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Kryptozoologie-Umschau 60 Drucken E-Mail
Freitag, den 20. August 2010 um 14:47 Uhr
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Umschau-LogoUnlängst kamen Gerüchte auf, dass irgendwann in der Zukunft Filmaufnahmen im Fernsehen veröffentlicht werden sollen, in dem unglaubliche 15(!) Individuen von „Cadborosaurus wilsi“ zu sehen seien. Im Zuge dessen präsentierte Kollege Coleman zwei Presseartikel von November 1934 über einen mysteriösen Kadaver der auf Henry Island nahe Prince Rupert (British Columbia, Kanada) angeschwemmt wurde. Da zu dieser Zeit „Caddy“ in aller Munde war, wurde der ungewöhnlich aussehende Kadaver auch entsprechend in dessen Nimbus aufgenommen. Wie in derartigen Fällen üblich wurde zunächst über eine „Große Seeschlange“, ein „Seeungeheuer“ und dergleichen spekuliert. Zur Verwirrung trug zudem bei, dass Dr. Neal Carter (Direktor der Dominion Fisheries Experimental Station), der erste Wissenschaftler vor Ort, aufgrund „roten Fleisches“ eine Identifikation als Fisch ausschloss. Einige weitere Expertenmeinungen folgten, darunter die mögliche Identifikation als Steller Seekuh und eines Riemenfischs. Letztlich gelangten Teile des Kadavers (darunter auf jeden Fall Wirbelknochen und Hautreste) zum „biologischen Experten“ Dr. W. A. Clemens von der regierungseigenen biologischen Station in Nanaimo. Dessen Untersuchung ergab schließlich, dass es sich um einen Riesenhai (Cetorhinus maximus) handelte. Der Kadaver von Henry Island bzw. Prince Rupert reiht sich damit also wie diejenigen von Querqueville oder Girvan zu den sogenannten Pseudoplesiosauriern ein. Mehr Informationen zum hier präsentierten Kadaver sind für einen eigenen Artikel auf Kryptozoologie-Online in Planung. Bis dahin habe ich einige Hinweise und Informatione auf Cryptomundo (im Blogartikel und in den Kommentaren) hinterlassen.



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Die unglückliche erste Experteneinschätzung spricht also nach wie vor gegen einen Wal, doch die Annahme, die Wissenschaftler hätten den Kadaver nie identifiziert, basiert auf einem unzureichendem Kenntnisstand.

Ataka-Kadaver