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Kryptozoologie-Umschau 58 Drucken E-Mail
Donnerstag, den 05. August 2010 um 19:56 Uhr
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Umschau-LogoZur zweitägigen Gründungskonferenz der International Society of Cryptozoology wurde als erstes die oft gestellte Frage diskutiert, was Kryptozoologie ist (und mit was sich die Gesellschaft zukünftig befassen sollte). Nachdem eine längere Debatte über die Definition und die bislang verwendeten literarischen Begrifflichkeiten entstand, einigte man sich schließlich in Erweiterung der bestehenden Begriffsbestimmung darauf, dass Kryptozoologie „auch die mögliche Existenz von bekannten Tieren in Gebieten in denen sie nicht erwartet oder bekannt (weder jetzt noch in der Vergangenheit) sowie auch das unbekannte Weiterbestehen ausgestorben gedachter Tiere in die Gegenwart oder die jüngste Vergangenheit" enthalten solle. Einigkeit bestand darin, dass ein Tier nicht „unbekannt" oder „ausgestorben" sein muss, um für die Kryptozoologie von Interesse zu sein. Es muss vielmehr „unerwartet" sein. Damit enthalten sind also auch bekannte Arten drastisch außerhalb ihres angenommenen Verbreitungsgebietes oder anders ausgedrückt noch vorhandene und gut bekannte Arten, die als nicht in einem bestimmten Gebiet lebend registriert sind. Ohne Frage ist das ganze an sich ist ein interessantes und für die Recherche zu Kryptiden auch zu beachtendes Gebiet. Aber letztlich sind die meisten Meldungen z. B. über Großkatzen WEIT außerhalb ihres Verbreitungsgebietes ehrlicherweise oftmals doch nichts weiter als entlaufene Tiere, Verwechslungen, Einbildungen u. ä. Und  selbst wenn nicht - eine wirkliche Population bildet ein einzelnes Tier auch nicht (und eine neue unbekannte Art steckte bislang in den seltensten Fällen dahinter). Von solchen Hot Spots wie Großbritannien also einmal abgesehen - sind Raubkatzen z. B. in Deutschland also ein schönes Sommerlochthema... Innocent



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Phänomene, Mysterien u. ä. sind populäre Themen, was für die Kryptozoologie bedauerlicherweise ein Image-Problem hervorgerufen hat. Vielfach wird in den Medien, im Internet oder im allgemeinen Gedankengut die Kryptozoologie mit diesen Themen in Verbindung gesetzt und der Eindruck hervorgebracht, es handle sich um unirdische oder paranormale Zoologie. Kryptozoologie ist jedoch keineswegs eine „arkane oder okkulte Zoologie“ wie bereits Heuvelmans feststellte.

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