Existieren im Dschungel des Kongo wahrhaftig überlebende Dinosaurier? Lebt in Südamerika heute noch eine Boden bewohnende Faultierart? Ist der australische Beutelwolf tatsächlich ausgestorben? Und was ist wirklich dort draußen unter den unergründlichen Wellen des weltbekannten schottischen Hochlandsees? Gibt es tatsächlich noch unbekannte Tierarten auf unserer Erde, die uns nur aus Berichten bekannt sind?
Die Anzahl aller beschriebenen Tierarten dieses Planeten beträgt zusammengenommen schätzungsweise 1,75 Millionen Arten. Das ist nur ein kleiner Bruchteil der unbekannten 15 Millionen die offiziell noch vermutet werden. Und die meisten Menschen kennen noch weniger als 0,01 Prozent davon. Wie sehr hatte sich der französische Baron und Naturwissenschaftler Georges Cuvier doch geirrt, als er im Jahr 1812 verkündete dass nur wenig Hoffnung bestünde neue Tierarten zu entdecken...
Die Kryptozoologie ist auf der Suche nach derart verborgenen Tieren. Kommen Sie mit auf eine Expedition in unsere unbekannte Welt!
Diese Nachricht ist jetzt schon ein paar Tage alt, aber noch in dieser Umschau drin und da dacht ich... brings doch einfach hier ein und nutz es als Einleitung...
Wie der Victoria Times Colonist berichtet, wird sich nächsten Monat erneut ein Team von „Monsterjägern“ an den Cameron-See auf der Vancouver-Insel begeben um das örtliche Seeungeheuer zu suchen.
Noch früher als das Aussterben des Java-Tigers kam das der Verwandten auf der Nachbarinsel Bali. Diese kleinste Unterart des Tigers (Panthera tigris balica) stand sowieso bereits aufgrund des noch begrenzteren Platzes unter Druck. Auch hier war die Hauptursache des Aussterbens wiederum hauptsächlich der Mensch mit seinem massiven Platzbedürfnis für Landwirtschaft und Wohnraum.
Wie andernorts kam zudem das Verlangen einiger Leute hinzu, den „gefährlichen“ Tiger in einem sehr unfairen...
Girvan ist eine kleine Stadt im schottischen Verwaltungsgebiet South Ayrshire. Das ehemalige Fischerdorf liegt 32 Kilometer südlich von Ayr und 48 Kilometer nördlich von Stranraer an der Westküste Schottlands. Die Stadt bietet heute natürlich einige touristische Attraktionen mehr als zur damaligen Zeit wie zum Beispiel malerische Strände, einen Golfplatz, Folkmusik-Festivals und mancherlei mehr. Und Girvan verfügt wie viele schottische Orte auch über eine lokale Legende - allerdings ist die Legende der Stadt verwoben mit einer der grausamsten, abscheulichsten und dunkelsten Erzählungen Schottlands überhaupt.1 Einst soll in der Dalrymple Street von Girvan eine Frau namens Elspeth McCrudden gelebt haben. Doch sie bewahrte ein Geheimnis, und als sich die Ereignisse schließlich überschlugen sollte es ihr zum Verhängnis werden.
In einer Küstenhöhle in Bannane Head, ganz in der Nähe von Galloway County (dem heutigen South Ayrshire) lebten nach der involvierten zweiten Legende Alexander „Sawney“ Bean2 und seine Frau mehr schlecht als recht vom Raubmord an vorbeikommenden Reisenden. Da sie so nur schwerlich ihren Lebensunterhalt bestreiten konnten, gingen sie irgendwann dazu über ihre Opfer nicht nur zu berauben und zu ermorden, sondern diese sodann in die Höhle zu schleppen, sie auszuweiden und schließlich aufzuessen um Geld für Nahrungsmittel zu sparen. Was man nicht sogleich verwerten konnte, wurde zum späteren Verzehr in Salz und Essig eingelegt und in der Höhle an Haken abgehängt.3 Im Laufe der Zeit wurden ihnen acht Söhne, sechs Töchter sowie - durch inzestuöse Verbindung - 32 „Enkel“ geboren, die alle alsbald in das blutige Handwerk mit eingebunden wurden. Eines Tages geschah jedoch ein folgenschwerer Fehler und ein Reisender überlebte4, woraufhin die alarmierte Obrigkeit Truppen entsandte, denen es mit Hilfe von Bluthunden gelang, das Versteck ausfindig zu machen. Ob ihrer grausamen Verbrechen wurden die männlichen Familienmitglieder zum langsamen Tode durch Ausbluten verurteilt, alle Frauen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Alle bis auf eine, denn Elspeth McCrudden war nach der Legende von Girvan niemand anderes als die den grauenhaften Verhältnissen entflohene älteste Tochter der Beans. Doch nach den Verhaftungen kam man auch hinter ihre wahre Identität und obwohl sie nach einer anderen Erzählung noch versuchte ihrem Schicksal zu entfliehen5, knüpfte der Mob sie an einen Ast ihres selbst gepflanzten Baumes. Noch heute könne man, wenn man unter dem „Hairy Tree“ genannten Baum stehe, das Geräusch ihres baumelnden Leichnams hören.6 Was hat all das mit Kryptozoologie zu tun? Nicht wirklich viel, außer dass die tragische Legende um Elspeth McCrudden und den Hairy Tree nicht der einzige Fall ist, in dem ein Leichnam in Girvan eine bedeutende Rolle spielt...
Cherbourg-Octeville1, eine am Ärmelkanal im französischen Départment Manche der Region Basse-Normandie gelegene Stadt, besitzt bereits aus historischer Sicht eine überregionale Bekanntheit. Der Seehafen wurde durch die Wikinger gegründet und beginnend mit der napoleonischen Ära zu einer Festungsanlage ausgebaut. Viele Jahrhunderte später war die Stadt der erste geplante Anlaufpunkt des britischen Passagierschiffes RMS Titanic nach dessen Start in Southampton. Am frühen Abend des 10. April 1912 ankerte das damals größte Schiff der Welt vor Cherbourg und nahm 274 weitere Passagiere auf seiner Reise in die unerwartete Katastrophe an Bord. Im Juni 1944 war die Stadt schließlich - nach ersten Manövern der alliierten Streitkräfte im Rahmen der Operation „Neptune“ - eines der erklärten Eroberungsziele während der nachfolgenden Operation „Overlord", die von 06. Juni 1944 bis zum 25. August 1944 lief. Am 27. Juni 1944 wurde das von den Nationalsozialisten zu einer Festung ausgebaute Cherbourg von den alliierten Streitkräften eingenommen und nach dem Wiederaufbau des zerstörten Hafens wenige Monate später wie geplant zu einer der wichtigsten Stationen der Truppen- und Materialverschiebungen in Frankreich.
Historisch gesehen keine derartig erwähnenswerten Ereignisse außerhalb des Schattens der benachbarten Stadt aufweisen kann hingegen das Dörfchen Querqueville, nur wenige Kilometer westlich von Cherbourg. Am 28. Februar 1934 wurde ihm für einige kurze Momente aber doch die ungeteilte Aufmerksamkeit der internationalen Medien zuteil. Am Nachmittag dieses Tages fanden Fischer am Strand des Dorfes den angeschwemmte Kadaver eines seltsam aussehenden, in diesem Zustand für sie nicht zu bestimmenden Tieres. Der Kopf ähnelte nach ihrer Ansicht einem Kamel und befand sich an einem länglichen Hals. Es hatte zwei große Flossen am vorderen Ende eines länglichen Körpers, eine Finne auf dem Rücken und einen langen, spitz zulaufenden Schwanz. Der Kadaver war um die sechs Meter lang, davon nahm allein rund einen Meter der lange, dünne Hals ein, und an der dicksten Stelle besaß der Körper etwa 1,5 Meter Durchmesser. Die Haut schien mit kurzen, harten und steifen weißlichen Haaren bedeckt.. Unweit entfernt lag zudem ein Haufen von Eingeweiden, die dem unbekannten Tier zuzuordnen waren.
Georg William Steller ist wohl einer der bekanntesten Naturforscher des 18. Jahrhunderts. Geboren 1709 in Windsheim bei Nürnberg, erforschte er im Auftrag Peters des Grossen um 1741 Alaska und die zwischen Russland und Nordamerika liegenden nördlichen Inseln. Dabei entdeckte und beschrieb er verschiedene, der Fachwelt bislang unbekannte Tier - und Pflanzenarten. Die wohl bekannteste dürfte die inzwischen ausgerottete Stellersche Seekuh sein. Insbesondere die englischen, aber auch einige deutsche Trivialbezeichnungen diverser weiterer Tierarten weisen auf Steller als Erstentdecker hin, etwa Stellerscher Seelöwe, Riesenseeadler (Steller’s Sea Eagle), Scheckente (Steller’s Eider Duck) oder Diademhäher (Steller’s Jay).
Doch in Stellers Reiseberichten finden sich einige Tiere, die sich nicht so ohne weiteres identifizieren lassen. Oder doch?
Der Seeaffe
Am Abend des 10. August 1741, ungefähr 180 Seemeilen von den Tchirikov-Inseln entfernt (die wiederum vor der Alaska-Halbinsel liegen) sah die Besatzung der St. Peter ein Tier, das Steller später folgendermaßen beschrieb:
“Am 10. August sahen wir ein sehr ungewöhnliches und unbekanntes Meerestier, über das ich kurz berichten will, da ich es volle zwei Stunden lang beobachten konnte. Es war etwa zwei russische Ellen [ca. 1,8m] lang, der Kopf war wie der eines Hundes, mit spitzen, aufgerichteten Ohren. Von den oberen und unteren Lippen hingen an beiden Seiten Schnurhaare herab, so dass es fast wie ein Chinese aussah. Die Augen waren groß, der Leib länglich-rund und dick, zum Kopf hin verdickend, und sich allmählich zum Schwanz hin verjüngend. Der gesamte Körper war mit dichten Haaren bedeckt, die auf dem Rücken grau, im Bauchbereich aber rötlichweiß gefärbt waren. Im Wasser erschien das Tier aber in seiner Gesamtheit rötlich und kuhfarben. Der Schwanz war in zwei Teile aufgeteilt, von denen einer länger als der andere war [laut manchen Autoren sogar doppelt so lang].“
„Ein gigantischer Hai von der Größe eines C. megalodon bewohnt gegenwärtig die Tiefsee. Diese Bestie, die 20 bis 40 Meter lang wird, ist eng mit dem rezenten C. carcharias verwandt. Vielleicht ist sie auch nur eine Riesenform dieser Art.“