Über 2052 Sichtungsreporte wurden von Januar 2003 bis März 2004 innerhalb von ganz Großbritannien erfasst, das sind statistisch gesehen vier pro Tag. Die Top Ten der Sichtungen waren in absteigender Reihenfolge Schottland (231 Sichtungen), Kent (141 Sichtungen), Yorkshire (127 Sichtungen), Wales (102 Sichtungen), Devon (100 Sichtungen), Cornwall (96 Sichtungen), Lancashire (86 Sichtungen), Irland (82 Sichtungen), Lincolnshire (80 Sichtungen) und Somerset (69 Sichtungen). Eine statistische Auswertung ergab einen prozentualen Anteil im Südwesten von 21 Prozent, im Südosten von 16 Prozent, in „East Anglia“ von 12 Prozent, in Schottland 11 % und in den „West Midlands“ von 9 Prozent. Die physischen Daten beinhalteten fünf Angriffe auf Pferde, über vierzig Hinweise auf Schafstötungen und mehrere Entdeckungen von Pfotenabdrücken. Über ein Dutzend Videofilmaufnahmen wurden der BBCS übersandt, wovon jedoch nur einige wirklich auf große Katzen zurückgehen könnten. Von April 2004 bis Juli 2005 wurden 2123 Sichtungen von großen Katzen bekannt, der Großteil wiederum im Nordwesten mit Devon, Cornwall und Somerset. Schottland wurde von Devon an der Spitze der Top Ten abgelöst und steht nunmehr an dritter Stelle mit einem 50 %igen Fall der Sichtungen. An vierter Stelle steht Wales mit 123 Berichten. Mehr als 2100 Sichtungen von angeblichen Pumas, Panthern, Luchsen und anderen Katzen verzeichnete die British Big Cat Society 2009, davon 125 aus Schottland
Zwar steht die britische Defra der Angelegenheit skeptisch gegenüber, dennoch findet die Suche nach großen Katzen in britischer Wildnis insgesamt großes Interesse wie beispielsweise auch bei der IUCN Cat Specialist Group (zum Thema siehe unseren Forenthread "British Big Cats Society veröffentlicht Fallzahlen"). Wie die jüngsten Auswertungen von Natural England zeigen, gibt es vielleicht nicht viele tatsächlich nachgewiesene Fälle von ABC's - aber es gibt sie!
Definitiv tatsächlich gegeben hat es auch den mysteriösen "Fisch", den Loren Coleman noch immer nicht identifizieren konnte, ob es den Monsterjäger Theodore Roosevelt gab ist hingegen fraglich.Gleichfalls fraglich (aber wohl gewünscht) ist, ob Nessie es in die neueste Highland-Version von Monopoly schaffen wird. tabitca fragt sich ob die Lake Willoughby-Kreatur ein gigantischer Aal ist und was die wahre Identität der Great Slave Lake-Kreatur sein könnte. Austin Whittall fragt sich ob Nahuelito auch im Gutierrez-See herumschwimmt und Michael Schneider hat sich gefragt wieviele Arten per kryptozoologischer Methodik neu entdeckt werden. Coleman stellt daneben noch den "Leeds Loki" vor, Steven Streufert verschiedenes rund um Bigfoot, Ivan Dikov die bulgarische Version von Nessie und tabitca nochmals einen alten Artikel über Mokele-Mbembe und Roy Mackals Suche nach diesem sowie eine alte Ropen-Story.
Da einer der Links in der heutigen Kryptozoologie-Umschau einen Kryptiden zumindest in die Nähe von UFOs und elektromagnetischen Störungen bringt eine kleine Wiederholung: Nach der grundlegenden Definition von Dr. Bernard Heuvelmans ist Kryptozoologie „die wissenschaftliche Studie von Tierformen, deren Existenz nur auf Zeugenaussagen oder Indizien oder auf Material, das jemand als ungenügend bewertet hat, basiert.“ Kryptozoologie ist ein Teilbereich/Methodik der Zoologie der/die sich auch interdisziplinär verhält, d. h. auch andere Natur- und Geisteswissenschaften einbeziehen muss wie z. B. Soziologie, Ethnologie, Psychiologie usw. Hieraus resultiert letztendlich, dass sich die Kryptozoologie lediglich mit solchen Kryptiden beschäftigt, für deren tatsächliche Existenz eine Tierform zumindest denkbar und möglich erscheint. Extraterrestrische Wesen (sog. Aliens) wie die bekannten Greys oder andere derartige Wesen aus dem Universum gehören nicht dazu.
Aus der Geschichte der Kryptozoologie bzw. der Geschichte einiger Kryptide wie zum Beispiel dem Querqueville-Kadaver oder dem von Henry Island kann man erkennen, dass es auch für Biologen nicht immer leicht ist aus der Ferne etwas (richtig) zu beurteilen. Und so wurde in den Beispielen einzig anhand von Fotos über einen Plesiosaurier oder eine Steller Seekuh diskutiert.. Entsprechend vorsichtig muss und sollte man also Fernanalysen vornehmen. Aber manchmal sind die vorliegenden Fakten einfach auch sehr gut und Experten können doch eine gute Identifizierung auch aus tausenden Kilometern Entfernung abliefern. Wir erinnern uns an folgenden Satz aus der letzten Kryptozoologie-Umschau 37: "Einige der Höhlenfische wurden an das "Bama County und Guangxi Provincial Aquatics Institut" zur Analyse gesandt, jedoch ohne Ergebnis." Der Ichthyologe Tobias Möser von AquaNet, einem Portal für Aquarianer, hat nun das getan was laut Pressebericht dem Institut nicht gelang. Es handelt sich nach seiner Ansicht um eine Sinocyclocheilus-Art, vermutlich S. microphthalmus. Eine höhlenbewohnende Art, deren Gattung ausgerechnet auch noch in der Provinz Guangxi mit mehreren Arten sowohl Höhlen- als auch Oberflächengewässer bewohnt. Somit leider im weiteren Sinne auch kein neuer "Bonuspunkt" für die "Erfolgsliste" der Kryptozoologie...
Dale Drinnion versucht sich an einer Vergleichsanalyse zwischen Seemonster und Seeleopard, tabitca am Heavenly Lake Seeungeheuer und der The Western Star an einem angespülten Tierkadaver. Richard Muirhead berichtet über ein Seemonster und einen Dinosaurier(?) aus Idaho, Neil Arnold über Littlefoot in Sussex und tabitca nochmals über das Loch Ness in den Jahren von Thatcher sowie die Searle-Fotos von Nessie. Und Loren Coleman macht seinem Ruf als internet-umtriebigster Kryptozoologe alle Ehre: er berichtet über das zweifelhafte Leben eines angeblichen Elfenbeinspecht-Fotografen, über den Verkauf einer riesigen Bigfoot-Statue, hat ein Video mit einem Interview von Adrian Shine zu Nessie gefunden, bespricht ein Buch über Bigfoot von Christian Noël und blick dann auf bald fünfzig Jahre als Kryptozoologe zurück. Mit der Frage, ob es Zeit ist Kryptozoologie zu professionalisieren schließen wir schließlich die Umschau.
In Chinas Guangxi-Provinz in Bama County nahe dem Dorf Daluo gibt es eine Höhle, die man Fu Yuan Dong (Höhle des Glücks) nennt. Dem Wasser des rund 1.000 Meter tief gelegenen See in der Höhle wird nachgesagt, ein langes Leben zu schenken. Dort fingen Dorfbewohner nun alienartig aussehende Fische, die Experten bislang nicht identifizieren konnten. Die Tiere haben ein Maul geformt ähnlich einem Entenschnabel mit roten Lippen und Augen nahe dem Maul gelegen. Der Dorfoberste Li Zuneg berichtet, dass diese Fische schon zuvor von den älteren Dorfbewohnern erwähnt wurden. Da niemand der jüngeren Einwohner sie jedoch gesehen hatte, wurden diese Erzählungen als "Märchen" abgetan. Einige der Höhlenfische wurden an das "Bama County und Guangxi Provincial Aquatics Institut" zur Analyse gesandt, jedoch ohne Ergebnis. Man muss weiterhin natürlich nicht alles glauben, aber hinter vielen Märchen steckt auch meist ein Körnchen Wahrheit...
Tabitca widmete sich aber auch noch Aalen als Monstern in Seen, einer Seeschlangenattacke auf Taucher und einer alten Sichtung. Grenwissenschaft-Aktuell und auch Loren Coleman berichten über Pläne der australischen Regierung nur wenig erkundete Regionen des Kontinents nach unbekannten Tier- und Pflanzenarten zu durchkämmen. Coleman macht zudem weiter mit der Quatchi-Medien- und Merchandisewelle und lässt Tim the Yowie-Man sich bei Kanada entschuldigen. Angesichts eines T-Shirts und vielleicht auch eines Interviews mit Joey Laycock fragt sich Coleman, ob die Intelligent Designer nicht die Kryptozoologie aus ihren Plänen heraushalten könnten. Karl Shuker beschäftigt sich mit Madagaskars geheimnisvollen Riesen-Lemuren und Mini-Menschen während der Blogsquatcher nur noch von Bigfoot träumt. Richard Muirhead bloggt über große böse Vögel und kleine Enten, Christoph Kummer zieht Paralellen zwischen Gorillas und Bigfoot und Palmer Wood sieht keine Lösung für eine alte Alien-Big-Cat-Geschichte. Zu guter letzt ein Update von Michel Ballot, der zur Zeit wieder auf der Suche nach Mokele-Mbembe und Co. im Dschungel steckt.
Jüngst berichtet uns der britische KryptozoologeDr. Karl P. N. Shuker über zwei indonesische Kryptide. Der erste Kryptid soll die Kleinen Sunda-InselnAlor und Solor bewohnen. Laut der Orang Pendek-Forscherin Debby Martyr ist die mysteriöse Katze von der Größe einer gewöhnlichen Hauskatze unterscheidet sich aber deutlich von allen Katzen durch erkennbare knopfartiger Strukturen auf ihren Augenbrauen die kurzen, stämmigen Hörnern gleichen. Auf der Insel Rintja hingegen soll das "Veo" leben. Es wird durch die einheimischen Jäger und Augenzeugen als etwa drei Meter lang beschrieben mit großen, überlappenden Schuppen auf fast dem gesamten Körper aber mit Haaren auf dem Kopf, Kehle, Bauch, inneren Gliedmaßen und der Schwanzspitze. Der Kopf ist lönglich, die Füße bewehrt mit sehr großen Klauen die auch zur Verteidigung dienen. Das "Veo" soll die Tage in den Bergen verbringen, aber in der Nacht an die Küste kommen und sich dort von Termiten, Ameisen sowie von angeschwemmten Tieren ernähren. Shuker wirft angesichts der Beschreibung des "Veo" die Frage auf, ob es sich nicht um eine riesiges Schuppentier handeln könnte. Die rezenten Arten werden nicht so groß, aber prähistorische wie zum Beispiel Manis palaeojavanicus existierten auf Borneo.
Nach kladistischen Analysen von Seeungeheuersichtungen präsentiert Cameron McCormick mit etwas kryptozoologischer Kunst "leichtere Kost". Auch eine Art Kunst sind die Gipsfußabdrücke von Skulls Unlimited von denen uns Loren Coleman berichtet. Richard Muirhead erzählt weiter über irische Tiere in der Mythologie, tabitca wärmt zwei alte Nessie-Sichtungen von 2002 auf und berichtet gleich noch über einen kaspischen "Meermann" während zwei alte Yeti-Geschichten den Abschluss bilden. Geschichten über die Geschichte von Bigfoot erzählt Al Hodgson im Interview mit Steven Streufert. Und Craig Woolheater lässt Tim The Yowie-Man erzählen, warum Quatchie das falsche Maskottchen für olympische Höchstleistungen ist.
Angesichts dessen, dass etwa 71 Prozent der Erdoberfläche aus Wasser bestehen erscheint es logisch, die große Anzahl an Berichten über unterschiedlichste im Wasser lebende Kryptide zu einem eigenständigen Teilbereich der Kryptozoologie zusammenzufassen.