| Montag, den 06. September 2010 um 11:33 Uhr |
Da es sich um ein kryptozoologisch-signifikantes Ereignis handelt, an dieser Stelle die Geschichte wie es dazu kam. Nach wie vor arbeitet der Autor an der Recherche zu den unterschiedlichsten Kadavern von Meerestieren, ob dies nun Pseudo-Plesiosaurier wie der Girvan- oder Querqueville-Kadaver sind oder „Meereselefanten“ wie der Ataka-Kadaver. Über das Monster von Machrihanish, das ja auch als angeblicher „Eisbär“ durch die Presse ging, ist der Weg leicht auf den gleichfalls weißlich-haarigen Trunko zu stoßen.
Nachdem zunächst der Hintergrund des Augenzeugen Hugh Bal(l)ance durchleuchtet wurde, war eine mögliche Motivation für einen Hoax gefunden. Balance erwarb 1919 zum Preis von 466 Pound eine Farm in der Gegend des späteren Margate, wohl weniger zu landwirtschaftlichen als vielmehr zu touristischen Zwecken. 1921 unterteilte er seinen Grundbesitz in einzelne Parzellen und plante so eine Siedlung, die er ursprünglich Inkongweni nach dem gleichnamigen naheliegenden Fluss benannte. Erst später wurde diese in Margate umgetauft. Der Verkauf des Landes verlief offenbar jedoch schleppend, denn die Region war wohl wenig erschlossen und relativ isoliert vom Rest des Landes. In dieser Situation plötzlich sichtete Balance dann Trunko und schon war Margate landes- und später auch weltweit in der Presse. Das Motiv: Verkaufs- und Tourismusförderung durch spektakuläre Monstersichtung. Auf der Suche nach weiteren Informationen tauchte schließlich die Geschichte von Trunko im Artikel „The mystery behind history’s most legendary sea monsters“ von Tony Leather auf. Dort jedoch wurde das neu entdeckte Bild des Trunko-Globsters ohne weitere Informationen präsentiert, ein Versuch der Kontaktaufnahme verlief ohne Ergebnis. Damit blieb das Bild zunächst wertlos, da es jeder beliebige Ort der Welt und jeder beliebige Globster der Welt hätte sein können. Erst weitere Recherchen zu Hugh Balance, Margate, Natale und anderen Stichworten führten letztlich zur Seite von Margate Business Association, wo sich das Bild des Trunko-Globsters nochmals wiederfand und diesmal sogar mit einer passenden Hintergrundgeschichte dazu. Zur weiteren Informationsgewinnung wurde dieses Wissen mit Dr. Karl P. N. Shuker, der sich in der Vergangenheit intensiv mit diesem Fall beschäftigte, geteilt. Das Ergebnis inklusive dem Foto des Trunko-Globsters (das wir aus urheberrechtlichen Gründen an dieser Stelle leider nicht zeigen können) lässt sich nun auf dessen Webseite nachlesen:
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