Teratologie - Fehlbildungen des menschlichen Körpers

Alle Naturphänomene, die nichts mit Tieren zu tun haben

Beitragvon Extraterrestric » 18.03.2006 23:34

Hallo,

ich suche schon seit vielen Jahren Menschen mit so einer seltenen Fehlbildung der Ohren. Wie zu sehen sein würde, fehlt mir, wie ich immer so schön sage, die "Ohrstöpseleinhängevorrichtung". Also, habe echte Probleme mit den Ohrhörern, so wie es diese z.B. für die Freisprecheinrichtungen nur gibt. Da es beidseitig so ist, wirklich null Chance. Selbst internationale Anfragen auch an Universitäten brachten bisher nur das Ergebnis, dass so etwas noch nicht gesehen wurde. habe zwar noch einige andere "Wundersamkeiten" vom Kopf her angefangen, aber das hier würde mich erst einmal besonders interessieren.

Liebe Grüsse
Zuletzt geändert von Extraterrestric am 08.06.2008 21:25, insgesamt 1-mal geändert.
Extraterrestric
 

Beitragvon jersy » 09.12.2007 22:35

ich bin grad bei wikipedia, lesen über moderne legenden. da lese ich einen artikel über" vagina dentata" und darin ist ein link der mich tatsächlich
hierher führt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Teratom
genau wie in der doku die ich eine seite vorher in diesem thread gesucht habe.
wer lange sucht findet auch manchmal 8)
ist das nicht eine sehr unheimliche krankheit? diese tumore können haut, leber, haare und sogar herzmuskeln im ansatz bilden. wie eine art akte-x in real.
ich bin sonst nicht so schnell zu beeindrucken aber das haut mich fast vom hocker :shock:
schön gruß
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Beitragvon Annie » 10.12.2007 16:14

Hallo!

Hätte ich geahnt, daß Du @jersy noch Infos dazu suchst, ich dachte das sei erledigt,.... :wink:

Ich habe während meiner Ausbildung mal ein Kind mit Steißbeinteratom mitgepflegt. Es wurde dann operiert, war nicht so ganz einfach, und danach kam es natürlich dann auf die Intensivstation. Wie es dem Kind heute geht weiß ich natürlich nicht :wink:

"Wundert Euch über nichts, wenn es um Fehlbildungen geht ist nahezu alles möglich..." hatte man uns damals gesagt. Also auch an der Ohren.... Natürlich sind nicht alle Fehlbildungen mit dem Leben vereinbar :( ... arme "Mäuse"....

Was ich einige Male mitbekommen habe waren Syndaktylien, sowohl an den Händen, als auch an den Füßen.
Daran muss ich immer wieder denken, wenn seltsame Fußspuren gefunden werden.....
Ich habe hier mal einen Link
Aber Vorsicht ein paar Bilder sind kurz nach oder auch während der Op aufgenommen, ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Besonders nicht für Kinder!: http://www.handfehlbildungen.de/teil3/index.htm

Da das Thema wiederbelebt wurde.....
@quagga... Bei einer Polymastie gibt es manchmal auch entsprechend ne Niere mehr .... mammorenales Syndrom , ich finde aber leider nicht viele Infos dazu... falls es Dich interessiert würde ich gucken, ob ich noch mehr dazu finde... :wink:
Liebe Grüße von
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Beitragvon jersy » 10.12.2007 17:20

mir geht es nicht um fehlbildungen an sich, nur die art genau dieser art von carzinom ist sehr...anders.
da bildet ein geschwulst ein "beinahe" lebewesen aus, welches haare, gehirnzellen, herzzellen, knochhenzellen usw besitz. das ist was ganz anderes für mich als eine 6te zehe oder ein 6ter finger, ein schwanzansatz oder eine dritte brustwarze.

das ist auch kein verwachsener zwilling. für mich ist das echte sci-fi materie und als ich die doku damals im tv sah, dachte ich erst an einen schlechten scherz. wenn man mir das vorher erzählt hätte, würde ich es nicht für voll nehmen, so fremdartige ist dieses geschwulst für mich. als wenn "irgendetwas" schlüpfen will. sorry für diesen mysterie-touch aber wie schon mehrfach von mir geschrieben, empfinde ich diese sache als äußerst "strange".
ich habe altenpfleger gelernt, habe durch meine arbeit von leichenwaschen bis behandlungen von dekubitus von tellergröße das ganze spectrum gesehen. nur nie etwas in dieser art.
schön gruß
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Beitragvon Annie » 10.12.2007 17:41

@jersy: Das zu den Fehlbildungen habe ich geschrieben, weil es zum eigentlichen Thema hier gehört :wink:

Teratome sind ja auch eigentlich keine Fehlbildungen in dem Sinne. sondern eine Tumorerkrankung, wie Du ja sagst, und wirklich irgendwie .... schräg...
Bei dem Kind das ich oben erwähnte waren auf jeden Fall Haare aber keine Zähne im Teratom, was noch drin war... da kann ich mich leider nicht mehr erinnern... leider...
Ich finde Teratome, wenn ich ehrlich bin auch fast schon unheimlich. Keimzellen fangen an sich zu teilen, einfach so, ohne Befruchtung, .... und dann sogar bei Männern....... Was ich nicht weiss ist, ob vorhandene Herz- oder Gehirn-zellen sogar anfangen zu arbeiten.... wäre noch unheimlicher...
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Beitragvon Kouprey » 10.12.2007 20:31

Ach so ist das-wir Männer dürfen also keine Keimzellen haben! Wahrscheinlich nicht mal mehr in den Hoden...Na, schon recht, ich habe verstanden-dann macht's Euren Dreck mal alleene...(zieht beleidigt vondannen)
:P
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Beitragvon Annie » 10.12.2007 20:49

och Kouprey nein nich' wechgehn..... :keks:

Was wären wir Frauen ohne Euch Männer...... das sieht man doch wohl an den Teratomen was da rauskommt wenn man es alleine macht.... sowas will doch keiner abends ins Bett bringen.....

wie ich das meinte war ja wohl klar.... :happy:
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Beitragvon Kouprey » 10.12.2007 21:16

Ok, bin wieder da-mmh, lecker, diese virtuellen Kekse-und dann auch noch so kalorienarm. :wink:

Dass Jungfernzeugung ja durchaus geht, zeigen vom Amazonaskärpfling über Heteronotia binoei etc. ja schon allerlei Tierchen. Aber irgendwie stelle ich mir das langweilig vor: keine endlosen Beziehungsdiskussionen mit Teure-Teller-an-die-Wand-Werfen, Meine-Mutter-hatte-Recht-Schluchzen und anschließendem Versöhnungsabendessen beim sauteuren Luxusfranzosen? Kein Lästern und Klagen über die Fehler des anderen Geschlechts? Keine umständlichen, verkrampften First Dates? Kein Hugh Hefner? Und dann kann man das sich Verfahren im Straßenverkehr ja nicht mal auf den fehlenden Orientierungssinn des anderen schieben-da der selbst ja nur ein Klon ist. Pfff...ich bedaure die armen Tierchen zutiefst. :wink:
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Beitragvon Annie » 10.12.2007 21:45

Fein, daß Dir die Kekse schmecken.... :wink:

keine endlosen Beziehungsdiskussionen mit Teure-Teller-an-die-Wand-Werfen, Meine-Mutter-hatte-Recht-Schluchzen und anschließendem Versöhnungsabendessen beim sauteuren Luxusfranzosen? Kein Lästern und Klagen über die Fehler des anderen Geschlechts

plauderst Du da etwa aus dem Nähkästchen,.... :happy: ... nein...

Jetzt mal ernsthaft weiter.....
Gibt es eine Erklärung für die Jungfernzeugung,... ich meine, wodurch wird sie ausgelöst... ??
Und weiß man warum die Keimzellen beim Menschen auf einmal rumspinnen und sich wild teilen.... hat man wenigstens eine Idee?

---------- edit-------------------
halt, ich glaube an einer Antwort wird schon gearbeitet..... außerdem lenkt es etwas von Thema ab.... :wink: ... bleiben wir lieber (erstmal) bei den Fehlbildungen, oder?
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Beitragvon Kouprey » 12.12.2007 21:22

Annie hat geschrieben:plauderst Du da etwa aus dem Nähkästchen,.... :happy: ... nein...



Nein, ich besitze noch "kostbares Geschirr" ;).
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Beitragvon mafiusu » 05.03.2008 20:14

oh, habe gerade dieses Thema gefunden.

Wer kennt den Vorbiss des Unterkiefers, so wie ihn Bulldoggen, Boxer und andere Hunde haben?

Ich bin total der Boxer Fan, da auch ich diesen Vorbiss des Unterkiefers habe.
So sieht man ihn gar nicht, wenn ich geschlossene Lippen habe.

Aber es ist schon extrem. Habe damals eine feste Spange bekommen. Nach einigen Jahren hat sich mein Gebiss normalisiert.
Doch nachdem ich die Spange wieder los war, verschob sich wieder mein Unterkiefer nach vorne. Wenn ich nun zubeisse, ist die untere Zahnreihe vorne.

Ist das eine Fehlbildung? Bin ich ne Missgeburt? :cry:
mafiusu
 

Beitragvon Annie » 05.03.2008 21:08

Na wein' mal nicht... :wink:

Das kommt schon vor, ich meine damit es ist nicht sooo aussergewöhnlich...

http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlbiss

Aber falls es Dir Probleme macht solltest Du vielleicht noch mal zum Kieferorthopäden gehen... zumal es sich um ein Rezidiv handelt..
Liebe Grüße von
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Beitragvon mafiusu » 05.03.2008 21:51

Was ich aber bei der Wikipediabeschreibung seltsam finde ist, dass es Unterbiss genannt wird, wenn der Unterkiefer und die unteren Zähne vorstehen.

Bei Hunden wird das selbe Problem Vorbiss genannt.
mafiusu
 

Beitragvon The Crawling Ey » 06.03.2008 10:50

Extraterrestric hat geschrieben:Hallo,

ich suche schon seit vielen Jahren Menschen mit so einer Fehlbildung der Ohren. Wie zu sehen, fehlt mir, wie ich immer so schön sage, die "Ohrstöpseleinhängevorrichtung". Also, habe echte Probleme mit den Ohrhörern, so wie es diese z.B. für die Freisprecheinrichtungen nur gibt.


Das habe ich auch, kann deswegen keine Standardkopfhöhrer benutzen.
Habe gehört man kann soetwas chirurgisch beheben.

Hätte nicht gedacht dass es auch andere mit dem Problem gibt, ist ja ziemlich selten sowas....
The Crawling Ey
 

Beitragvon Extraterrestric » 08.06.2008 11:19

The Crawling Eye hat geschrieben:
Extraterrestric hat geschrieben:Hallo,

ich suche schon seit vielen Jahren Menschen mit so einer Fehlbildung der Ohren. So fehlt mir, wie ich immer so schön sage, die "Ohrstöpseleinhängevorrichtung". Also, habe echte Probleme mit den Ohrhörern, so wie es diese z.B. für die Freisprecheinrichtungen nur gibt.


Das habe ich auch, kann deswegen keine Standardkopfhöhrer benutzen.
Habe gehört man kann soetwas chirurgisch beheben.

Hätte nicht gedacht dass es auch andere mit dem Problem gibt, ist ja ziemlich selten sowas....

Ja, und wie sieht das bei dir aus und ist es bilateral so identisch anders, als bei den Normalos?
Ich bin der einzige bei uns in der Familie, selbst mein Zwillingsbruder hat Normaloohren, nach weltweiten Anfragen hat so etwas bisher noch niemand gesehen.

Bei mir fehlt die klassische Gegenüberstellung von Tragus und Ant(i)tragus, dadurch bildet sich ein schlitzförmiges Aussehen mit schmalen Gehörgängen.

Vorteil dabei ist, wie ich es gerne scherzhaft sage, muss es sich um ein humanoides Montags-Nachfolgemodell handeln, denn bei mir läuft das Wasser nach dem Duschen besser aus den Ohren. :D
Montagsmodell wegen der sonstigen Fehler, die mir auch teil- und zeitweise lebenslang zu schaffen machen, aber man zum Migrationswunder wird.

Die Verweise auf meiner alten Seite sind schon lange funktionslos.
Wenn Interesse an Bilder tauschen besteht, auch wenn das alles für Normalos verrückt klingt, so schreibe mir eine PN.

Ist ohnehin sehr verrückt mit Ärzten, die auf der einen Seite mit Schweigen oder Arroganz es abwiegeln wollen, auf der anderen Seite es aber nicht erklären können, was eben auch die anderen Merkwürdigkeiten bei mir betrifft.

Bei den Antworten aus dem internationalen Ausland war man doch deutlich offener und informativer, hat sich jedesmal gewundert, was hier so nicht passiert, denn es müsste ja vielleicht bei den hiesigen Medizinern zugegeben werden, dass man mal was nicht kennt?

Ich hege da aber schon lange keinen Groll mehr und habe es durch müde belächeltes Mitleid ausgetauscht, wundere mich aber andererseits doch immer wieder, was für Niedlichkeiten mit weniger Attraktionspotential weit breitgetreten werden, wohl weil es dafür Gelder gibt?

Viele Grüße
Zuletzt geändert von Extraterrestric am 11.06.2008 19:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Vogel Greif » 08.06.2008 20:29

Hallo, extraterrestric.

Stammt Die Aufnahme, die Du als Avatar benutzt, von Dir selbst?
Wenn ja, kannst Du etwas dazu erzählen?

Beste Grüße
In dieser Hinsicht ließe sich viel erzählen von geheimnisvollen Tieren, deren Papierdasein sich so ziemlich über den ganzen Erdball erstreckt hat.
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Beitragvon Extraterrestric » 08.06.2008 22:18

Vogel Greif hat geschrieben:Hallo, extraterrestric.

Stammt Die Aufnahme, die Du als Avatar benutzt, von Dir selbst?
Wenn ja, kannst Du etwas dazu erzählen?

Beste Grüße

Ja, ist eine Transversalschicht von mir, gibt aber auch andere, irgendwie auch lustige Ansichten vor allem koronal.

Und sonst kurz zusammengefasst in Stichworten nur mal zu den cranio-cerebro-cervikalen Affären, was da so in Jahren der Rätselei an verschiedenen Stellen an Diagnosen zusammengekommen ist, Symptome, Beschwerden und Folgen auf andere Bereiche, konsequent weggelassen:

Hemimegalenzephalie links, Asymmetrie der inneren Liquorräume und des Hirnparenchyms mit auffällig weit nach kaudal reichendem Okzipitallappen links, Schädelasymmetrie (Kraniosynostose), Inkabeine, zerebrale Kortexatrophie, verstrichene Sulci und Gyri parieto-occipital rechts, deutliche Asymmetrie des Gehirns mit insbesondere im occipitalen Bereich Überwiegen der linken Hemisphäre, die sich partiell auch hinter das Kleinhirn links und nach rechts hinüber verlagert, supratentoriell betontere Verkalkung der Plexus choroidei, supratentoriell betonte Verkalkung des Corpus pineale, Betonung der äußeren Liquorräume, embryonale Versorgung der Arteria cerebri posterior rechts, Hypoplasie der Arteria vertebralis rechts, Verlegung der A.basilaris...

Ok, das sollte erst einmal für meine Matschbirne reichen, wo schon einmal ein Neurologe in seiner zugegebenen Ratlosigkeit meinte, dass ich ja Glück hätte nicht schwerbehindert zu sein. Nun ja, habe ja auch genügend den A... zusammengekniffen von Kindheit an für so einen Status, wobei wir nun bei Kompensationen und Symptomen ankämen, was aber irgendwie hier nichts bringt. Und sonst wurde mal vom Verdacht eines FFTS bei mir gesprochen.

Viele Grüße
Extraterrestric
 

Beitragvon Vogel Greif » 09.06.2008 12:48

Vielen Dank für die ausführliche und fachkundige Schilderung!

Liegen korrespondierende funktionale Gehirnveränderungen vor?

Beste Grüße
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Achtung: Lange Ausführung

Beitragvon Extraterrestric » 09.06.2008 13:47

Eine kleine Vorabanmerkung:

Na ja, irgendwann kam das mal mit dem sich quasi fachkundig machen.
Aber zum Glück hatte ich irgendwann mal die Kurve bekommen und dieses Terrain einfach wieder den Fachleuten überlassen, denn Pseudowissen ist dann doch nicht mein Ding, da es dabei geblieben wäre.

Dennoch war es mal interessant, allein um zu wissen, wie umfangreich das Thema Medizin ist und ich heute bei allen ketzerischen Sprüchen meinen Respekt für die Mediziner aussprechen möchte, die übrigens nach deren Aussagen hervorragend mit mir zusammenarbeiten können, ich jetzt vorläufig Abstand genommen habe, denn es ist ja nach wie vor, wie es ist und Hilfe im klassischen Sinne gibt es dabei ohnehin nicht, vielleicht mal wieder bei akuten Fällen.

Ok, dann dahingehend ebenso nebenbei anmerkend gibt es bei mir ständig schwankende Druckverhältnisse, die sich dauerhaft auf die Augenhintergründe ausgewirkt haben, mittlerweile aber doch eher Vasospasmen in Verdacht standen hier für die ebenso mal milde, mal heftiger, auftauchende Hirnstammsymtomatik, selbst Ruhe bewahren ist mir da die beste Selbsthilfe. Stop.

So, funktionale Gehirnveränderungen liegen schon bewusst seit der infantilen Phase vor. So habe ich Probleme mit der Motorik, mit Sicherheit aber auch grosse Anteile psychomotorischer Pathogenese, habe als Kind ständig meinen Gang bewusst kontrollieren müssen mit ewigen Blick nach unten auf die Füsse, muss heute immer noch eintakten, sieht aber niemand mehr, verbinde es mit guten Gefühlen und wenn die schlecht sind, ist dies auch beim Gang so und ohnehin alles aus dem Tritt gerät.
Lustig war das immer für PhysiotherapeutInnen, wenn Arme, wenn Beine schaufeln konnten, aber alles zusammen ins Chaos gerät. Beim Schwimmen ist das dann wieder kein Problem, da kann ja mal oben, mal unten bewegt werden.

Na ja, sonst wird mir schon immer gesagt, dass ich alles irgendwie anders herum angehe, was mir aber über die langen Jahre zum Vorteil geriet, da die für andere unkonventionellen Vorgehensweisen oft die besseren Ansätze zu Lösungen aufzeigte.
Vor gar nicht so vielen Jahren gab es mal so einen Test, wo ich eine geometrische Figur, so etwas wie ein Haus abmalen sollte.
Es wurde etwas geschmunzelt, weil ich eben mit den Fenstern anfange, also von Detail nach Übersicht, völlig normal für mich.
Kleiner unrealistischer Scherz, demnach würde ich wohl die Küche zuerst in die Wiese setzen und dann das Haus drum herum bauen?
Ebenso habe ich aber auch eine ausgeprägte Intuition, die mir schon oft geholfen hatte.

Nun ja, ich hoffe wir haben bei den Funktionen nun den richtigen Einstieg gefunden, sonst würde ich einen kleinen Leitfaden erwarten wollen.
Und es passt ja immer noch zu dem Thema dieses Beitragsverlaufes, auch wenn dies von anderen nicht gesehen werden sollte.

Viele Fehlbildungen sind nun einmal eine komplexe, eine unbekannte Angelegenheit.

Viele Grüße
Extraterrestric
 

Beitragvon Vogel Greif » 09.06.2008 17:31

Extraterrestric hat geschrieben:Na ja, sonst wird mir schon immer gesagt, dass ich alles irgendwie anders herum angehe, was mir aber über die langen Jahre zum Vorteil geriet, da die für andere unkonventionellen Vorgehensweisen oft die besseren Ansätze zu Lösungen aufzeigte.
Vor gar nicht so vielen Jahren gab es mal so einen Test, wo ich eine geometrische Figur, so etwas wie ein Haus abmalen sollte.
Es wurde etwas geschmunzelt, weil ich eben mit den Fenstern anfange, also von Detail nach Übersicht, völlig normal für mich.
Kleiner unrealistischer Scherz, demnach würde ich wohl die Küche zuerst in die Wiese setzen und dann das Haus drum herum bauen?
Ebenso habe ich aber auch eine ausgeprägte Intuition, die mir schon oft geholfen hatte.



Hoch interessant. Gleiches ist mir von Personen mit einer überproportional entwickelten linken Hirnhälfte bzw. einem fehlenden Balken bekannt.
Vielleicht ist es bei Dir ähnlich.
---
Mit dem Begriff "Fehlbildung" tue ich mich schwer, denn er enthält eine Wertung, die nun ganz und gar nicht Sache der Natur- bzw. Medizinwissenschaften sein sollte. Er stellt eine Abwertung dar - aber vor welchem Maßstab? Dem evolutionären? Wohl kaum, denn evolutionäre Güte lässt sich erst im Nachhinein erkennen. Also haben wir es mit einem rein willkürlich gebildeten Maßstab zu tun, der selbstredend entsprechend subjektiv ausfällt. Im gesellschaftlichen Konsens wird er dann letztlich herrschend immer die Mehrheitskonstitution als Optimum herausstreichen. Ihn dann auf eine "Andersbildung" anzuwenden und sie herabzuwerten ist völlig verfehlt. Es waren die "Fehlbildungen", die die Evolution voran getrieben haben, von Fischen mit Beinen hin zu nackten Affen. Ob diese Andersbildungen ihrem Träger nun zum Vor- oder Nachteil gereichen, kann nur die Zeit zeigen.

An "Andersbildungen" kann ich mit einem familieneigenen (erblich, dominant) reduzierten Zahnbild aufwarten: Mir fehlt der erste Prämolare Backenzahn, ich habe dementsprechend nur 28 Zähne. Ob das eine "Fehlbildung" ist, gar von Vorteil oder neutral ist, wird die Zeit zeigen.
Der Begriff "Fehlbildung" suggeriert einen Normalzustand, den es nicht gibt: Alle Organismen unterscheiden sich und es gibt keinen Sollzustand, kein erkennbares Optimum. Leben entfaltet sich frei.

Beste Grüße
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Beitragvon Extraterrestric » 10.06.2008 17:50

Vorweg, komme in Etappen dazu, Deine Antwort ist echt stark und diese hier als Essay gut angebracht wäre.
Vogel Greif hat geschrieben:Hoch interessant. Gleiches ist mir von Personen mit einer überproportional entwickelten linken Hirnhälfte bzw. einem fehlenden Balken bekannt.
Vielleicht ist es bei Dir ähnlich.

Na ja, ist schon tatsächlich möglich. Meine Mitmenschen haben es schon manchmal schwer mit mir, mich zu verstehen, was aber dann doch irgendwie dann oft doch noch mit einem Aha-Effekt von anderer Seite her endet.
Ein wenig würde ich das mit der Feldenkrais-Methode vergleichen wollen, wo ja nach einem Ansatz auch gewohnte Bewegungen nicht die optimale Physik liefern müssen und die Erkenntnis erwachsen kann, dass es anders einfacher hätte sein können.
Vogel Greif hat geschrieben:Mit dem Begriff "Fehlbildung" tue ich mich schwer, denn er enthält eine Wertung, die nun ganz und gar nicht Sache der Natur- bzw. Medizinwissenschaften sein sollte. Er stellt eine Abwertung dar - aber vor welchem Maßstab? Dem evolutionären? Wohl kaum, denn evolutionäre Güte lässt sich erst im Nachhinein erkennen. Also haben wir es mit einem rein willkürlich gebildeten Maßstab zu tun, der selbstredend entsprechend subjektiv ausfällt. Im gesellschaftlichen Konsens wird er dann letztlich herrschend immer die Mehrheitskonstitution als Optimum herausstreichen. Ihn dann auf eine "Andersbildung" anzuwenden und sie herabzuwerten ist völlig verfehlt. Es waren die "Fehlbildungen", die die Evolution voran getrieben haben, von Fischen mit Beinen hin zu nackten Affen. Ob diese Andersbildungen ihrem Träger nun zum Vor- oder Nachteil gereichen, kann nur die Zeit zeigen.

Ja, das noch einmal hier abgebildet, da ich das nur voll unterstützen möchte.
Weil ich Glück hatte, dass die Kinder früher "reinwachsen" mussten, obwohl ich eine körperlich und seelisch sehr schmerzhafte Kindheit und Jugend hatte mit meinem besonders körperlichen, aber irgendwie fast immer unbewussten und verdrängten "Anderssein", mit Missbrauch und einem schweren Trauma im Additiv, ein Arzt mich als 8-Jähriger förmlich mal von der Strasse aufgesammelt hatte, meine Eltern immer überfordert waren, meine innere Polung aber durchweg positiv, besser optimistisch ist, liegt vielleicht ja auch an der bei mir physisch überproportionalen, linken wohl Schönwetterhälfte des Gehirns, ein erster und heute wichtigster Kontakt der anderen Art, ein Chefarzt mit neurologischer, psychotherapeutischer und psychiatrischer Ausbildung, der mich mal über Wochen behandelte, er es als eine Herausforderung ansah, mir einige gute Sachen angetan hatte, mir Dinge gesagt hatte wie sonst niemand zuvor und schlußendlich entsetzt war aber auch sagte, dass ich Glück habe, Grips zu haben... Puh, ich merke schon, es ist ja doch zu viel, denn das ist alles noch viel mehr und mir sagte man schon nicht nur einmal, ich solle mal ein Buch schreiben... Stopp.
Vogel Greif hat geschrieben:An "Andersbildungen" kann ich mit einem familieneigenen (erblich, dominant) reduzierten Zahnbild aufwarten: Mir fehlt der erste Prämolare Backenzahn, ich habe dementsprechend nur 28 Zähne. Ob das eine "Fehlbildung" ist, gar von Vorteil oder neutral ist, wird die Zeit zeigen.
Der Begriff "Fehlbildung" suggeriert einen Normalzustand, den es nicht gibt: Alle Organismen unterscheiden sich und es gibt keinen Sollzustand, kein erkennbares Optimum. Leben entfaltet sich frei.

Ebenso ist diesen Zeilen auch nichts von Bedeutung hinzuzufügen.
Stichwort Zähne, so hatte ich auch da meine Probleme, denn mir ist als Kind an den Flanken der Zähne einfach der Zahnschmelz in großen Stücken weggeplatzt, nachdem dieser sich zuvor braun verfärbte, heute das alles seit meiner späten Jugend überkront ist, auch alles unbekannt.
Ich abgerissene Menisken hatte, was aber erst im Erwachsenenalter repariert wurde.
Im halben Dutzend an den Leisten operiert wurde, da ein großer offener Prozessus Vaginalis rechts und weniger links mit Hodenhochstand, trotz großer Probleme auch erst im Erwachsenenalter beandelt wurde und die Ärzte nach der ersten OP nur verwundert fragten, wie man mit so etwas so lange herum laufen könne.
Ich beim Gehen heute doch immer wieder mal aufpassen muss, denn manchmal funkt es wohl von oben zum Knie, ist jedenfalls mal so gesagt worden, und dann dreht sich der Unterschenkel einfach sehr schmerzhaft mit lautem Geräusch nach innen, wobei oben alles stehen bleibt, nur ich dann fürchterlich auf die Nase falle, und, und...

Na ja, na und? Irgendwie habe ich mich doch damit ganz gut arrangiert.
Und ich lege auch überhaupt gar keinen Wert auf irgendeinen Schwerbehindertenstatus und ich es fürchterlich finde, wie sich Leute durch so ein System durchschmarotzen und für die, die es dann wirklich bräuchten, nichts mehr übrig bleibt, oder wie Eltern mit ihren behinderten Kindern schwadronieren gehen, anstatt ihnen mehr Selbstvertrauen zu ihren eigenen, noch unbekannten Entwicklungsmöglichkeiten schenken... Und jetzt schweife ich ab, aber doch hat das auch noch mit dem Thema hier zu tun, es ist eben in Wirklichkeit ein sehr umfangreiches Gebiet oder besser tangiert es so einige Fachbereiche.

Viele Grüße
Extraterrestric
 

Re: Teratologie - Fehlbildungen des menschlichen Körpers

Beitragvon Marozi » 29.07.2009 11:19

Auf den Philippinen kam es am Dienstag zur Geburt eines doppelköpfigen Kindes. Es ist bislang in einem stabilen Zustand heißt es laut Medienberichten. Im vergangenen Jahr starb ein Junge in Bangladesch nach nur zwei Tagen, ein Mädchen in Indonesien starb 2006 zwei Wochen nach der Geburt. Ob das Baby des Motorrad-Taxifahrers Salvador Arganda und seine Frau Chateria nun überlebe hänge davon ab, wieviele Organe die beiden Köpfe teilten so eine Sprecherin des Jose Fabella Memorial Hospitals in Manila. "Wenn sie nur ein Herz haben, werden sie nicht überleben".

Die Ärzte vermuten, dass der zweite Kopf zu einem verkümmerten Zwilling des Mädchens gehört, der sich in der Frühphase der Schwangerschaft nicht vollständig abtrennen konnte.

"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Leopardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower
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Re: Teratologie - Fehlbildungen des menschlichen Körpers

Beitragvon Cronos » 29.07.2009 19:26

Geht zwar nicht um Fehlbildungen des menschlichen, sondern des tierischen Körpers, dürfte aber doch den einen oder anderen hier interessieren:
http://bestiarium.kryptozoologie.net/ar ... bildungen/
Ich habe gestern bei uns an der Uni auch ein vierzehnjähriges Mädchen gesehen, bei dem eine recht schwere Missbildung vorlag. Es handelte sich dabei um eine Mittellinienverschiebung des Kopfes, welche in diesem Fall aber noch "relativ" harmlos war, da das Gehirn nicht mitbetroffen war. Auffällig war zum einen dass sie im Oberkiefer nur einen mittleren Schneidezahn hatte, der auch genau in der Mitte stand, und außerdem auch nur ein Auge angelegt war, welches aber durch ein nicht besonders schönes "hinoperiertes" Glasauge und künstliche Liedspalten ersetzt war.
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