| Rückblick: Diskussionsrunde des ES am 12.02.05 in Fulda | ![]() | ![]() |
| Geschrieben von: Nadine Schneider | |||
| Sonntag, den 20. Februar 2005 um 01:00 Uhr | |||
Kryptozoologische Diskussionsrunde in Fulda am 12.02.2005 Wie in den vergangenen 6 Jahren auch, rief der Autor Michael Schneider, Herausgeber des Magazins Der einsame Schütze, zu einer neuen kryptozoologischen Diskussionsrunde. Bisher wurden diese Diskussionsrunden immer Ende Mai / Anfang Juni eines jeden Jahres in der mittelalterlichen Kulisse der Ronneburg (siehe auch: http://www.burg-ronneburg.de) abgehalten. Doch da der Termin durch andere Aktivitäten in diesem Jahr nicht wahrnehmbar war, wurde dieser bereits in den Februar verlegt. Leider steht zu dieser Jahreszeit die Ronneburg nicht zur Verfügung, da eine großflächige Beheizung der Räumlichkeiten im Winter nicht gegeben ist. So wurde auf ein Angebot der Stadtverwaltung der Stadt Fulda zurück gegriffen, wodurch eine Räumlichkeit in den historischen Gebäuden im Stadtzentrum zur Verfügung stand. Ein Vorteil lag darin, dass die Stadt Fulda eine direkte Verkehrsanbindung per Autobahn und auch über die Bahn mit IC/ICE-Bahnhof verfügt. Die Räumlichkeiten befanden sich zudem nur 10 Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt. Wie sich später herausstellen sollte, war jedoch die Planung der Räumlichkeit nicht ganz passend gewählt. Haben in den Vorjahren nur wenige Besucher an dieser Diskussionsrunde teilgenommen, im Schnitt etwa 10 bis 20 Personen, wurde dies in die Vorplanung übernommen und ein Raum mit Platz für etwas mehr als 50 Personen gebucht. Insgesamt waren 56 Sitzplätze vorhanden. Im Oktober 2004 wurden die Vorplanungen der Termine beendet und Anfang November 2004 der Termin offiziell bekannt gegeben. Weshalb die Nachfrage für die Veranstaltung so groß war, konnte nicht exakt nachvollzogen werden, jedoch waren bereits Mitte Dezember 2004 alle verfügbaren Plätze ausgebucht. Durch viele weitere Anfragen von Personen, welche keinen Platz mehr erhalten konnten, wurde ein zweiter Termin im Herbst (September / Oktober 2005) vorgesehen. Weitere Details hierzu können Sie ab Mitte des Jahres im Magazin Der einsame Schütze oder unter www.kryptozoologie.net finden. Am 12.02.2005 trafen die ersten Teilnehmer gegen 8.45 Uhr ein, worauf eine erste lockere Diskussion der Teilnehmer und Michael Schneider stattfand. Vor dem Eingang befand sich ein Tisch mit Informations- und Anschauungsmaterial. Vielen eintreffenden Teilnehmern fiel dabei ein Abguss eines Horns auf, welches im Zentrum des Tisches stand. Einige Teilnehmer fingen sofort an, mit anderen Teilnehmern über dieses merkwürdige Objekt zu diskutieren. Wie sich später am Tage noch herausstellen sollte, würde sich daraus eine angeregte Diskussion über den Ursprung dieses Hornes, welches von Hans-Jörg Vogel (Redaktion PTERODACTYLUS) zur Verfügung gestellt wurde, ergeben. Gegen 10.00 Uhr fanden sich auch die letzten Teilnehmer ein, worauf hin Michael Schneider die Diskussionsrunde des Tages mit einer offiziellen Begrüßung und einer Ansprache an die Anwesenden begann. Im Laufe dieser rund 50 Minuten dauernden Ansprache wurde die Geschichte der Kryptozoologie von ihren Anfängen bis heute angerissen. Hinzu kamen Schwerpunkte wie etwa bislang kaum erforschte Lebensräume, Lebensraum Ozean, Geschichte des Menschen, mögliche überlebende Tiere die als Ausgestorben gelten und die Verantwortung des Menschen, bedrohte Arten zu schützen, bevor diese weitere Kryptide auf der langen Liste werden. Als Abschluss dieser Ansprache kam das Thema wie sich die Kryptozoologie heute in den Medien darstellt. Herr Schneider bedankte sich bei den Teilnehmern für das Zuhören und forderte dabei die Teilnehmer auf, entstandene Fragen jetzt vorzubringen, da er während des Vortrages mehrfach darauf hinwies, Fragen bitte bis zum Ende des Vortrages aufzuheben. Die erste Frage bezog sich dann auch direkt auf das zuletzt angesprochene Thema. Eine Teilnehmerin ging dann direkt darauf ein, dass man kryptozoologische Themen meist nur in der Regenbogenpresse finden könne, wenn irgend wann mal wieder ein Ungeheuer oder Monster herhalten muss. Andere Teilnehmer stimmten dem zu und brachten das Argument hervor, dass es zumindest im deutschsprachigen Raum kaum seriöse Meldungen zur Thematik gebe, von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen. Innerhalb der Teilnehmer entwickelte sich ein angeregte Diskussion, obwohl man sich im Prinzip einig war, dass zumindest die Presse mit den großen Printmedien so gut wie keine wirklich seriösen Artikel über Kryptozoologie oder Kryptide hervorbringt. Einige Personen hatten sogar Zeitungsartikel mitgebracht, um diese während der Diskussion vorzulegen. Einigkeit herrschte über den Punkt, dass die allgemeine Meinung über die Kryptozoologie in den Medien nur durch Ungeheuer und Monster geprägt wird, jedoch kaum jemand Hintergründe kennt. Nach einiger Zeit ging die Diskussion weg von den Printmedien, hin in Richtung TV-Sendungen mit kryptozoologischem Hintergrund. Hierbei kamen Sendungen wie Welt der Wunder, Wunderwelt Wissen, Gallileo aber auch weitere Tiersendungen wie etwa Crocodile Hunter und andere ins Gespräch, welche laut Meinung der Teilnehmer völlig falsche Tatsachen präsentieren und Fakten falsch darlegen. Einen großen Lacher brachte auf alle Fälle die Beschreibung einer Sendung Wunderwelt Wissen, wo in einem Beitrag über eine neue Generation von Tauchbooten von einem Manta berichtet wurde, obwohl die ganze Zeit ein Stachelrochen gezeigt wird. Weitere Beispiele wurden aufgezählt und die Diskussion lockerte sich etwas auf, besonders wenn man über Jeff Corwin oder Nigel Marven berichtete. So gut wie jeder Teilnehmer hatte hierzu etwas beizusteuern. Im Zuge der Diskussion kam dann irgendwann ein Übergang zum Thema Webseiten mit kryptozoologischem Inhalt auf. Das Urteil im Zuge der Gespräche war vernichtend. So kam man beinahe geschlossen zu dem Ergebnis, dass man etwa 99% aller Webseiten als völligen Blödsinn oder völlig unseriös einstufen muss. Nur sehr wenige Ausnahmen seien wirklich empfehlenswert. So vergingen die ersten drei Stunden des Tages im Zuge dieser Diskussionsrunde sehr schnell mit diesen Themen. Um 13.10 Uhr beendete Herr Schneider den ersten Teil des Tages und begann damit eine Pause von etwa 60 Minuten einzuläuten. Nach dem Hinweis auf ein paar Restaurants in der Umgebung verließen alle Teilnehmer den Raum und begaben sich zum Mittagessen. Gegen 14.15 Uhr fanden sich langsam aber sicher die Teilnehmer wieder ein, so dass um 14.30 Uhr die Veranstaltung fortgesetzt wurde. Der nächste Diskussionspunkt drehte sich um dieses seltsame Horn, von welchem sich eine Nachbildung auf dem Tisch im Eingangsbereich befand. Nur die wenigsten hielten das Objekt für ein möglicherweise natürlich gewachsenes Horn. Es kamen Vermutungen auf, dass das Original eventuell eine Koralle sein könne. Andere plädierten auf einen Kultgegenstand und machten verschiedene Vorschläge zur Verwendung, wobei bei vielen ein sexueller Aspekt als Fruchtbarkeitssymbol der wahrscheinlichste Hintergrund zu sein schien. Michael Schneider klärte die Anwesenden ein wenig über die Herkunftsgeschichte des Objektes auf, wobei anschließend die allgemeine Meinung in Richtung handgefertigter Kultgegenstand ging. Anschließend verlagerte sich die Diskussion auf verschiedene Kryptide, wie etwa dem Mongolischen Todeswurm, den Beutelwolf, den Beutellöwen, und weitere Vertreter. Eine besonders angeregte Diskussion fand zum Thema Primaten statt, da man erst kürzlich mehrere neue Arten in Südamerika entdeckt hatte. Zwangsläufig lief diese Diskussion weiter zum Bigfoot, dem Yeti und anderen Hominiden. Viele Theorien wurden vorgebracht und besprochen. Letztendlich kam man zur Aussage, dass man die Existenz von Hominiden nicht bestreiten kann. Aufgrund der weltweiten Berichte über Affenmenschen alleine lasse sich auf eine verborgene Lebensweise dieser Wesen schließen. Weltweit gibt es immerhin noch genügend dichte und vom Menschen kaum berührte Waldgebiete und Gebirgswälder, in denen sich scheue Vertreter verstecken können. {mosimage}Mittlerweile war es bereits nach 17.30 Uhr geworden und Herr Schneider begann eine Zusammenfassung der besprochenen Themen zu geben. Hierbei traten abermals einige Fragen auf, welche diesmal umgehend diskutiert wurden. Während dieser Diskussion stellte sich eine große Forderung der Teilnehmer auf, da man feststellte, dass es im deutschsprachigen Raum keine wirkliche Institution gibt, die sich auf Feldforschungen und direkte Forschungen auf dem Gebiet der Kryptozoologie festgelegt hat. Es gibt zwar verschiedene Ansätze, aber kein großer deutschsprachiger Dachverband, wie etwa die ISC, welcher direkte Forschungen gezielt betreibt. So kam der Gedanke auf, eine solche Organisation oder einen Förderverein ins Leben zu rufen. Weitere Details sollten bei einer weiteren speziellen Diskussionsveranstaltung geklärt werden. Herr Schneider sagte für ein solches Projekt seine Unterstützung zu. Gegen 18.45 Uhr waren die letzten Details für das Erste geklärt und Herr Schneider verabschiedete die Teilnehmer. Abschließend bleibt zu erwähnen, dass sich etwa die Hälfte der Teilnehmer sehr intensiv an den stattgefundenen Diskussionen beteiligten. Die andere Hälfte bestand eher aus Zuhörern, die nur ab und an etwas zur Diskussion beisteuerten. Alles in allem ein sehr anregender und interessanter Tag für alle Beteiligten. Obwohl noch kein neuer Termin feststeht, gibt es schon jetzt etliche Voranmeldungen für die nächste Diskussionsrunde. Autorin: Nadine Schneider, "Der Einsame Schütze"
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