Da sich nach nunmehr mindestens 85 Jahren derzeit einige neue Erkenntnisse über den als „Trunko“ bekannten Kryptiden auftun und ich dabei einen großen Anteil habe eine kleine Zusammenfassung zu unserem „felltragendem“ Kadaver. Da es die unterschiedlichsten Versionen zur Sichtung bzw. zum Fund von Trunko gibt, im folgenden zur Einführung kurz diejenige auf Wikipedia:Trunko (engl. "trunk" = Rüssel) ist der Spitzname für ein Tier, das am 25. Oktober 1924 in Margate, Südafrika, gesichtet wurde; in einem Artikel, der am 27. Dezember in der Londoner Daily Mail veröffentlicht worden war, wurde das Wesen als "Fish Like A Polar Bear", also als "Fisch wie ein Eisbär", beschrieben. Bei seiner ersten Sichtung war das Tier angeblich vor der Küste in einen Kampf mit zwei Schwertwalen verwickelt, welche die außergewöhnliche Kreatur für drei Stunden in Schach hielten. Dabei soll es sein Hinterteil benutzt haben, um die Wale zu attackieren, und Berichten zufolge hob es sich um etwa 20 Fuß (ca. 6 Meter) aus dem Wasser. Einer der Augenzeugen, Hugh Ballance, meinte, das Tier habe während des letzten Kampfes wie ein "riesiger Eisbär" ausgesehen. Beschreibung Das Wesen wurde angeblich an den Strand von Margate Beach angespült, aber obwohl es dort für zehn Tage lag, wurde der Kadaver von keinem Wissenschaftler untersucht. Daher konnte keine zuverlässige Beschreibung veröffentlicht werden, ebenso wenig gibt es Fotografien davon. Einige Leute, deren Personalien man nicht festhielt, berichteten, das Tier habe ein schneeweißes Fell, einen elefantenartigen Rüssel und einen hummerähnlichen Schwanz - der Kadaver sei zudem blutleer gewesen. Während es am Strand lag, wurde es von Strandgängern gemessen; dabei stellte sich heraus, dass es eine Länge von 47 Fuß (ca. 14 Meter), eine Breite von 10 Fuß (ca. 3 Meter) sowie eine Höhe von 5 Fuß (ca. 1½ Meter) hatte. Die Länge des Rüssels betrug ebenfalls 5 Fuß, der Durchmesser dieses Körperteils betrug 14 Zoll (ca. 35 cm). Der Schwanz war 10 Fuß lang. Der Rüssel kam den Aussagen der befragten Personen nach direkt aus dem Torso - an dem Kadaver war kein Kopf erkennbar. Auf Grund dieses Merkmals wurde das Tier von dem britischen Kryptozoologen Dr. Karl Shuker in seinem 1996 herausgegebenen Buch The Unexplained Trunko genannt. In der Ausgabe der Charleroi Mail, die am 27. März 1925 in Charleroi, Pennsylvania, herauskam, wurde ein Artikel mit der Überschrift "Whales Slain By Hairy Monster" (Wale von haarigem Monster getötet) veröffentlicht. Laut diesem Artikel wurden Wale von einer merkwürdigen Kreatur getötet; diese sei an den Strand gespült worden und habe dort vor Erschöpfung das Bewusstsein verloren, allerdings nach zehn Tagen ihren Weg zurück ins Meer gefunden und wurde nie wieder gesichtet. Erklärungen Es gab viele Vermutungen, die dieses Phänomen erklären sollten. Die häufigste war, dass der Kadaver von einem großen Wal, einem Walhai oder einem Riesenhai stammt, dessen zerfallener Körper pelzartig erschien und den Orcas als Festmahl diente. Eine zweite häufig auftretende Theorie besagt, mit Trunko wurde eine seltsam aussehende neue Spezies eines riesigen Wals, einer Robbe oder einer Seekuh gesichtet. Es wird im Allgemeinen den Kryptiden zugeordnet, also Wesen, mit denen sich die Kryptozoologie beschäftigt. Das Datum der Sichtung Das genaue Datum des Vorfalls ist, ebenso wie die Existenz des Tieres, nach wie vor unklar. Während der Artikel der Daily Mail den 25. Oktober 1924 als Zeitpunkt des Kampfes zwischen den Walen und dem Kryptiden angibt, behauptet Dr. Karl P. Shuker in seinem Buch From Flying Toads to Snakes with Wings, der 1. November 1922 wäre das tatsächliche Datum dieses Ereignisses. Dieses Datum ist auch auf vielen Webseiten zu diesem Thema zu finden. Seite „Trunko“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 24. Januar 2010, 12:42 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Trunko&oldid=69735877 (Abgerufen: 10. September 2010, 10:16 UTC)
Im Zuge der Recherchen zu den unterschiedlichsten Kadavern von Meerestieren, ob dies nun Pseudo-Plesiosaurier wie der Girvan- oder Querqueville-Kadaver sind oder „Meereselefanten“ wie der Ataka-Kadaver, fand sich der Weg über das „Monster von Machrihanish“, das auch als angeblicher „Eisbär“ durch die Presse ging, zum gleichfalls weißlich-haarigen Trunko. Nachdem zunächst möglichst alles verfügbare Quellenmaterial aus dem eigene Bücherbestand zusammengetragen war, fiel das Fehlen detaillierterer Informationen zum Hintergrund des Hauptzeugen Hugh Bal(l)ance auf. Nachdem dies einen bislang wohl nicht weiter bedachten Ansatzpunkt bot, war nach weiteren Recherchen tatsächlich eine mögliche Motivation für einen Hoax gefunden. So erwarb Balance 1919 zum Preis von 466 Pound eine Farm in der Gegend des späteren Margate, wohl weniger zu landwirtschaftlichen als vielmehr zu touristischen Zwecken. 1921 unterteilte er seinen Grundbesitz in einzelne Parzellen und plante so eine Siedlung, die er ursprünglich Inkongweni nach dem gleichnamigen naheliegenden Fluss benannte. Erst später wurde diese in Margate umgetauft. Der Verkauf des Landes verlief offenbar jedoch schleppend, denn die Region war wenig erschlossen und relativ isoliert. In dieser Situation sichtete Balance dann plötzlich Trunko und schon war Margate landes- und später auch weltweit in der Presse. Das mögliche Motiv lautete daher: Verkaufs- und Tourismusförderung durch spektakuläre Monstersichtung.
In diesem Kontext schließlich tauchte die Geschichte von Trunko im Artikel „The mystery behind history’s most legendary sea monsters“ von Tony Leather auf im Zusammenhang mit einem mir bis dato unbekannten alten Foto. Dieses neue Bild des Trunko-Globsters wurde leider ohne weitere Informationen präsentiert, ein Versuch der Kontaktaufnahme mit dem Artikelautor verlief ohne Ergebnis, womit das Bild zunächst wertlos blieb. Erst weitere Recherchen zu Hugh Balance, Margate, Natale und anderen Stichworten führten zur Seite der Margate Business Association, wo sich das gleiche Bild wiederfand und diesmal sogar mit einer Hintergrundgeschichte dazu: In einem Brief von Mr. A. C. Jones aus Johannesburg, dem Korrespondenten und Fotografen für die Artikel publiziert in der Rand Daily Mail und Wide World Magazine im Juli 1925, bestätigt Mr. Jones: Ja ich habe die Fotos des Monsters gemacht, und beim durchsehen meines Krams fand ich Abzüge, daher sende ich einen von jedem, gemacht eine lange Zeit zuvor. Bevor ich das wenige was ich über das Tier weiß erzähle, lassen sie mich sagen, dass an zwei Stellen an denen ich es gedruckt gesehen habe, man das falsche Datum hatte. Im Buch Natal and the Zulu Country und einem Pamphlet, das Südküstenresorts behandelt, gab man beidemale das Datum als 1922, aber es war November, 1924.
Zur weiteren Informationsgewinnung und Verifizierung wurde dieses Wissen mit dem "Krypto-"Zoologen Dr. Karl P. N. Shuker, der sich in der Vergangenheit intensiv mit diesem Fall beschäftigt hatte, geteilt. Tatsächlich war auch ihm dieses Bild unbekannt und zudem fand er gleichfalls die dazugehörige Geschichte als vielversprechend im Hinblick auf die Authentizität zum Bild. Damit sah er seine Meinung bestätigt es handele sich bei Trunko um einen sog. Globster, womit er in diesem Fall die Überreste eines verwesenden Wals meint. Weitere Ausführungen hierzu in Dr. Shukers Blog-Artikel "Behold, Trunko!!". Loren Coleman merkt kurz darauf in seinem eigenen Nachrichtenartikel "Trunko: Imagined, Imaged, and Investigated" an, dass man noch einige Punkte bedenken muss bevor der Fall abgeschlossen ist z. B. das weiße Fell. Denn dieses wurde angeblich gesehen, bevor das Tier tot war während des Kampfes mit den Walen. Entspräche dies tatsächlich der Wahrheit, könne das Fell nicht als nicht als Verwechslung mit freigelegten Bindegewebsfasern erklärt werden. Dies würde vielmehr für eine Säugetierabstammung sprechen, völlig unbekannt zu einer bislang verzeichneten Art. Zu diesem Zeitpunkt waren sowohl von Dr. Shuker als auch meinerseits bereits weitere Recherchen in Angriff genommen worden. Zur Margate Business Association war (bislang zumindest) kein Kontakt herzustellen, so dass die nächstliegenden Quellen gesucht werden mussten. Die Rand Daily Mail wurde in den achtziger Jahren eingestellt, so dass von hier schwerlich Informationen erhältlich sein würden. Das Wide World Magazine (WWM) wurde noch früher in den sechziger Jahren eingestellt, bot allerdings den Vorteil ein Sammlerobjekt und zudem im europäischen Raum verbreitet zu sein. Tatsächlich gelang es mir mit der äußerst freundlichen Hilfe eines Sammlers meinem Kollegen zuvor zu kommen und der gegenseitige Informationsaustausch führte letztlich zu einem Nachfolgeartikel "Trunko - two more photographs!!" mit Scans des WWM-Artikels "The case for the sea-serpent", (publiziert in der Ausgabe August 1925, nicht Juli 1925 wie von Jones angegeben) dank dem Shuker nun keinen Zweifel mehr an der Identifizierung von "Trunko" als globsterisiertem Walkadaver hat, der zu keiner Zeit lebend in der bisher gedachten und weitergegebenen exotischen Trunko-Form existierte. Im Artikel enthalten ist der Bericht von Mr. A. K. Jones (der oben erwähnte Korrespondenten und Fotografen A. C. Jones) sowie zwei von ihm gemachte Fotos - im Gegensatz zum obigen Bild diesmal jedoch aus anderem Blickwinkel. Im folgenden eine Zusammenfassung des zeitlichen Ablaufs der Ereignisse: - Drei Wochen bis Mitte November:
Ein fürchterlicher Kampf auf See wurde von Einwohnern Margates beobachtet. Diese waren der Meinung einen Wal und ein anderes Tier, das sie nicht klar unterscheiden konnten, gesehen zu haben. - Mitte November:
Ein seltsames Seemonster, augenscheinlich tot, wurde am Strand nahe Margate von einem Einheimischen gefunden Keiner der das tote Tier damals sah, konnte es identifizieren. Von Oktopus über Wal bis hin zum Eisbären waren Spekulationen im Umlauf. Etwa zehn Tage später war die Kreatur vom Strand verschwunden, wahrscheinlich von den Wellen fortgetragen. Einige hielten dieses Tier für die Kreatur, die man vor drei Wochen nicht erkennen konnte. - Mitte Dezember
Erneut wurde wohl dasselbe Seemonster angespült, diesmal drei Meilen die Küste aufwärts. Mr. Jones weilte zu dieser Zeit im Urlaub in Margate und schoss drei Fotos des Kadavers aus verschiedenen Blickwinkeln. Keiner in Margate konnte es identifizieren.

Jones beschreibt anschließend im Detail seinen fotografierten Kadaver. Dieser ist mit schleimigen Haar bedeckt, ungefähr 10 bis 12 Zentimeter lang, unter dem sich nach seiner Sicht sehr harte Haut befand. Insgesamt erinnerte ihn das Ding an ein großes durchnässtes Schafsfell. Der Körper sei gebildet aus extrem straffen Fleisch, was man merke wenn man mit dem Stock reinsteche. Er vermutet auch aufgrund der Art und Weise wie der "Rücken" über die ganze Länge geformt ist, Knochen bzw. eine Knochenstruktur unter dem Fleisch kann es aber aufgrund dessen Straffheit nicht erfühlen. An einem Ende sei ein runder Klumpen, etwa sechzig Zentimeter im Durchmesser, den man für einen Kopf halten könnte wenn nicht alle Merkmale eines solchen wie Augen, Mund oder Ohren fehlen würden. Desgleichen fehlen würden andere Merkmale anhand denen man eine Identifizierung vornehmen könnte wie Beine, Flossen, Tentakel, Schwanz o. ä. Die Masse war in etwa 4,5 Meter lang, 1,8 Meter breit 0,6 Meter dick. Jones berichtet desweiteren über ein wohl kürzlich stattgefundenes Seebeben vor Margate und dass man denkt, dieses Monster könnte davon aufgeschreckt worden sein oder es wäre letztlich doch von arktischen Regionen hergetragen worden. Gleichfalls wurde dem WWM ein undatierter Auszug aus einer "lokalen" Zeitung zugesandt, die die übliche Trunko-Geschichte erzählt und hier als weitere Information bzgl. des beobachteten Kampfes eingefügt wurde. Weitere Recherchen sind bereits im Gange, diese Angelegenheit bleibt also spannend!!! Weitere Diskussionen hierzu im Forumsthread: Trunko. Quellennachweis: Bildnachweis:
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