Wo sind die Aufnahmen? Seit Jahren nunmehr wartet man schon auf angebliche Filmaufnahmen einer ganzen Herde! des nordamerikanischen Seeungeheuers Cadborosaurus wilsi, auch bekannt als Caddy. Der amerikanische Sender "Discovery Channel" hat diese Aufnahmen gekauft um sie im Rahmen einer Dokumentation zu präsentieren. Einige Kryptozoologen wie John Kirk oder Dr. Paul LeBlond konnten bereits einen Blick darauf werfen und sprechen von "keinem bekannten Tier". Angeblich ähneln diese Tiere dem Kadaver, den man 1937 in der Walfangstation Naden Harbour aus dem Magen eines Pottwals freischnitt. Dann sehen wir wohl bald einige... ja was eigentlich? Vermutlich Riesenhaie, denn dies ist der bislang vernünftigste Vorschlag neben der Möglichkeit einer komplett neuen Art für diesen Kadaver. Aber das ist nun wieder eine andere Diskussion. Nach Ankündigungen des Senders soll es nun aber im Juni soweit sein. Welches Jahr wurde wohl nicht genannt...
Einiges hat sich angesammelt seit der letzten Kryptozoologie-Umschau. Die legendäre Schildkröte des vietnamesischen Hoan Kiem-Sees wurde aufgrund ihrer Verletzungen gefangen und befindet sich nun in einem "Sanatorium". Und Jeff Meldrum spekuliert über eine Bigfoot-Population von 500 bis 700 Individuen.Einige interessante Themen - auf die ein oder andere Art jedenfalls. Kommen wir ohne weitere Umschweife zu den Links:
Kurz vor der Jahrhundertwende stiftete Dr. Bernard Heuvelmans, der „moderne Vater der Kryptozoologie“, seine gesamte Sammlung dem Schweizer Zoologischen Museum Lausanne (Musée Cantonal de Zoologie Lausanne). Am 12. Oktober 1999 wurde dort, zu Ehren dieses Lebenswerks von Dr. Bernard Heuvelmans, das „Bernard Heuvelmans Department of Cryptozoology“ eröffnet, mit einer Ausstellung die mehr als 25.000 Berichte in rund 100 nach Themen sortierten Archivboxen, 1000 Bücher, 12.000 Dias, rund 25.000 Fotos oder Illustrationen, diverse kryptozoologische Magazinsammlungen, 12 Gemälde seiner geschiedenen Frau Alika Lindbergh sowie anatomische Fragmente von (kryptiden) Tieren (Stoßzähne eines Zwergelefanten, Gipsabdrücke von Sasquatch-Fußspuren usw.) enthält. Jeder interessierte Wissenschaftler und Studierende kann seitdem nach Absprache mit dem Museum diese gigantische Sammlung einsehen. Sie ist das Resultat jahrelanger Reisen und dem systematischen Archivieren von Berichten rund um die Kryptozoologie.
Benjamin Radford, dem sog. Chef vom Dienst des Skeptical Inquirer, gelang es Madelyn Tolentino aus Puerto Rico zu kontaktieren und zu interviewen. Sie war es, die 1995 vom Chupacabra in dieser Region berichtete. Bei ihrer Befragung stellte sich letztlich heraus, dass sie kurz vor ihrer Sichtung auch den damals neuen Film "Species" gesehen hatte, in dem ein Alienwesen ziemlich exakt dem allseits bekannten Bild des "Supervampirkängurus" entspricht. Damit rückt zumindest eine schon länger spekulierte Erklärung für diese Ansicht des blutsaugenden mit Stacheln bewehrten Chupacabra in realistische Nähe. Zumindest ergeben sich einige interessante Fragen und Aspekte, die Benjamin Redford in einem Folgeartikel anspricht. Dort bietet er im übrigen auch 250 Dollar für publizierte Nachweise vor 1990 des Chupacabra, denn zumindest bis jetzt gelang es ihm keine solchen zu finden...
Bigfoot, Nessie, Yeti und Mokele-Mbembe waren übrigens für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Wie Michael Schneider von unserem befreundeten Webportal Kryptozoologie.net mitteilt, wurde auf der letzten Sitzung der Interessengemeinschaft Kryptozoologie am 16.02.2011 in Frankfurt am Main der Beschluss gefasst ein deutsches Kryptozoologie-Museum zu gründen um "diese Thematik auch der breiten Öffentlichkeit visuell und informativ präsentieren zu können." Das Museum selbst wird auch durch die Interessengemeinschaft Kryptozoologie mit derzeit 86 Mitgliedern getragen, natürlich werden aber auch gerne Spender bzw. Investoren angenommen.
Die große Eröffnung soll gegen Ende 2011/Anfang 2012 stattfinden, bis dahin wird dann hoffentlich auch eine geeigneten Immobilie gefunden sein. Im Museum soll es neben den Ausstellungsräumen mit dem bereits ausreichend vorhandenen Ausstellungsmaterial und noch zu erwerbenden besonderen Stücken auch einen zentralen Treffpunkt und Veranstaltungsraum geben, in dem "in regelmäßigen Abständen Seminare und Schulungen zur kryptozoologischen Thematik und angrenzenden Themengebieten abgehalten werden sollen". Obligatorisch ist natürlich auch der "Verkauf von Merchandise-Produkten und entsprechenden kryptozoologischen Utensilien".
Ein signifikant großer Teil der Kryptozoologie beschäftigt sich mit ethnologischen Quellen über menschen- und affenähnliche, möglicherweise existierende Tiere.