Zwei Ereignisse in den letzten Wochen deuten darauf hin, dass mindestens eine große Raubkatze die ländliche Gegend des englischen Welwyn Hatfield durchstreift.
Der 19-jährige Jamie Banham fuhr des Nachts zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund Ian Allen die A1000 entlang, als sie plötzlich im Licht ihrer Scheinwerfer einen "riesigen, schwarzen Panther" erblickten: "Wir fuhren die Straße hinunter, und alles, was wir zunächst sahen, war ein Paar schimmernder, gelber Augen. Erst dachten wir, das sei ein Hund oder sogar ein Wolf, doch dann erkannten wir gut, dass es sich um ein gewaltiges Tier mit den gelben Augen einer Katze handelte. Ich habe so etwas noch nie gesehen." Jamie, der am Steuer saß, blitzte mit den Scheinwerfern und hupte, sodass das Wesen schließlich im Unterholz neben der Fahrbahn verschwand. Als die jungen Männer Bekannten von ihrem Erlebnis erzählten, ernteten sie nur wenig Glauben. "Das ist, als hätte man ein UFO gesehen."
Der andere Vorfall ereignete sich vor drei Wochen nahe Essendon. Jeff Leo, 58, war in der Abenddämmerung mit seinen vier Hunden auf Hasenjagd, als eine große, schwarze Katze aus dem Gestrüpp hervorkam. An genau derselben Stelle will Leo bereits ein Jahr zuvor ein ebensolches Tier gesehen haben. Damals hatten es seine Hunde aus einer Hecke herausgetrieben. "Es war viel größer als eine normale Katze. Ich dachte zuerst, das wäre ein Muntjak, doch dann bemerkte ich, dass es sich anders bewegte. Und es hatte einen sehr langen, dicken Schwanz."
Scott Marlowe, der Gründer des "Pangea Institute", leitet einen Online-Lehrgang über Kryptozoologie und wird demnächst zusammen mit etwa 20 Kursteilnehmern eine Expedition in die Sümpfe Floridas unternehmen, um dem Skunk-Ape auf die Spur zu kommen. Da der berüchtigte Kryptid hauptsächlich in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv sein soll, werden sich die Feldforscher tagsüber mit der Datenauswertung und eventuellen Arbeiten an ihrer Ausrüstung beschäftigen. In der Nacht wollen sie mit Infrarotkameras und Nachtsichtgeräten nach dem Wesen suchen. Wo genau die Aktion durchgeführt wird, hängt davon ab, aus welcher Gegend derzeit die meisten Sichtungen gemeldet werden. Mögliche Orte sind laut Marlowe die Regionen von Collier, Monroe und Levy sowie die Okeechobee- und Green-Swamp-Gebiete. Ein Zeitpunkt wurde noch nicht bekanntgegeben.
Mark Fraser von der "British Big Cat Research Group" und Mark North vom "Centre for Fortean Zoology" tragen jeden Monat von Neuem aktuelle BBC-Sichtungen zusammen, listen sie auf und machen sie in einem Bericht öffentlich. Im Juli 2005 verzeichneten sie insgesamt fünfzehn Berichte über schwarze Großkatzen, fünf über braune pumaartige Tiere, zwei Angriffe auf Nutzvieh sowie einen Bericht, dem sogar ein Foto der Katze beigelegt war. (Diese Aufnahme zeigte jedoch lediglich eine 14 Kilogramm schwere schwarze Hauskatze, die in der Nähe ihres Wohnortes in Devon schon mehrere Male fälschlicherweise für einen Panther gehalten wurde.) Chris Moiser, Zoologe und Autor verschiedener Bücher zum Thema, lobt die Forscher und ihre Assistenten für ihre Arbeit. Die Analyse der BBC-Daten sei dank der monatlichen Berichte nun sehr viel besser möglich, als es noch bei jährlichen Zusammenfassungen der Fall war.
Im englischen Northhamptonshire wurde vergangene Sonntagnacht eine pantherartige Kreatur gesichtet. Die 32-jährige Hausfrau Michelle Deakin befand sich gerade in ihrem Wagen auf der Strecke zwischen Collingtree und Milton Malsor, als sie am Straßenrand ein Tier herumschleichen sah, das sie zunächst an einen großen Hund denken ließ, bei näherem Hinsehen jedoch eindeutig katzenartige Merkmale offenbarte. Das Tier war schwarz-gräulich gefärbt und hatte einen sehr kräftigen Körperbau. "Es bewegte sich geschmeidig über die Straße, und ich konnte erkennen, dass sein Schwanz schwarz geringelt war. Ich war ziemlich geschockt, so etwas in Northhamptonshire zu sehen." In den letzten drei Jahren verzeichnete man 14 Großkatzensichtungen aus der Gegend. Erst im vergangenen Juli wurde ein Schaf des Farmers Moreton Pinkney gerissen aufgefunden, wobei Pfotenabdrücke am Tatort gefunden wurden, die man einer großen Raubkatze zuschrieb.
Jeff Stefford erhielt nach eigenen Angaben Fotos vom legendären Monster aus dem Massawippi-See (British Columbia) von einem Touristen. Die alligatorähnliche Kreatur sei aus dem See aufgetaucht und habe diesen zum genaueren Hinschauen veranlasst. Es sei etwa drei Meter lang gewesen, der Kopf wäre für einige Minuten über Wasser und sichtbar gewesen.
Im Gegensatz zum Lake Champlain oder zum nahe gelegenen Lake Mephremagog führte der Massawippi-See bislang in "Seemonster"-Kreisen ein ruhiges Dasein. Bewohner von Quebec berichten angeblich bereits seit Generationen von "Whippy", wie das Monster liebevoll genannt wird, im See. Der Touristenführer Florent Herbert führt Touren über den See bereits seit 23 Jahren und hat viele merkwürdige Dinge gesehen, die er nicht erklären kann. Er hat immer versucht die Leute von der Existenz des Monsters zu überzeugen, diese Fotos würden jetzt zeigen das er nicht verrückt sei. "Ich fühle mich viel besser, denn keiner hat an die Geschichten geglaubt, die ich über den See erzählt habe" teilte er CFCF News mit. Wissenschaftler haben angesichts der Gerüchte bereits bekanntgegeben, dass in diesen Gewässern sehr große Fische heimisch sind. Mit rund 152 Metern Tiefe ist der See durch viele Störe bevölkert. Fischer haben Tiere mit mehr als 2,13 Metern Länge gesichtet.
Doch die Kreatur auf den Fotos ist nach Ansicht von Stafford kein Fisch. "Es war an der Oberfläche für mehr als 15 Minuten - das ist nicht das Verhalten eines Fisches". Stafford ist von der Existenz eines Monsters im See absolut überzeugt. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass das "Ripplecove Inn" nahe des Sees ihm gehört...
Sehr häufig wird in den unterschiedlichsten Abbildungen der Yeti als weißhaarig dargestellt. Dieser Trugschluss, der auf der weitläufig verbreiteten Annahme basiert, dass Tiere in kalten, schneereichen Gebieten zwangsläufig weiß sein müssen, ist dabei nicht nur auf den Yeti beschränkt.