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Grauenhafte Seekreatur von Bridge of Don, Aberdeen Drucken E-Mail
Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 20:07 Uhr
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Dracontologie-NewslogoWährend eines Spaziergangs mit ihren Hunden fanden Margaret and Nick Flippence bei Bridge of Don, Aberdeen, einen kuriosen Kadaver. "Es ist wie nichts zuvor was wir gesehen haben, es sieht fast prähistorisch aus," so Nick Flippence gegenüber der "Sun". Das angeblich rund zehn Meter lange "Seemonster" ist bereits ziemlich verwest, Teile der Wirbelsäule können bereits am Schwanzende gesehen werden und auch der Schädel ist einigermaßen erkennbar. Einige Spekulationen im Internet reichen von Riesenaal über Genmutation bis hin zu ausgestorbenen Meeresreptilien.

Fotos der Tierleiche wurden jedoch bereits Experten vorgelegt. Rob Deville vom Londoner Zoo tippt auf Killer- oder Grindwal. Die Kuratoren für Säugetiere am Londoner Naturkundemuseum halten das "Monster" eher für einen Grindwal (Globicephala melas). Wie unser Forenmitglied Cronos an anderer Stelle anmerkte, ist der Kadaver wohl kaum zehn Meter lang was sich anhand der im Hintergrund stehenden Frau erkennen lässt. Die Wirbel gehören zu einem Säugetier, die Frage ist also tatsächlich ob es sich um einen Killer- oder Grindwal handelt. Der hierfür maßgebliche Schädel liegt falsch herum, d. h. man sieht von unten auf den Schädel wobei der Unterkiefer fehlt. Im Vergleich von Schädelbildern und aufgrund der relativ dünnen Zahnlöcher erscheint Grindwal der heißere und richtige Kandidat zu sein.

Tatsächlich wurde genau dieser Wal bereits im Mai von Dr. Andrew Brownlow vom Scottish Agricultural College untersucht, der ihn als jungen, etwa fünf Jahre alten Grindwal identifizierte. Bei diesem ersten Fund lag der Kadaver noch in einer anderen Position und der Kiefer war noch vorhanden. Seitdem verweste die Leiche natürlich weiter und wurde vermutlich durch die Wellen auf den Rücken gedreht.





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