Yellowstone - Menschheit 1:0

Alle Naturphänomene, die nichts mit Tieren zu tun haben

Yellowstone - Menschheit 1:0

Beitragvon Marozi » 01.09.2003 18:13

Versunkene atomare U-Boote wie die "Kursk" oder die gestern untergegangene "K-159" sind tickende, ökologische Zeitbomben. Dringt Wasser in den Reaktor ein, droht eine Umweltkatastrophe von sehr großem Ausmaß. Im Weltall rasen gigantische Meteoriten von den Ausmaßen eines kleinen Planeten umher und keiner weiß wann und ob sie die Erde treffen werden. Die Sonne wird irgendwann ihr Leben aushauchen und die sie umgebenden Planeten zerstören und weit außerhalb unseres Sternensystems wartet ein gigantischste Strudel Antimaterie wie ein lauernder Wolf, der dereinst unsere gesamte Galaxie verschlingen wird - ein Super-Schwarzes Loch.

All das sind Gefahren, die in ihren Ausmaßen nicht die gesamte Erde bedrohen oder andererseits erst in Jahrmillionen eintreffen werden oder überhaupt nicht. Doch was kaum einer weiß ist, dass ein Kandidat der in der Lage wäre die Menschheit und einige Tausende von Tieren und Pflanzen komplett auszurotten sich als eines der beliebtesten Ausflugsziele der Welt tarnt. Begrüßt mit mir den Vulkan, gegen dessen Zerstörungskraft der komplette pazifische "Ring of Fire" ein winselnder Säugling ist: den

Yellowstone-Nationalpark im US-Bundesstaat Wyoming!

Zugegeben, stellenweise habe ich übertrieben, aber nicht was das destruktive Potential des Yellowstone angeht. Der Nationalpark ist einer der größten und bekanntesten der USA. Seine Natur ist einmalig, so wie zum Beispiel die riesigen Mammutbäume oder die bekannten Geysire wie Old Faithfull.
Doch der Yellowstone-Park ist keine normale Landschaft, er ist ein schlummernder Vulkan. Ein Vulkan von 70 Kilometer Länge und 30 Kilometer Breite und von ganz anderer Art als die bekannten wie zum Beispiel der Vesuv. Dieser Vulkan baut schon seit mehreren Jahrhunderten in seinen unterirdischen, zähflüssigen Magma-Kammern einen gewaltigen Druck durch gefangene Gase auf. Gibt eine dieser Kammern durch den immensen Druck nach, explodiert der Vulkan, im Gegensatz zu anderen Vulkanen, deren Magma den Erdboden nicht durchbrechen. Die Heftigkeit dieses Ausbruchs bestimmt sich an einer Skala (sog. Vulkan-Explosivitäts-Index), die von 0 bis 8 reicht und sich an der Menge des Magmas orientiert. Ein Punkt der Skala entspricht dabei einer Verzehnfachung des Magmas. Der Yellowstone liegt, wie Ihr es vielleicht schon ahnt, weit darüber! Wie weit, wagt und kann kein Wissenschaftler bislang genau berechnen.

Zuerst wäre nur ein Erzittern der Erde zu spüren. Dann wird aus dem Zittern ein Beben und mit urplötzlicher Wucht und Energie wird der Boden zerbersten und die Explosion würde einen gigantischen Krater gebären, der seine Unmengen Magma und Schwefelgase kilometerhoch in die Luft schleudern würde. Diejenigen, die sich direkt im Yellowstone aufgehalten haben, sterben innerhalb von Milisekunden. Nur wenige Sekunden später trifft es die nähere Umgebung des Parks, die erstickt oder verbrennt. Die Druckwelle der Explosion fegt mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit über Amerika hinweg, zerstört Bäume und Wolkenkratzer gleichermaßen. Noch in weit entfernten Ländern würde die Explosion die Seismographen zerstören oder unbrauchbar machen. Doch damit haben es diese Länder noch lange nicht überstanden! Der Druck, der auch nach unten wirkt, wird die Kontinentalplatte belasten und letztendlich zu einer Reaktion im Meer führen. Riesigen Tsunamis bauen sich auf, die alles Land niederwalzen werden. Inseln nahe Wyoming werden rasend schnell im Meer untergehen, küstennahe Länder werden bis weit ins Festland hinein überflutet werden. Irgendwann beruhen sich die Wellen und der Vulkan hört auf sein Magma zu spucken. Stille wird herrschen, denn keine Vögel werden zwitschern und keine Menschenstimmen werden zu hören sein.
Das Ende der Zerstörung? Mitnichten! Ascheteilchen verdunkeln den Himmel und überziehen das Land meterhoch mit einer Staubschicht. Die Temperaturen fallen spürbar, was durch den durch die Explosion veränderten Neigungswinkel der Erde zur Sonne noch gesteigert wird und alles was jetzt noch lebt, wird durch die Asche und die giftigen Schwefelgase elend ersticken. Die letzten Überlebenden Amerikas werden unter Hungersnöten, Kälte und Krankheiten leiden. Doch dieser Fallout ist nicht auf Amerika beschränkt, überall auf der Welt werden die selben Folgen zu spüren sein - auch in Deutschland!

Forschungen des Wissenschaftlers, der diesen Vulkan "entdeckte", haben gezeigt, dass der Yellowstone-Vulkan bereits dreimal mit steigender Heftigkeit ausgebrochen ist. Weitere Untersuchungen des Alters der jeweiligen Ascheschichten haben gezeigt, dass der Vulkan ca. alle 600.000 Jahre ausbricht. Ohne Gewähr natürlich... Denn der Park ist in Bewegung. In 62 Jahren stieg der Boden des Parks im Durchschnitt um satte 74 Zentimeter an. Seit 8 Jahren fiel der Boden wieder, kippte jedoch teilweise um eine Schrägachse. Der Krater selbst füllte seine Mamga-Kammer und wölbte seine Decke so nach oben. Nach verschiedenen Messungen kam der Experte zu einem Schluß, der alle aufhorchen ließ, die etwas davon verstehen: die Kammer unter dem Yellowstone-Park hat eine Länge von mindestens 50 Kilometern, eine Breite von mind. 20 Kilometern und eine Kruste von etwa 10 Kilometern!!!

Jeder, der Angst hat, die USA würden die Weltherrschaft übernehmen kann sich trösten. Ein Ausbruch des überfälligen Supervulkans würde sie höchstwahrscheinlich vom Antlitz der Erde fegen. Das Weltklima würde zusammensacken und der Schnee würde sich wie ein Leichentuch über die Menschheit legen...

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Beitragvon Quagga » 19.01.2004 08:24

Hallo !

Dem kann ich nur beipflichten, denn ich habe die Reportage darüber auf Video aufgenommen ! Leider fehlt der Anfang, es war eine BBC- Reportage, und die Aussichten sind alles andere als rosig, denn der letzte Ausbruch ist bereits 600 000 Jahre her... Ich finde, alleine schon der Vergleich der Ausbruchstärke in Würfeln läßt einen blaß werden.
Ein " normaler " Ausbruch war ein Würfelchen von vielleicht 5 cm Kantenlänge, der des Mount Saint Helens war schon mit etwa 15- 20 cm dabei. Aber der zu erwartende des Yellowstones...
Ich wette, DER Würfel hatte locker nen Meter Kantenlänge... Und man weiß ja, was der Saint Helens schon alles vernichtete mit seinem vergleichsweisen Püffchen... Auweh, arme Menschheit und Erde !
Bei einer so langen Zeitspanne ist es vielleicht eher unwahrscheinlich, das unsereins das noch erlebt, aber eines Tages kommt der Tag, und das kann durchaus bald sein ! Ich denke, das die Tiere hoffentlich zuerst reagieren. Nicht, das ihre Flucht etwas nützen würde, aber dann wüßte man schon mal Bescheid...

Lieben Gruß, Andreas
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Beitragvon Divemaster » 19.01.2004 18:00

o mal zum Thema ich diskutiere auch schon in einem anderen Forum zu diesem Thema mit und tue jetzt auch hier meine Meinung Kund.

So 1 Yellowstone 0 Menschheit dem stimme ich weitgehend zu jedoch in der Verlängerung wird sich zeigen das wir das Golden Goal schießen un das genze eben weitergeht mit gewissen einschränkungen sicherlich jedoch bei dem heutigen stand der Technik werden wir wohl ein paar Jahre brauchen den Brocken zu schlucken aber dann eben fast business as usual...





P.S. Bin Student juhu :roll: :happy: :naja: :nein: :ja: :lach:
Divemaster
 

Beitragvon INARI » 01.03.2004 22:07

Davon habe ich auch gehört...
Mich würde mal interessieren, wann in etwa dieser Supervulkan wieder ausbrechen soll, nach den Berechnungen? Oder gibt es keine Berechnungen?
INARI
 

Beitragvon Divemaster » 02.03.2004 08:04

Sagen wir mal so laut berechnungen bricht er etwa alle 600000 Jahre aus wobei hier das Zeitfenster relativ ist jedoch ist er wie soll ich sagen er ist überfällig.....also haren wir den Dingen die da kommen.
Divemaster
 

Beitragvon INARI » 02.03.2004 15:58

vielen dank, genau das wollte ich wissen... :)
ist wahrscheinlich wie mit der geschichte, dass sich die erde etwa alle 700000 jahre "umpolt", also nordpol zu südpol wird... mal sehen, was wird... :time:
INARI
 

Beitragvon Thylacinus » 05.03.2004 10:11

nun ja, uns wird es direkt wohl kaum noch betreffen ;)
Thylacinus
 

Beitragvon Divemaster » 05.03.2004 19:46

dazu sag ich nur we´re on the eve of destruction..... :ja:
Divemaster
 

Beitragvon Thylacinus » 05.03.2004 20:58

as long as we are not at the dawn :happy:
Thylacinus
 

Beitragvon Lahtzarus » 04.06.2004 22:26

Ich denke es wäre ein Segen für die Erde. Aber ich glaube nicht, dass er die Erde zerstören wird, da ja vor 600.000 Jahren auch alles gutgegangen ist. Da leben schon Menschen. Kein Sapiens aber Homo denek ich zumindestens.
Lahtzarus
 

Beitragvon Quagga » 05.06.2004 02:08

Da hat es allerdings auch noch keine 380 Millionen von uns in Amerika gegeben... Dürfte schon ein bissel verheerender werden !
Aktuell verlassen bereits Tiere wie Indianer das Yellowstonegebiet, die seismischen Aktivitäten nehmen zu, der Park ist in Teilbereichen bereits geschlossen. In dem anderen Forum, das Divemaster meint, ist die Diskussion sehr aktuell, mich gibts da auch, und auch die Fakten sind stets auf aktuellem Stand, s ist der einsame Schütze...

Gruß, Andreas
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Beitragvon Lahtzarus » 05.06.2004 10:31

Ok das in Amerika kaum was überlebt kann ja sein, aber dass auch Eurasien völlig verheert wird, kann ich mir nicht vorstellen.
Und jetzt mal Butter bei die Fische, was sagen denn die Experten wann das DIng nun hochgeht, wenn schon alle Tiere das Land verlassen. Will sagen kriege ich das in den nächsten 50 Jahren nich mit oder nicht. (danach ist mir eh egal)

Ach, kleine Info nebenbei: Zumindestenz Katzen sind sehr erdebebenempfindlich ,da sie auf ihrem Bauch extrem viele Sinneszellen haben, die Vibrationen perzipieren können. Daher merken die das schon bevor irgendwer sons das merkt.
Lahtzarus
 

Beitragvon Majiy » 24.06.2004 22:41

Lahtzarus hat geschrieben:Ich denke es wäre ein Segen für die Erde. Aber ich glaube nicht, dass er die Erde zerstören wird, da ja vor 600.000 Jahren auch alles gutgegangen ist. Da leben schon Menschen. Kein Sapiens aber Homo denek ich zumindestens.


Ich habe vor längerem mal eine Reportage darüber gesehen. Da war die Rede davon, dass ein bis dato ungeklärter prähistorischer dramatischer "Bevölkerungsrückgang" genau mit dem Ausbruch einer Caldera in... Indonesien...? (Bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber es war die Gegend) zusammengefallen ist.
Das will man anhand einer Analyse von mitochondrischer DNS festgestellt haben. Ich habe nur leider nicht die geringste Ahnung, was das sein soll oder wie zuverlässig so eine Methode ist. Aber auch wenn die Technik etc heute weiter ist, ich würde mir nicht wünschen, so etwas mitzuerleben.
Majiy
 

Beitragvon Quagga » 25.06.2004 14:21

Hallo !

Surfte mal auf der Seite vom Yellowstone Park...
Zu den seismischen Aktivitäten kaum ein Sterbenswörtchen, aber dafür sind so gut wie alle Straßen im östlichen Parkgebiet gesperrt !!!
Mit der Begründung von Bauarbeiten, die voraussichtlich Mitte 2005 beendet sind :yau: :rofl: ...
Hm, wenn dat rumst, helfen aber auch keine Bauarbeiten mehr...

Gruß, Andreas
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Beitragvon Dromeus » 27.06.2004 21:54

Quagga hat geschrieben:Hallo !

Surfte mal auf der Seite vom Yellowstone Park...
Zu den seismischen Aktivitäten kaum ein Sterbenswörtchen, aber dafür sind so gut wie alle Straßen im östlichen Parkgebiet gesperrt !!!
Mit der Begründung von Bauarbeiten, die voraussichtlich Mitte 2005 beendet sind :yau: :rofl: ...
Hm, wenn dat rumst, helfen aber auch keine Bauarbeiten mehr...

Gruß, Andreas


lol die wissen das es bald was zum reparieren gibt.
Dromeus
 

Beitragvon Quagga » 27.06.2004 22:42

Ich meine, selbst die östliche Zufahrtsstraße des Parks ist Meilen außerhalb schon gesperrt !
Und wenn man bedenkt, das in den Jellystone das Saarland dreimal hineinpassen würde... Keine Straße ist dort unter 10 Meilen lang, es wird dort immer von Abzweig zu Abzweig gemessen, und wenn man die gesperrten Straßen zusammenrechnet, kommt man auf mindestens 84 Meilen, was ganz schön Holz ist und, wenn es wirklich nur um Reparaturen/ Spurerweiterungen ginge, niemals in max. eineinhalb Jahren gemacht ist !
Da wird zwar was für die Sicherheit getan, dies aber wieder mit einer Lüge... Es wäre sicherlich ausgesprochen unprofitabel, wenn man das Kind beim Namen nennen würde, denn dann würden bestimmt keine drei Millionen Besucher im Jahr mehr kommen !
Ich finde es sehr bedauerlich, das ausgerechnet so eine schöne und ökologisch wertvolle Gegend pulverisiert werden wird... Und gerade, wo mit den Wölfen alles wieder ins Lot gekommen ist...

Gruß, Andreas
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Beitragvon Marozi » 28.07.2004 12:10

Haben wir uns nicht gefragt, was die Menschheit wohl zuerst treffen würde? Klimakatastrophe, Weltkrieg oder Todesseuche?

Nach wie vor scheint ein längst nicht derart bekannter Kandidat aufgeholt zu haben. Wie ein kranker Patient, wurde der Supervulkan Yellowstone (ja, genau der Nationalpark) verkabelt. Bislang wähnten die Forscher seine Quelle in etwa 2900 Kilometern Tiefe an der Grenze des Erdmantels zum Erdkern. Der Kern heizt dort das Mantelgestein massiv auf und lässt Blasen entstehen. In einem „Schlauch“, der sogenannten Plume, strömt die Masse dann auf und lässt die Erdkruste sich wölben. Bewegt sich eine Erdplatte darüber, bleibt bei jedem Ausbruch eine Vulkanruine auf der Erdplatte zurück. Dies lieferte genau wie die Satellitenmessungen die Bestätigung, dass die nordamerikanische Platte sich mit zwei bis drei Zentimeter nach Westen bewegt. Der Geologe Raffaela Montelli und seine Kollgen berichteten im Januar davon, sie hätten die Plume des Yellowstone mittels seismischen Tomogrammen bis in 1400 Kilometer Tiefe nachgewiesen. Dahingegen ist der Geologe Robert Smith der Ansicht, das Magmareservoir erstecke sich nicht bis zum Erdkern sonder liege wie eine riesige Pflaume in geringer Höhe im oberen Erdmantel. Somit läge also keine Plume vor, sondern eine „Plum“. Welche Art nun vorliegt, Plume oder „Plum“, ist verbunden mit der Explosivität des Yellowstone. Da keiner dies momentan genau weiß, vergleicht Smith die Situation mit einem Seemann, der nicht weiß wo das Seeungeheuer ist. Jason Phipps Morgan vom Leibniz-Institu für Meereswissenschaften in Kiel sieht in der Dehnung der Region eine wichtige Rolle bei der Enstehung der großen Magmavorräte des Yellowstone. Indes sind die kontinuierlich nach Westen wandernden Spuren vergangener Vulkanausbrüche ein Indiz für eine Magma-Plume...

Zu all dem kommen noch Untersuchungen der Vulkanologin Lisa Morgan, dass der Untergrund des Yellowstone-Nationalpark wesentlich zerklüfteter ist als bislang angenommen. Käme durch diese Risse das Grundwasser ans Magma, könnte es die Explosion auslösen. Zudem entdeckte Morgan auf dem Grund des im Park gelegenen Sees einen 700 Meter langen und 40 Meter hohen Hügel der durch Gase aus dem Boden gepresste wurde...

It’s the end of the world as we knowing...

Eine nette Seite mit vielen Links zum Yellowstone-Thema: http://www.clausschekonstanten.de/Supervulkan/redorblue.htm
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Beitragvon Chupacabras » 09.04.2005 15:08

Majiy hat geschrieben:
Lahtzarus hat geschrieben:


Ich habe vor längerem mal eine Reportage darüber gesehen. Da war die Rede davon, dass ein bis dato ungeklärter prähistorischer dramatischer "Bevölkerungsrückgang" genau mit dem Ausbruch einer Caldera in... Indonesien...? (Bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber es war die Gegend) zusammengefallen ist.


Das war der Toba, wo der genau liegt weiß ich aber auch nicht mehr. Der Toba brach vor 74.000 Jahren aus und die Menschheit wurde anscheinend auf 5-10.000 tausend Indivduen reduziert.
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Beitragvon Quagga » 11.04.2005 15:41

Hy !

5000- 10000 bloß ?
Ich habe immer gemeint, da wären so 70000 über gewesen...

Und Leute, ist euch eigentlich bewußt, das es mit uns durchaus vorbei sein könnte ?

Es stehen im Ausbruch aus: Der Yellowstone, die Long Valley Caldera, die Gegend um den Toba ( Sumatra, wo unlängst wieder zwei starke Erdbeben stattfanden...), irgendwo lauerte noch ein Supervulkan, und auch das Big One in Kalifornien wird von Geologen " sehnsüchtig" erwartet...

Wir mögen jetzt über 6 Milliarden sein, schön. So könnte man meinen, ach, so schlimm kann nix werden, um soviele wegzuputzen...
Aber: Ungefähr ein Drittel hat einer Riesenkatastrophe nichts wirkliches entgegen zu setzen, siehe Landbevölkerung, ohnehin schon vor Hunger fast tote Millionen.
Dann lebt sicher eine weitere Milliarde, eher mehr, in Städten... Große Menschenmengen auf kleinem Raum zusammengeballt, außerdem nur verschwindend mit der Natur vertrtaut, und von daher nur wenig überlebensfähig...
Die vergleichsweise kleine Flutwelle von nur 10 Metern Höhe in Südasien hat 300000 Menschen das Leben gekostet...
Allein die Flutwelle die vom Ausbruch des Yellowstone erwartet wird, ist 100 Meter hoch angesetzt, mit der 10000fachen Wucht der Sumatrawelle...
Und auf ihrem Weg über den Pazifik liegen unzählige Inselgruppen, die australische Ostküste, Neuseeland, die gesamte asiatische Ostküste mit Japan ( wo allein in Tokio 12 Millionen Menschen leben...), die Phillippinen...

Auf eine Milliarde kann es uns drücken, und da wird dann noch einmal kräftig aufgeräumt durch die dann fehlende medizinische Versorgung etc. !
Tja, irgendwie weicht mir, wenn man sich das alles mal durch den Kopf gehen läßt, mit all seinen Auswirkungen im wirtschaftlichen Bereich, im medizinischen und sozialen Bereich, der Elan aus den Knochen...

Alleine der vergleichsweise winzige Pinatubo- Ausbruch in den 90ern vermochte die Weltdurchschnittstemperatur ein paar Jahre lang messbar zu drücken...

Überlegt doch mal, nach dem Toba ist die Menschheit erwiesenermaßen durch genetische Untersuchungen fast fertig gewesen...
Da waren unter 100000 Menschen weltweit übrig geblieben.
Heute leben, zum Vergleich, allein in Deutschland 20 Millionen Rentner, die man aufgrund mangelnder Widerstandskraft weltweit mit ner knappen Milliarde sicher auch noch abziehen kann, und auch nichts mehr zum Wiederaufbau der Population beitragen können...

Und wieviele Engpässe verträgt unsere Art noch ?
Als wir uns aus Afrika verkrümelten, war es nur eine sehr geringe Zahl an Individuen, was sich daran ausdrückt, das allein die afrikanische Bevölkerung genetisch variabler ist als die der restlichen Welt zusammen !
Dann die Sache mit dem Toba...
Das heißt, wir haben uns bereits mindestens zweimal aus Minifragmenten wieder aufgerappelt...

Der Gepard in Afrika steht mit seinen 10000 übrigen Individuen und seinem geringen genetischen Potential bereits eng am Point of no Return...

Mich graust es...

Grüße, Andreas
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Beitragvon Lahtzarus » 11.04.2005 20:32

Auch das ist Evolution. Und wenn es so kommt, dass die gesamte Menschheit ausgerottet wird, was ich persönlich nicht glaube,dann ist es eben so. Wäre für die Erde eh besser.
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Beitragvon Kouprey » 12.04.2005 16:51

Was soll diese Schwarzmalerei? Erfreut Euch an Eurem Dasein! :happy:
Zuletzt geändert von Kouprey am 17.04.2005 16:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Shielagh » 17.04.2005 14:26

Für alle Interessierten: Demnächst kommt eine Coproduktion von BBC und Pro7 im Fernsehen, die das drohende Yellowstone-Inferno recht realistisch in all seinen Auswirkungen darstellen soll. Das Doku-Drama basiert auf jahrelangen Recherchen, und den Kritiken zufolge ist es ganz lohnenswert. Bleibt zu hoffen, dass es tatsächlich auf einem höherem Niveau ist als zum Beispiel "Deep Impact". :roll:

"Supervulkan"
28. April 2005
20.15 Uhr
Pro7
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Beitragvon Kouprey » 25.04.2005 18:46

Der Trailer lässt auf den bei Pro7 üblichen Schmarrn schließen... :lach:
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Beitragvon Lahtzarus » 25.04.2005 20:56

Gestern gab es auch was davon irgendwo auf den Öffentlichen.
Lahtzarus
 

Beitragvon Luxin_Nocte » 17.06.2005 16:15

Nichts gegen Deep Impact!!!
Endlich mal ein Film, in der die Welt von der Katastrophe (immerhin beinahe) getroffen wird!

Wo wir gerade bei Katastrophen sind: Mit 70% Wahrscheinlichkeit gibt es in den nächsten 10 Jahren bei Los Angeles ein Mega-Erdbeben, ein so genanntes Big One! Mal gucken...
Luxin_Nocte
 

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