Kongamato

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Kongamato – Flugsaurier aus den Jiundu-Sümpfen

In regelmäßigen Abständen berichten Augenzeugen von einem Flugsaurier, der in den Jiundu-Sümpfen lebt. Er soll Jagd auf Fischer machen und Boote zum Kentern bringen. Handelt es sich um eine Legende oder gibt es ihn wirklich – den letzten lebenden Flugsaurier unseres Planeten.

Wie sieht Kongamato aus?

Kongamato bedeutet so viel wie “überwältiger der Boote”. Der Flugsaurier soll Flügelspannweiten von circa 1,20 bis 2,10 Meter erreichen. Er besitzt keine Federn. Seine Haut ist glatt und rot oder schwarz gefärbt. Der Flugsaurier hat einen langen Schnabel, der mit scharfen Zähnen gespickt ist. Nicht nur das: Wer Kongamato ansieht, den soll augenblicklich der Tod ereilen.

Sichtungen, Zeichnungen und Fotos

Im Jahr 1923 reiste der britische Abenteurer Frank H. Melland in den Kongo. Er hörte von der Geschichte eines seltsamen Dämons, dessen Beschreibung ihn an einen Flugsaurier erinnerte. Er zeichnete ein Exemplar und zeigte die Skizze der einheimischen Bevölkerung – diese identifizierte den Flugsaurier als Kongamato.

Zwei Jahre später hatte der Pressekorrespondent J. Ward Price aus England eine unheimliche Begegnung. Er war mit dem späteren König Eduard VIII. in Afrika unterwegs. Während ihrer Reise begegneten sie einem schwer verletzten Einheimischen, der in die Jiundu-Sümpfe vorgedrungen war. Der Mann wurde – eigenen Angaben zufolge – von einem riesigen Vogel attackiert. Auffällig war, dass der Verletzte von einem Schnabel voller Zähne berichtete. Als man dem Mann später Bilder prähistorischer Flugsaurier zeigte, soll er augenblicklich die Flucht ergriffen haben.

1932 berichteten der Naturforscher Gerald Russell und der Kryptozoologe Ivan T. Sanderson davon, einem Kongamato in Kamerun begegnet zu sein. Kurz darauf berichten ein Ingenieur und ein Ehepaar ebenfalls von einer Begegnung mit dem Flugsaurier.

Im Jahr 1957 wurde ein Mann mit schweren Brustverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Eigenen Angaben zufolge war der Kongamato für seine Verletzungen verantwortlich – er berichtete vom Angriff eines großen Vogels. Die Ärzte baten ihn, den Vogel zu zeichnen – der Verletzte skizzierte einen Flugsaurier.

In den späten Fünfzigerjahren erschien ein Foto eines Kongamato, welches sich jedoch als Fälschung herausstellte.

Erklärungsansätze

Einige Wissenschaftler vermuten, dass es sich bei Kongamato um einen Schuhschnabel-Storch handelt, der in den Sümpfen lebt. Allerdings existieren keine Fälle, in denen sich Schuhschnabel-Störche aggressiv zeigen und Boote angreifen und zum Kentern bringen.

Vielleicht handelt es sich tatsächlich um ein großes Fledertier, das noch nicht klassifiziert ist. Kryptozoologen schließen nicht aus, dass in den schlecht erforschten Sumpfregionen Afrikas ein Flugsaurier überlebt haben könnte. Das Rätsel um Kongamato ist somit noch nicht gelöst.