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Hochlandmangabe neue Gattung Drucken E-Mail
Freitag, den 12. Mai 2006 um 21:50 Uhr
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{mosimage}Die erst 2004 entdeckte und 2005 der Öffentlichkeit präsentierte neue Affenart Lophocebus kipunji, die Hochlandmangabe, muss nach Berichten der Forscher im Journal Science sogar als völlig neue Gattung angesehen werden. „Das sind aufregende Neuigkeiten, denn es zeigt das dass Zeitalter der Entdeckungen noch lange nicht vorbei ist“ so William Stanley vom Field Museum in Chicago, dass über ein präpariertes Exemplar in seiner Sammlung verfügt. Auch Link Olson von der Universität Alaska Museum ist dieser Meinung: „Eine neue Gattung der am besten studierten Gruppe lebender Säugetiere zu finden ist eine deutliche Erinnerung, wie viel wir noch über die Biodiversität unseres Planeten lernen müssen.“

Einem Farmer war es gelungen, eines der bislang nur fotografierten Tiere zu fangen. Es starb jedoch, was genetische Analysen ermöglichte. Nach den Ergebnissen dieser Untersuchungen, ist die Hochlandmangabe mehr mit den Pavianen (Gattung Papia) als mit den Mangaben verwandt. Die Art wurde nunmehr in Rungwecebus kipunji umbenannt. Sie ist die erste Gattung lebender Primaten nach der Sumpfmeerkatze (Allenopithecus nigroviridis), die in Afrika seit 83 Jahren identifiziert werden konnte.

“Hätten wir diese überraschenden Resultate basierend auf einem einzigen Gen gefunden, wären wir sehr skeptisch, aber jedes dieser Gene wurde analysiert und unterstützte weder eine Zugehörigkeit zu den Pavianen noch eine nahe Verwandtschaft zwischen Kipunji und anderen Mangaben.“ so Olson. “Im 21zigsten Jahrhundert eine komplett neue Art großer, in der Wildnis lebender Affen zu finden ist überraschend genug. Eine zu finden, die in eine neue Gattung gesetzt werden kann und die ein neues Licht auf die evulutionäre Geschichte der Affen in Afrika und Eurasien wirft ist äußerst bemerkenswert“, findet Prof. John Oates vom Hunter College in New York. „Die Entdeckung verstärkt die Ansicht, dass die Gebirge im südlichen Tansania eine wichtige – und bis vor kurzem unerwartete – Rolle als Refugium für viele anderswo ausgestorbene Arten spielt.

Die Hochlandmangabe ist ein weiterer Baustein dafür, dass man die kryptozoologische Methodik ernst nehmen sollte, denn Einheimischen waren die Tiere seit langem unter dem Namen Kipunji bekannt.

Reuters

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