J’na Fofi (Riesenspinne)

J’na Fofi: Die Riesenspinne aus dem kongolesischen Urwald

Die J’ba Fofi, auch bekannt als kongolesische Riesenspinne, ist ein großes Spinnentier, welches in den Wäldern des Kongo leben soll. Die meisten der anekdotischen Geschichten beschreiben Spinnen, die einen Tunnel unter Bäumen graben und ihn mit großen Blättern tarnen. Danach weben sie ein nahezu unsichtbares Gitter zwischen dem Bau und den umliegenden Bäumen und kreieren dadurch ein imposantes Netz an Stolperfallen. Alarmiert durch den Wald laufende Tiere, die an den Netzen ziehen ohne hängen zu bleiben, kommt die Spinne aus ihren Bau und jagt ihre Beute ins Hauptnetz.

Dieses Jagdverhalten ähnelt im großen und ganzen vielen Arten von Spinnen. Man vermutet, dass die Eier der J¡ba Fofi hellgelb bis weiß und wie Erdnüsse geformt sind. Jungtiere seien hellgelb mit violetten Bauch. Die Färbung wird dunkler in Richtung braun je älter sie werden. Indigene Völker des Kongo erzählen, dass die Riesenspinne früher sehr verbeitet war, in der jüngeren Vergangenheit aber immer seltener gesehen wird.

Die erste dokumentierte Sichtung der Riesenspinne geschah in den 1890 Jahren durch einen britischen Missionar. Er und sein Team verhedderten sich in einem riesigen Netz. Zwei Riesenspinnen, wohl Männchen und Weibchen, kamen aus ihrem Bau und griffen die Männer an. Der Missionar wurde von den Tieren gebissen, konnte aber entkommen, nachdem er eine der Spinnen mit seiner Pistole erschossen hatte. Im Nachhinein entwickelte er Grippesymptome. Er wurde blass, bekam Schüttelfrost und eine Schwellung um die Bissstelle. Im Delirium wurde er bewusstlos und erlag am Ende dem Spinnenangriff.

Noch ausführlicher wird die Begegnung eines englischen Paares mit einer Riesenspinne im Buch von George Eberhart beschrieben. Das Paar reiste 1938 durch den belgischen Kongo, als sie ein großes Tier sahen, das vor ihnen den Weg kreuzte. Zunächst dachten sie, es handele sich um eine Raubkatze oder einen Affen. Sie sahen jedoch recht bald, dass es sich um eine enorme Spinne mit sehr langen Beinen handelte.

Der Kryptozoologe William J. Gibbons suchte nach einem lebenden kongolesischen Dinosaurier, stieß jedoch bei seiner Expedition auf Eingeborene, die ihnen von ihren Erfahrungen mit Riesenspinnen erzählten. Sie berichteten von einem braun gefärbten Tier mit violetter Markierung am Bauch. Die Beinspannweite schätzten sie auf 1,5 Meter. Normalerweise jagten die bodenbewohnenden Spinnen Waldantilopen, Vögel und andere Kleinwildarten. Jedoch sei ihr Gift auch für Menschen gefährlich. Die Ureinwohner machten in der Regel einen großen Bogen um die Spinnentiere, haben sie aber zu Anlässen auch getötet.

Das aktuellste Zeugnis einer Riesenspinne stammt aus einem YouTube Video aus dem Jahr 2013 in dem eine mutmaßliche J’ba Fofi in der Nähe eines Wasserlochs mit einer Nachtsichtkamera eingefangen wurde. Das Tier ist nur kurz in einer Ecke des Bildes zu erkennen.

Es wird immer schwerer die Existenz der Riesenspinne wissenschaftlich nachzuweisen. Wie viele Eingeborene berichtet ist die Population des ungewöhnlichen Tieres stark dezimiert. Eingriffe der Menschen in ihr Habitat und die Rodung des Regenwaldes tragen dazu wesentlich bei.