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Alles Gute zum 200. Geburtstag Charles Darwin Drucken E-Mail
Donnerstag, den 12. Februar 2009 um 12:06 Uhr
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Kryptozoologie-NewslogoHeute vor 200 Jahren, am 12.Februar 1809, wurde in Shrewsbury,der englische Naturforscher Charles Robert Darwin geboren. Er gilt durch seine wegweisenden Beiträge zur Evolutionsbiologie noch heute weltweit als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler überhaupt. Schlüsselerlebnis für die Ausformung seiner Theorien war eine Reise von 1831 bis 1836 mit dem Forschungsschiff H.M.S. Beagle zu verschiedenen Kontinenten um dort sowohl Vermessungen anzustellen als auch geologische und biologische Fragestellungen zu klären. Auf dieser Reise machte der damals 22jährige die ersten Entdeckungen und Erfahrungen, die 1858 zur Publikation seines bekanntesten Buches „On the Origin of Species“ („Die Entstehung der Arten“) führten. Darwin zeigte in diesem Werk und in seinen Folgepublikationen, das es eine rein naturwissenschaftliche Erklärung für die Diversität des Lebens gab, was letztendlich die Grundlage der modernen Evolutionsbiologie bildet.

Natürlich spielt die Evolutionsbiologie insgesamt auch für die Kryptozoologie als Methodik der Zoologie eine wichtige Rolle. Davon aber abgesehen beschäftigte Darwin sich auch - im weitesten Sinne - bereits mit Kryptiden:

In seinem 1862 veröffentlichten Buch „On the various contrivances by which British and foreign orchids are fertilised by insects“, in dem er sich mit der evolutionären Biologie von Orchideen beschäftigt, sagt er die Existenz eines bis dahin unbekannten Insekts vorher. Der Forscher untersuchte damals die Blüte der Orchidee Angraecum sesquipedale aus Madagaskar, die einen dünnen, bis zu 28 Zentimeter langen Kelch besitzt. Nur ein Insekt mit einem vergleichbar langen Rüssel wäre in der Lage den Nektar dieser Orchidee zu saugen und sie so zu bestäuben: „It is, however, surprising that any insect should be able to reach the nectar: our English sphinxes have probosces as long as their bodies; but in Madagascar there must be moths with probosces capable of extension to a length of between ten and eleven inches!“ Der Wissenschaft bekannt war ein solches Insekt jedoch nicht.

So fragte 1873 in Ausgabe 12 (Juni) des Fachmagazin Nature W. A. Forbes ob Leser nicht solche Tiere aus Madagaskar kennen würden und wagte zugleich eine Identifikation: „They would probably be Sphingidae of some kind, as no other moths would combine sufficient size and length of proboscis.“ In der Folgezeit kamen neue Berichte über Schwärmer mit vergleichbar langen Saugrüsseln aus Südamerika (Müller 1873) und Westafrika (Wallace 1867, 1871) hinzu. Der Naturforscher Alfred Russel Wallace, der unabhängig von - und später mit - Darwin eigene Ideen zur Evolutionsbiologie beitrug, lag mit seiner indirekten Spekulation zu Xanthopan morgani aus Westafrika letztlich richtig. Aber erst 1903 wurde das lange gesuchte Insekt dann entdeckt und mit einem Namen versehen: Xanthopan morgani praedicta. Eine unbekannte Tierform, deren Existenz nur auf Indizien basiert...

Auch der neuseeländische Kryptid „Waitoreke“ erregte Darwins Aufmerksamkeit. So schrieb er in einem Brief mit Bezug zu diesem „Neuseeland-Otter“: „I have been extremely much interested by what you say about the tracks of supposed [living] mammalia. Might I ask, if you succeed in discovering what the creatures are, you would have the great kindness to inform me? Perhaps they may turn out something like the Solenhofen bird creature, with its long tail and fingers, with claws to its wings!

Das letzte Wort zu Charles Darwin soll heute an seinem Geburtstag der Biologiehistoriker und Evolutionsbiologe Thomas Junker haben:

Kein anderer Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts hat unser modernes Weltbild – sowohl in der Biologie als auch über sie hinaus – stärker beeinflusst als dieser englische Forscher.



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