogoSeit drei Jahren sind Ornithologen im östlichen Arkansas auf der Suche nach dem Elfenbeinspecht - und haben doch keinen gesichtet. Keinem ist es bisher gelungen, ein scharfes Bild des großen Vogels zu schießen, egal ob Foto oder Video.

Der Biologe Allan Mueller, Vogelschutzmanager für The Nature Conservancy in Arkansas, hingegen will ein Individuum im Mai 2007 gesehen haben. Aber leider verlief die Begegnung so schnell, dass er keine Möglichkeit hatte den Vogel zu filmen. „Wir hörten Rufe, wir hörten die Doppel-Klopfe, welche ein deutliches Merkmal sind, dass der Elfenbeinspecht auf einen Baum klopft. Es sind nur zwei sehr schnelle Schläge auf einen Baum. Bam. Bam." Andere außerhalb des Teams hatten über Sichtungen berichtet, so Mueller, weshalb er und seine Suchmannschaft sich entschieden mit dem Boot rauszufahren und nachzusehen. Während seine Partner am Ufer suchten, wanderte Mueller in den Wald. „Ich sah einen großen Vogel, einen großen Specht, der in meine Richtung flog. Alles was ich weiß, was ich da wusste, war, dass ein großer Specht auf mich zukam. So schenkte ich ihm natürlich Beachtung. Etwa 30 Meter von mir entfernt machte er eine komplette Kehrtwende. Und als er diese Kehrtwende machte, floh er in ein sonniges Gebiet wo ich die Möglichkeit hatte einen sehr guten Blick auf die Oberseite des Vogels zu werfen, die Oberseite des Flügels mit einer schwarzen, sehr glänzenden schwarzen Vorderseite und sehr weißem hellen Rand des Flügels. Und genauso schnell war es auch vorbei."

Bis heute wurden etwa 9,6 Millionen US-Dollar für den Erhalt des entsprechenden Verbreitungsgebietes ausgegeben, darunter etwa zwei Millionen allein für die Suche nach dem Vogel in Arkansas und anderswo. Trotz der Zweifel einiger Wissenschaftler, bleiben viele Forscher überzeugt davon, dass der Vogel überlebt hat. „Er war immer einer dieser Ikonen der Vogelforschungswelt, eine Ikone der tiefen Wälder. Er hat diesen erstaunlichen Platz in den Gedanken und im Herzen der Leute," meint Laurie Fenwood, Koordinatorin des U.S. Fish and Wildlife Service für den Elfenbeinspecht in Atlanta.

 

Globster bei Traittland, Ronsay, 1894

Dracontologie-NewslogoAm 18. September 1894 berichtete der Gloucester Citizen über ein Seeungeheuer bei Traittland, Ronsay (gemeint ist die Orkney-Insel Rousay). In Folge wurde wohl weltweit berichtet, so u. a. im australischen Mercury:

Seeschlange.

Am 18. September wurde berichtet, dass ein Seemonster, ‚etwa 4 Meter lang, mit einem Rücken wie ein Elefant, zwei Reihen fürchterlich aussehender Zähne im Oberkiefer, einer Schnauze wie ein Nashorn und bedeckt mit grau-gefärbten Borsten‘ – mit anderen Worten ‚die Seeschlange“ – angeschwemmt wurde, tot, bei Traittland, Ronsay, und nahe Kirkwall begraben wurde.


Aus dem Gloucester Citizen kann hinzugefügt werden, dass es „einem Walross ähnelt, zwischen 3 bis 4 Meter lang, und in einem verfaulten Status ist.

Während Dr. Heuvelmans in seinem Buch „In the Wake of the Sea Serpent“ über eine Riesenhai-Identität spekuliert - vermutlich anhand der „Borsten“ und der zwei Reihen von Zähnen – schließt der Autor Glen Vaudrey (in: Vaudrey, G. (2012). Sea Serpent Carcasses: Scotland – From the Stronsa Monster to Loch Ness. Bideford: CFZ Press.) dies aus. Zwar ist sein Hauptargument, ein Riesenhai habe keine Zähne, nicht korrekt, andererseits können die winzigen Zähnchen des Hais aber auch nicht als „fürchterlich“ bezeichnet werden. Hier stellt er sich vielmehr die Frage, ob es sich nicht um einen umherziehenden Pinnipedia handelte. In diesem Fall eventuell - wie auch in der Beschreibung erwähnt - um ein Walross (Odobenus rosmarus). Tatsächlich erreichen diese gelegentlich die Schottische Küste, das letzte bekannte wurde erst Anfang März vor der Orkney-Insel North Ronaldsay fotografiert: http://www.bbc.co.uk/news/uk-scotland-n ... d-21647421.

Kyptozoologie-Umschau 81

Umschau-LogoBigfoot-Eulen, lebende Dinosaurier, Schweizer Panther und andere ABC's, räudige Chupacabras, Jubiläen von Kryptiden, Nessie-Hexer, Bloop-Eisberge und über allem eine DNA-Analyse von Bigfoot's Haaren. Viel war los in den letzten Monaten, viel Spaß beim stöbern in den Links!
Die Links sind chronologisch nach ihrem Veröffentlichungsdatum sortiert.

Kryptozoologie allgemein

 

Kryptozoologie-Umschau 80

Logo Kryptozoologie-UmschauDie letzten Monate waren abwechslungsreich, turbulent, arbeitsreich, frustrierend, hektisch, belustigend, mühsam und vor allem anstrengend. Mittlerweile ist der Umzug überstanden und die Dinge nähern sich allmählich dem, was man allgemein als Alltag bezeichnet. Dies lässt - trotz zahlreicher Artikelprojekten und Recherchearbeit - wieder etwas Freiraum um zum Beispiel die Kryptozoologie-Umschau zusammenzustellen. Im folgenden kategorisiert, aber weitgehend ungeordnet, die Artikel- und Nachrichtenlinks der vergangenen Monate:

Die vergangenen Monate waren hektisch, betriebsam und nervenaufreibend. Dennoch... der Umzug ist geschafft und obzwar Normalität noch immer ein Fremdwort ist, kehrt mittlerweile wieder ein gewisser Alltag ein. Zumindest ist der Zugriff auf die für mich wichtige Literatur wieder ohne mindestens zehn Kisten zu durchwühlen möglich... Mit "leichter" Verzögerung daher nun die Kryptozoologie-Umschau der letzten Monate:

Kryptozoologie

Peer-review-Journal of Cryptozoology

Logo des Journal of CryptozoologyNachdem für die International Society of Cryptozoology mit dem eigenen "Ende" auch das Ende für das dort herausgegebene kryptozoologische Fachmagazin "Cryptozoology" kam, gab es international kein vergleichbares Werk. Mit der jährlichen Publikation des "Kraken" des Naturkundemuseum Lausanne (Schweiz), die Dr. Bernard Heuvelmans umfangreiches Archiv erbten, gab es seit 2008 zumindest wieder ein solches in die richtige Richtung. Leider konnte aber schon 2010, bedingt durch Umbaumaßnahmen und fehlende interne Ressourcen, keine weitere Ausgabe mehr veröffentlicht werden. Diese Lücke will der englische (Krypto-)Zoologe Dr. Karl P. N. Shuker zusammen mit dem Centre for Fortean Zoology nun wieder schließen. Das "Journal of Cryptozoology" soll dabei denselben Standards folgen wie einstmals das ISC-Journal beziehungsweise andere wissenschaftliche Fachblätter. Um dies zu gewährleisten wurden bzw. werden zwei "Peer-review"-Panel gebildet, das erste bestehend aus zehn Wissenschaftlern und Experten:

  • Professor Tom Gilbert, Evolutionsbiologe vom Naturkundlichen Museum der Universität Kopenhagen
  • Professor Colin Peter Groves, Bioanthropologie (Australian National University)
  • Dr. Paul LeBlond, Prof. em. (University of British Columbia)
  • Dr. Adrienne Mayor, Volkskundle (Stanford University)
  • Dr. Darren Naish, Paläontologie (University of Portsmouth)
  • Brian Regal und Professor Christine Janis, Evolutionsbiologie
  • Lars Thomas, Genetik
  • David Waldron, CFZ-Forscher und Fotograf
  • Charles Paxton, Verhaltensbioloiee und Ökologie (University of St. Andrews)


Ihre Aufgabe wird es sein, den wissenschaftlichen Inhalt und die Präsentation der Papers zu prüfen. Daneben wird ein zweites technischeres Panel geben, das Papers kritisch prüfen soll auf Feldarbeit, Computernutzung, Fotografie, Interviewtechniken usw.

Jede Ausgabe des neuen Fachmagazins soll mindestens vier Fachartikel beinhalten, entweder Diskussionen, Artikelbesprechungen, Forschungspapers oder Feldberichte.

Alle weiteren Neuigkeiten hierzu, die Bedingungen um einen Beitrag einzureichen usw. auf Karl Shukers Blog.

Pseudo-Plesiosaurier von Amberley Beach, Neuseeland

Dracontologie-NewslogoVor mehr als 30 Jahren wurde an Amberley Beach, einem Strand nördlich von Christchurch (North Canterbury, Neuseeland) ein großer Seeungeheuer-Kadaver angeschwemmt gefunden. Dank der Analyse von Wissenschaftlern unter anderem der Univerität von Otago, konnte die Identität der Kreatur nun gelüftet werden.

Die Tierleiche war mehr als 11,5 Meter lang, besaß einen langen „Hals“ von mehr als 1,5 Metern Länge und „flügel-ähnlich“ erscheinende Strukturen sowie federartige Fasern. Der heute 81jährige Peter Ritchie wunderte sich seit 1977, was er da am Strand gefunden hatte. Trotz seiner Erfahrung als Taxidermist und Fischer, war er anfänglich „total, total in Ehrfurcht“ vor dieser Kreatur und konnte sich für Dekaden keinen Reim auf ihre Identität machen. Umsichtig fertigte er damals sieben Fotografien an und nahm den Schädel an sich, den er dem Canterbury Museum übergab.

Die Museumsangestellten gingen von einem Mitglied der Haie aus, ebenso wie die ebenfalls befragten Beschäftigten des amerikanischen Denver Museum of Nature and Science. Dennoch blieben Ritchie hieran Zweifel. Mehr als dreißig Jahre später gab ein Freund die Fotografien an das New Zealand Marine Studies Centre der Universität von Otago und ebenfalls an Te Papa zur neuerlichen Analyse. Das Marine Studies Centre zog zudem den Universitäts-Paläontologen Professor Ewan Fordyce hinzu und selbiger seinen amerikanischen Kollegen Professor Michael Gottfried von der Michigan State University. Unisono kam man zum Schluss, dass es sich um einen Riesenhai (Cetorhinus maximus) gehandelt hat.

Dennoch blieben Ritchie Zweifel und Glaube, die Kreatur besäße Eigenschaften wie sie nicht bei Haien gefunden werden, so dass es sich möglicherweise um einen Plesiosaurier handelte. Zudem spekulierte er, ob es sich bei seinem Fund nicht vielleicht um den Kadaver handle, der wenige Monate zuvor etwa fünfzig Kilometer vor Christchurch an Bord des japanischen Trawlers Zuyio Maru gezogen und dann wieder dem Meer überlassen wurde. Dabei ist jedoch auch zu bedenken, dass Riesenhaie laut Otago Daily Times nach einer Studie relativ oft vor Neuseeland durch kommerziellen Fischfang gefangen oder – meistens im Frühjahr und Sommer – relativ nahe an der Küste gesichtet werden.

Professor Fordyce sagte, der lange „Hals“ erscheint ihm die Wirbelsäule zu sein. Die „flügel-artigen“ Strukturen die stark verwesten Vorderflossen und einige der „faden-artigen“ Strukturen erscheinen ihm verrottetes Gewebe, wahrscheinlich widerstandsfähigere Fasern eines kollagen-artigen Materials.

In der Zusammenschau gibt es durch den Konsens der Wissenschaftler, das zu einem Pseudo-Plesiosaurier insgesamt passende Bild und vor allem natürlich den untersuchten Schädel keinen Raum für Zweifel wie Peter Ritchie sie hat.

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Das s/w-farbene Logo des ISC besteht aus einem von der Seite gezeichneten Okapi in der Mitte eines Doppelkreises in dem in der oberen Bogenhälfte der Schriftzug "INTERNATIONAL SOCIETY OF CRYPTOZOOLOGY". Verschiedentlich wurde in der unteren Bogenhälfte das Gründungsdatum mit "EST. 1982" angegeben.

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