Mapinguari

Mapinguari: Das unsterbliche Wesen aus dem Amazonas

Entsprechend brasilianischer Geschichten war der Mapinguari oder Mapinguary einst ein Schamane aus dem Amazonas, der vor vielen Tausenden Jahren den Weg zur Unsterblichkeit entdeckte. Seine Überheblichkeit verärgerte die Götter, die ihn damit straften, den Rest seines Lebens als haariges, umherirrendes Tier zu verbringen. Heute wird der Name Mapinguari für verschiedene Wesen verwendet. Zum einen bezieht er sich auf moderneren Sichtungen von Riesenfaultieren. Zum anderenen werden aber auch ältere Berichte herbeigezogen, in denen von affenähnlichen Kreaturen berrichtet wird.

Kryptozoologen spekulieren, dass der Mapinguari ein mittelgroßes riesiges Bodenfaultier aus der Eiszeit sein könnte. Die Kreatur verströmt den Erzählungen von Augenzeugen entsprechend einen furchtbaren Geruch, von dem ein Mensch bewusstlos werden kann. Manchmal wird von menschenähnlichen Kreaturen berichtet, die ihren Mund in der Mitte der Magengegend tragen, nur ein Auge, lange Krallen und rückwärtige Füße besitzen. Angebliche Haar- und Kotproben stellten sich als Ablagerunen von Riesenameisenbären und kleinen Nagetieren heraus.

Die frühsten Beschreibungen der Mapinguari sind sehr vage. Sie wurden als zweibeinige Primaten beschrieben. In der Folklore ist von menschenähnlichen Kreaturen die Rede, mit langem braunen Fell, einer abgeflachten Schnauze und robusten Krallen. Wenn das Wesen erschrak, verströmte es einen üblen Geruch. Neueren Berichten zufolge ist das Tier jedoch nicht größer als ein Mensch, mit rötlichem Fell, rückwärtigen Füßen und einen affenähnlichen Gesicht. Jäger, die behaupteten ein Exemplar getötet zu haben, erzählten von einer Schnauze ähnlich eines Pferdes, langen Eckzähnen und Krallen der Größe eines Riesenameisenbäres.

Außergewöhnliche Beobachtungen wie ein einziges Auge und den Mund am Bauch entspringen hingegen wohl ausschließlich der Folklore und Fantasie der Berichteten und weniger aus wahren Begebenheiten. Glaubhaft ist hingegen, dass sich das Tier sowohl zweibeinig als auch vierbeinig fortbewegen kann, wobei der Gang auf zwei Beinen eher instabil sei. Einige Sichtungen berichten von einem schnellen, sehr beweglichen Tier. Die Kreatur soll eher nachtaktiv sein und sich von Pflanzen und Früchten ernähren.

Weitaus imposanter erscheint aber die Lautäußerung des Tieres. Sein Ruf wird als furchterregendes Brüllen beschrieben. Weiterhin kann es einen Donner-ähnlichen Ruf von sich geben, ebenso wie einen sehr hohen, menschenähnlichen Schrei mit anschließendem Knurren. Besonders wichtig erscheint die wiederkehrende Berichterstattung über den üblen Gestank nach Kot und verfaultem Fleisch, den das Tier verströmt.

Einige Zoologen denken anhand der Berichte, dass es sich bei dem Tier eventuell eher um einen Bär, als um ein Faultier oder einen Affen handeln könne. Kryptozoologen hingegen halten die Mapinguari für zweibeinige Primaten. Jedoch gibt es auch genügend wissenschaftliches Material, das nahelegt, dass die Mapinguari zahlreiche Übereinstimmungen mit dem menschengroßen Bodenfaultier haben. Von Haarproben bis hin zu fossilen Fußspuren stimmt fast alles überein. Es wird angenommen, dass diese Tiere beim Laufen ihre Krallen nach ihnen drehten, was zum Mythos der falsch herum stehenden Füße führte.