22 | 10 | 2014
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Bigfoot statt Werwolf

Hominologie-NewslogoEine weitere Erklärung für das Bigfoot-Phänomen liefert der Wissenschaftshistoriker Brian Regal von der Kean University in Union (New Jersey, USA). Nachdem mit der Aufklärung der Aberglaube an Hexen, Zauberer und Werwölfe schwand, versetzte laut Regal der britische Forscher Charles Darwin ihm den endgültigen Todesstoß. Der Historiker untersuchte die Geschichte von Monstermythen und deren Wechselwirkung mit der Wissenschaftsgeschichte. So konnte er einen starken Rückgang der Werwolf-Berichte im späten 19. Jahrhundert erkennen, die im 20. Jahrhundert schließlich beinahe ganz verschwunden waren. Im gleichen Zeitraum nahmen laut Regal die Berichte über vermeintliche Affenmenschen aus den USA, Zentralasien, Russland, Afrika und Indonesien stetig zu. „Die Zahlen solcher Berichte gehen in die Tausende. Interessanterweise gab es in Frankreich, Deutschland und der Balkan-Region, woher zuvor viele Werwolf-Geschichten kamen, keine Berichte über Affenmenschen.“ Natürlich verschwindet ein über Jahrhunderte weitergegebene Aberglaube nicht einfach so. „Die darwinsche Evolution war Teil einer ganzen Sammlung von Kräften, die wir vage als ‚Modernismus’ beschreiben können.“ Berichte über Werwölfe setzten sich auch im 20. bis ins 21. Jahrhundert fort. 20 Minuten online berichtet weiter: Für Regal spielt die Evolutionstheorie eine wichtige Rolle dabei, welche Art von Monster die menschliche Fantasie bevölkert. Da Wolf und Mensch vom Standpunkt der Evolutionstheorie aus gesehen nur sehr weit entfernt miteinander verwandt sind, war die neue Theorie nicht dazu geeignet, den Aberglauben vom Wolfsmenschen zu nähren. Anders verhielt es sich da beim Affenmenschen: Für die meisten Leute bestand ja die prägnanteste – und schockierendste – Zusammenfassung der Evolutionstheorie in der These, der Mensch stamme vom Affen ab. Folgerichtig tauchen, wie Regal zeigt, affenartige Monster wie der Yeti oder Schneemensch aus dem Himalaya und der Bigfoot aus Nordamerika nach Darwin viel häufiger auf als vor ihm. Darwin habe zwar nichts zu Werwölfen gesagt. Doch seine Theorie „sprach vielmehr generell gegen Werwölfe, Meerjungfrauen oder andere solche Kreaturen“, erklärt Regal. „Daher können wir in gewisser Hinsicht sagen, dass Darwin dabei geholfen hat, den Werwolf zu töten.

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Die Analyse von Dr. Petit bestätigte also die von seinem Kollegen Dr. Calman zuvor geäußerte Vermutung, dass es sich um den Kadaver eines Hais und letztlich um den eines Riesenhaies handelte. Der Kadaver von Querqueville, mitunter auch als Cherbourg-Kadaver betitelt, steht damit im direkten Kontext zu ähnlichen Fällen für die sich der Begriff "Pseudo-Plesiosaurier" eingeprägt hat.

Querqueville- od. Cherbourg-Kadaver