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Indische Yeti-Haare nur Goral-Haare Drucken E-Mail
Dienstag, den 14. Oktober 2008 um 09:23 Uhr
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Hominologie-NewslogoDie Haarsträhnen die angeblich von einer Yeti-ähnlichen Kreatur – dem sogenannten Mande Barung“ aus Meghalaya (Indien) stammen und zuvor an der Oxford Brookes Universität in Oxfordshire (Großbritannien) getestet wurden, konnten in den USA nunmehr einer bekannten Spezies zugeordnet werden. Zuvor waren die Haare, die dem BBC-Reporter Alastair Lawson während einer Expedition auf der Suche nach dem geheimnisvollen Kryptiden übergeben worden waren, einer mikroskopischen Analyse unterzogen worden. Die Ergebnisse waren widersprüchlich, denn „unter dem Mikroskop sehen sie leicht menschlich aus, leicht wie ein Orang-Utan und leicht wie die Haare die Edmund Hillary zurückbrachte,“ meinte damals der Biologe und Affenexperte Ian Redmond. Viele Yeti-Fans gaben sich zu diesem Zeitpunkt bereits einer euphorischen Stimmung hin, übersahen jedoch, dass die Hillary-Haare - die von einem der berühmten Yeti-Skalps stammten - sich als die Haare der ziegenartigen Serau erwiesen.

Nunmehr bestätigte der DNA-Test, dass es sich auch bei den Haaren des „Mande Barung“ um nichts weiter als die Haare der ziegenartigen
Goralehandelt. Gorale (Naemorhedus) sind eine stämmige, asiatische Gattung der Ziegenartigen, die eine Kopfrumpflänge von bis zu 130 Zentimetern aufweisen bei einer Schulterhöhe bis zu 79 Zentimeter und einem Gewicht von bis zu 35 Kilogramm. Ihr Fell ist lang, sehr dicht und variiert in der Farbe bei den einzelnen Arten von grau, dunkelbraun bis fuchsrot. Gorale sind im östlichen Asien beheimatet, ihr Verbreitungsgebiet reicht von Kaschmir im Westen und dem südöstlichen Sibirien im Norden bis Myanmar und Thailand im Südosten. Ihr Lebensraum besteht üblicherweise aus bewaldeten Gebirge in Höhen von 1000 bis 4000 Metern.

Wir wussten immer, dass die Verbindung zwischen den Sichtungen des indischen Yeti und dem Fund der Haare rein zufällig war,“ meint Redmond. "Nichtsdestotrotz ist der DNA-Test ein interessantes Resultat, denn die berichtete Fundort an dem die Probe eingesammelt wurde ist weit südlich der veröffentlichten Verbreitungskarten der Goral-Art, die zwischen 1000 und 4000 Metern im Himalaya lebt. Vielleicht haben wir eine mehr bescheidenere Entdeckung – die das bekannte Verbreitungsgebiet des Goral erweitert als die Existens des Tiefland-Yeti bestätigt.

Durch diese Ergebnisse lässt sich Dipu Marak, der die Haare nach einer Sichtung des Mande Barung 2003 im tiefen Dschungel fand, nicht aufhalten. „Während diese Resultate entmutigend sind, berührt es nicht meine tiefe Überzeugung, dass es dort draußen eine yeti-ähnliche Kreatur gibt. Es wurde zu oft gesehen um es als nicht mehr als einem Mythos abzutun.



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Die unglückliche erste Experteneinschätzung spricht also nach wie vor gegen einen Wal, doch die Annahme, die Wissenschaftler hätten den Kadaver nie identifiziert, basiert auf einem unzureichendem Kenntnisstand.

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