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17 Meter lange unbekannte Fischart in China gestrandet Drucken E-Mail
Freitag, den 24. Juni 2011 um 17:34 Uhr
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Dracontologie-NewslogoSommerzeit ... Im April strandete eine „17 Meter lange unbekannte Fischart“ in der Nähe von Guangdong, China, was erstmals im Mai 2011 zum Beispiel bei unseren amerikanischen Kollegen von Cryptomundo veröffentlicht wurde. Fast zwei Monate sind seitdem vergangen, aber nun veröffentlichen einige Nachrichtenwebseiten auf der ganzen Welt die Geschichte (erneut) und so ist der Kadaver Gegenstand verschiedener Diskussionen, um was es sich handeln könnte.

Für diejenigen, die mit Walen und Wal-Kadaver vertraut sind, ist es offensichtlich nichts anderes als ein verwesender Wal (und damit im Übrigen ein Säugetier und kein Fisch, wie in vielen Artikeln geschrieben wird). Das in den englisch Quellen zu findende Bild der Tierleiche ist von minderer Qualität, aber es existieren zwei vom Autor gefundene qualitativ bessere Fotografien auf chinesischen Webseiten (Links siehe Quellenangaben). Auf allen Bildern liegen auf der linken Seite der Schwanz und die Überreste der Schwanzflosse, auf der rechten Seite  der Kopf bzw. Rostrum. Dies deutet darauf hin, dass der Knochen, der in der Nähe des Rostrum aus dem Sand ragt, nichts weiter ist als der gebogene Unterkieferknochen eines Furchenwals ist. Von der Spitze des Rostrum bis zur geschätzte Mitte des Körpers kann man denn auch die für Furchenwale typischen ventralen Furchen erkennen.

Alle Merkmale und auch alle Meinungen von Wissenschaftlern wie zum Beispiel von Scott Baker vom Oregon State University Marine Mammal Institute stimmen zur Frage der Identität also letztlich überein: es ist ein Furchenwal. Die einzig verbleibende Frage ist, welche Art von Furchenwal. Wenn wir die Länge von 17 Metern (55 ft) akzeptieren kann es nur einer der größeren Wale wie Fin-, Sei-oder Blauwal sein. Aber nach Angabe der meisten chinesischen Quellen beträgt die Länge des Kadavers nur 13 Meter (42 ft) - was auch den Meinungen von Scott Baker, seinen Kollegen und meiner eigenen entspricht – und so könnte es auch ein Brydewal sein (mit einer maximalen Länge von 15,5 Meter für diese Art). Die Ermittlung der genauen Art ist jedoch schwierig allein anhand dieser Bilder, da sie kein deutliches Merkmal zur Identifikation zeigen, wie dies zum Beispiel beim Kadaver von Ataka (Ägypten) aus dem Jahr 1950 der Fall war (drei Leisten auf der Oberseite des Rostrum identifizierten diesen eindeutig als Brydewal, für eine detaillierte Identifizierung dieses Falles siehe unseren gleichnamigen Artikel: Ataka-Kadaver).

Der Wal wurde mittlerweile aus hygienischen Gründen begraben, aber da Wal-Strandungen in China selten sind, wollen die chinesischen Offiziellen den Kadaver nochmals ausgraben um dann die Art zu bestimmen.


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Am 3. Januar 1950 wurde an einem Strand nahe der ägyptischen Stadt Sues am Roten Meer ein etwa zwölf Meter langer Kadaver gefunden. Das tote Tier war von schmutzig-grauer Farbe und hatte eine dicke, harte Haut. Der Kadaver war in etwa 1, 4 Meter hoch und wies oben am Kopf ein Blasloch auf. Er besaß eine lange, hundeähnlich spitze Schnauze von rund 2, 7 Metern Länge, die zwischen zwei auffälligen 2, 6 Meter langen „Stoßzähnen“ lag. Dort wo die Stoßzähne aus dem Körper kamen, befanden sich übel zugerichtete „Lumpen“ schleimigen Fleisches, die laut Presse die Überreste von Flossen sein könnten.

Ataka-Kadaver