Thylacine Bild-Evidenz Compendium

Forum für alles rund um den Beutelwolf, den Thylacoleo und andere Beutler.

Beitragvon Vogel Greif » 22.04.2008 10:49

Das wäre etwas tolles, ein Easteregg im Ökologie-Lehrbuch. Ich denke aber die Wahrheit ist leider etwas banaler :?

Die Frage nach dem Aussterben von T. cynocephalus auf dem australischen Festland ist ganz schön diffizil. Geht man wie die herrschende Meinung nicht ganz unbegründet von einem Aussterben vor der Ankunft der Briten aus, wird die weitere Eingrenzung des Zeitpunktes des Verschwindens der Art auf dem Festland aber schwierig und ist demnach auch entsprechend umstritten.

Die jüngsten bekannten und valide datierten Zeugnisse von T. cynocephalus sind
die Mundrabilla-Mumie aus Western Australia (Siehe hier mehr), etwa 2.500 v.Chr., und die von Joan Dixon zitierten und von Michael Archer evaluierten Funde aus der Kimberley-Region ebenfalls in Western Australia (Siehe hier mehr m.w.N.), die auf spektakuläre 180 v. Chr. datiert worden sein sollen (bei Joan Dixon fragwürdig formuliert " 180 BP" - before present. Richtigerweise müsste eine solche Zeitangabe aber "BP cal" benannt sein. Möglicherweise deute ich diese missliche Passage aber auch nicht richtig. Ein Blick in Michael Archer, New information about the Quaternary distribution of the Thylacine in Australia, Journal of the Royal Society of Western Australia 57 1974, 43-50 wird Klarheit schaffen.)

Insbesondere der letzte Fund bedarf weiterer Untersuchung und ich bin mir über den aktuellen Stand der Forschung (noch) nicht im Klaren.
An diesen Funden orientieren sich die Schätzungen nach dem Zeitpunkt des Verschwindes von T. cynocephalus auf dem Festland grob. Da aber nicht anzunehmen ist, dass die jeweiligen Funde die allerletzten Exemplare der Festlandspopulation/en darstellen, ergibt sich aufgrund der individuellen Modellierungen der jeweiligen Meinungen eine gewisse Streuung. In Anlehnung an Joan Dixon wird das Aussterbedatum ( unter Berücksichtigung der Kimberley-Funde) auf die Zeitenwende datiert. Zurückhaltendere und im Allgemeinen ältere Meinungen, die Mundrabilla-Mumie und die Kimberley-Funde unbeachtet lassen, datieren das Aussterben auf etwa 1000- 3000 v. Chr. Die Funde der 1960er und 70er Jahre, insbesondere die von mir angeführten, aber auch indirekt aboriginale Felsmalereien (aufgrund der immensen Problematik deren Alter valide zu bestimmen aber eher unbeachtlich) haben diese älteren Ansichten, die die Ursachen des Aussterbens oftmals monokausal auf das Auftreten des Dingos eingrenzen, derangiert.

Ein kontroverses Feld, das bestimmt noch für die eine oder andere Überraschung gut sein wird. Wenn jemand diesen Archer-Artikel hat oder auf ihn zugreifen könnte, würde ich mich sehr freuen, wenn diese Sache mit dem "BP" erhellt werden könnte.

Beste Grüße
In dieser Hinsicht ließe sich viel erzählen von geheimnisvollen Tieren, deren Papierdasein sich so ziemlich über den ganzen Erdball erstreckt hat.
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Beitragvon Allosaurus » 22.04.2008 13:35

Verwechselt.
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Beitragvon Eagle » 07.05.2008 15:34

Baoh wäre das toll wenn es noch Beutelwälfe gäbe aber ich schätze dem ist nicht so.
Naja vllt wirds irgendwann ja mal was mit dem klonen :roll:
Eagle
 

Beitragvon Inostrancevia » 09.07.2008 10:19

Hallo
Wieso wird immer 1936 als Jahr des Aussterbens angegeben? Laut einer Internetseite wurde 1937 in der Wildnis ein Exemplar gefunden, das aber nur kurz überlebte. Hier ist der Link:
http://www.uwsp.edu/geo/faculty/heywood ... tinctm.htm

Grüße, Inostrancevia
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Beitragvon Hillbilly » 09.07.2008 12:31

Ich finde auf der Seite keinen Hinweis auf den Thylacinus. Hab auch die Kästchen auf Australien angeklickt, aber das sind alles kleinere Tiere, oder man wird auf die Seite zurückgeleitet.
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Beitragvon Inostrancevia » 09.07.2008 12:39

Hallo
Wenn man auf den gelben Kasten auf Tasmanien drückt kommt bei mir was über den Beutelwolf.
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Beitragvon Kouprey » 09.07.2008 15:55

Genau genommen kommt:
Tasman Tiger [Thylacine] (Thylacinus cynocephalus)


last collected in 1937 in western Tasmania; survived four days in Hobart Zoo

50" island forest marsupial carnivore endemic to Tasmania

specimens in London, Hobart, and Brisbane

disappeared after hunting and poisoning by sheep herders

References:

Harper, F. Extinct and Vanishing Mammals of the Old World QL707.H37 1945 p.21

Nilsson, G. The Endangered Species Handbook QL82.N55 1983 ISBN 0-938-424-09-7 p.212

Ziswiler, V. Extinct and Vanishing Animals QL88.Z513 1967 p.112


Soweit ich weiss, war mit "Benjamin" 1936 "Schluss"; der Zoo von Hobart wurde Ende November 1937 geschlossen. Ueber einen dazwischen gehaltenen Thylacine ist mir nichts bekannt.
http://www.naturalworlds.org/thylacine/ ... amin_1.htm
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Beitragvon Inostrancevia » 10.07.2008 08:44

Hallo Kouprey,
Ich dachte eigentlich auch immer, dass da Schluß war. Merkwürdig ist, dass nur auf dieser Seite etwas über das 1937er-Tier zu finden ist. Aber wenn ein Tier ein Jahr länger überlebt hat, warum denn dann nicht noch länger? Vielleicht nicht bis in unsere Zeit aber bis 1950 wäre durchaus möglich.
Übrigens, auf dieser Internetseite von Kouprey sind echt schöne Bilder.

Grüße, Inostrancevia
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Beitragvon Allosaurus » 10.07.2008 09:10

Gibt eben auch einige Indizien, dass das Tier heute noch unter uns weilt.
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Beitragvon Kouprey » 10.07.2008 11:34

@Inostrancevia: dafuer gibt es eine ganz einfache Erklaerung: der Verfasser dieses Beitrags hat sich im Datum geirrt bzw. verschrieben.

@Allosaurus: Wenn man ganz realistisch an die Sache herangeht, so gibt es im Grunde kaum Indizien fuer die Fortexistenz von Thylacinen ins Hier und Heute-zumindest nicht auf Tasmanien.
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Beitragvon Allosaurus » 10.07.2008 11:37

Das kann man so und so sehen, aber ich denke auch, dass es ziemlich schlecht um die Reliktpopulationen stehen würde, sofern sie existieren.
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Beitragvon Kouprey » 10.07.2008 18:56

"Sichtbar" ist allerhoechstens der Mangel an wirklich unwiderbelegbaren Beweisen-und das unbeirrte Wunschdenken manch eines Zeitgenossens...
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Beitragvon Allosaurus » 11.07.2008 08:04

Nein, kein Wunschdenken. Ich hätte den Gedanken fast aufgegeben (würde ich auch) wenn nicht diese Flimaufnahmen wären, die zwar nicht ein Beweis sind, dennoch deutliche Hinweise sein KÖNNEN. Aber fassen wir zusammen:

*Starke Bejagung in vorigen Jahrunderten -> bestand enorm geschrumpf
*Füchse als Konkurrenten eingeschlept (is doch so, oder?)
*Verwilderte Hunde
*Satte Belohnung für Beweis der Existens, trotzdem keiner erbracht
*Wenn, dann leben Reliktpopulationen ziemlich verstreut, diese können kaum Jahrzehnte Überleben

Aber:

*Fußspuren (wenn auch oft missidentifiziert)
*Hand voll verwackelte Filmaufnahmen (kein Beweis, kann aber ein Hinweis sein)
*unscharfe Fotographien (dito)
*sehr viele relativ Glaubwürdige Sichtungsberichte

Ich glaube, wenn es noch BWs geben würde, dann in sehr kleinen Reliktpopulationen, die wahrscheinlich am Existenzminimum stehen.
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Beitragvon Kouprey » 11.07.2008 11:47

Da wir das Thema SEEEEEHR oft schon hatten, nur kurz der Hinweis meinerseits auf die Unausgewogenheit Deiner Auflistung zugunsten der einer Fortexistenz von Thylacinen widersprechenden Punkte. Uebrigens scheint Jagd allein nicht der alleinige Grund gewesen zu sein.

Ueber die Zahl der tatsaechlich glaubwuerdigen Zeugenaussagen kann man durchaus geteilter Meinung sein...

Zu "Ich glaube" gab es auch den einen oder anderen Thread... :wink:
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Beitragvon Hillbilly » 11.07.2008 12:59

Ersetzen wir doch das "ich glaube" durch "ich vermute aufgrund der mir vorliegenden Daten" Dann dürfte jedem gedient sein.
Wenn der Thylacinus ausgerottet ist, ist das traurig. Wenn er eine Reliktpopulation bildet, die genetisch verarmt ist und kurz vor dem Aussterben ist, ist es auch traurig. Traurig ist es auf jeden Fall.
Andererseits wäre es - meiner Ansicht nach - trotzdem eine Sensation, wenn man auch nur ein Paar mit Jungtieren fände.

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Re:

Beitragvon Vogel Greif » 10.12.2008 15:35

Kouprey hat geschrieben:@Inostrancevia: dafuer gibt es eine ganz einfache Erklaerung: der Verfasser dieses Beitrags hat sich im Datum geirrt bzw. verschrieben.


Das ist nicht die Erklärung. Ein Blick in die vom Verfasser angegebenen Quellen offenbart die Ursache: Er hat sich an alten Quellen orientiert. Der Todeszeitpunkt von "Benjamin" war in der Forschung bis weit in die 1980er umstritten.
Aufgrund der damals schwierigen Quellenlage zum Hobart-Zoo gab man das Todesjahr meistens mit 1937 an(in diesem Jahr wurde der Zoo geschlossen und eine Auflistung der verbliebenen Tiere lag vor - daher konnte man sicher sagen, dass "Benjamin" 1937 nicht mehr lebte).
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Re: Thylacine Bild-Evidenz Compendium

Beitragvon Marozi » 01.02.2010 14:50

1973 nahmen Gary und Liz Doyle eine Videosequenz von nur etwa zehn Sekunden Länge auf, die seitdem für einige Diskussionen sorgte. Die Szene wurde in Süd-Australien aus dem Auto heraus aufgenommen und zeigt ein gelblich-braunes, hundeähnliches Tier, das von rechts kommend über die Straße nach links rennt. Die Qualität des Films ist äußerst schlecht, größtenteils sind nur die Umrisse des Tiers erkennbar. Und so gibt es seit Jahren Diskussionen darüber, ob es sich hier nicht etwa um einen Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) handeln könnte oder doch eben nur um einen Hund. Seit mehreren Jahren widmet sich auch der Australier Chris Rehberg diesem Film und präsentiert seine Analysen. Nachdem ihm laut eigenen Aussagen eine qualitativ sehr gute Aufnahme der (weiterhin schlechten) Sequenz zugespielt wurde, widmet er sich in seiner jüngsten Analyse dem Vergleich zwischen dem „Doyle-Tier“ und einem bekannten Beutewolf-Exemplar. Er kommt zum Ergebnis, dass die Größe, die Haltung des hinteren Fußes und die Form der Hinterbeine einen Hund ausschließen. Gleichwohl ist Rehberg nun auch der Meinung, die Streifen des Tieres ist natürlich und kein Ergebnis der schlechten Videoqualität. Insgesamt bestärke dies die Annahme, es handle sich um einen Beutelwolf.

"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

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Re: Thylacine Bild-Evidenz Compendium

Beitragvon Vogel Greif » 01.02.2010 19:05

DKR, Thylacinus cynocephalus auf dem australischen Festland; in DKR 1/09 hat geschrieben:In der Wissenschaft herrscht keine Einigkeit über das Bewegungs- und Fußungsschema von Thylacinus cynocephalus und die einzige ernsthafte Rekonstruktion stellt Moellers mithilfe der wenigen Filmaufnahmen von Zootieren aufgestelltes Modell dar ( Moeller, 1997). Moellers Modell gibt keinen Hinweis auf das von Trappern gemeinplatzartig beschriebene und angeblich im Doyle-Film zu sehende “känguruh-artige” Hüpfen. In jedem Fall kann in dieser Unkenntnis ein solches Argument nicht angeführt werden.
Die Körperproportionen des Tieres auf dem Film stehen nach Vergleich des Autors mit den ebenfalls von Moeller ermittelten durchschnittlichen Körperproportionen von Thylacinus cynocephalus überein ( Moeller, 1997). Dies ist aber aufgrund der allgemein schlechten Qualität und Auflösung des Films nicht besonders aussagekräftig und in keinem Fall eine positive Identifikation. Abschließend lässt sich zwar nicht widerlegen, dass es sich bei dem gefilmten Tier um einen Beutelwolf handelt, eine positive Identifikation ist aber jedenfalls ausgeschlossen.

Der Doyle-Film ist deutlich überwertet und letztlich aussagelos. Tatsächlich stimmen die grob messbaren Proportionen des Tieres aus dem Doyle-Film mit den von Moeller ermittelten Durchschnittswerten an Präparaten und ein paar zeitgenössischen Videoaufnahmen (!) überein, aber die Proportionen bestimmter Hunderassen und des Rotfuchses tun das in etwa auch. Zieht man den Messfehler bei der Proportionenbestimmung aus so schlechtem Bildmaterial in die Überlegung mit ein, kann man es aufgeben, aus den Proportionen eine Tierart zu bestimmen.
Der Film ist nicht farbecht und Streifen sind bei bestem Willen keine zu erkennen. Aus den Bewegungen des Tieres lässt sich nichts sicher ableiten (s. Zitat).
Von daher leider aussagelos.
Ich bin übrigens fest davon überzeugt, dass es sich um einen Rotfuchs mit Räude handelt.
Zuletzt geändert von Vogel Greif am 08.11.2010 17:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Thylacine Bild-Evidenz Compendium

Beitragvon Marozi » 01.02.2010 19:24

Nur so am Rande zur Kenntnis und weil Du einen Fuchs erwähnst: Chris hat eine gleichartige Analyse mit Füchsen vor.
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Re: Thylacine Bild-Evidenz Compendium

Beitragvon Annie » 01.02.2010 19:37

Hallo! :)

Ja, da bin ich aber gespannt....

Ich gucke mir gerade einige Videos mit Füchsen an um meinen Gedanken dazu zu beleuchten... ich finde nämlich eigentlich, so aus der Erinnerung, dass Füchse doch reichlich anders laufen..
Dumm ist nur, dass die Füchse in den Videos, die ich bisher fand "langsamer" unterwegs sind... von daher habe ich noch kein vergleichbares Filmchen gefunden... ;-)
Liebe Grüße von
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Re: Thylacine Bild-Evidenz Compendium

Beitragvon Vogel Greif » 01.02.2010 21:56

Soweit ich das beurteilen kann, gleicht die Bewegung des Doyle-Tieres dem "Schnüren" (Jägersprache für die Fluchtbewegung) des Rotfuchses.
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Re: Thylacine Bild-Evidenz Compendium

Beitragvon Annie » 02.02.2010 20:10

"schnüren" ist doch eher die Gangart mittlerer Geschwindigkeit, wo das Tier wie auf eine "Schnur aufgereiht" einen Lauf vor den anderen setzt, oder irre ich mich?

Auf jeden Fall ne gute Idee über Fachbegriffe ein paar Videos zu suchen... bisher habe ich aber noch nichts passendes gefunden...
Liebe Grüße von
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Re: Thylacine Bild-Evidenz Compendium

Beitragvon Vogel Greif » 02.02.2010 23:51

Ich hab es leider nicht so mit der Jägersprache, aber sowie ich das verstanden habe, ist damit die schnelle Flucht gemeint. Kann da aber auch falsch liegen.
Leider finde ich auf die Schnelle auch kein Video, aber vielleicht kann man das aus Fotos rekonstruieren.
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Re: Thylacine Bild-Evidenz Compendium

Beitragvon Vogel Greif » 04.02.2010 09:27

So, ich habe mich heute Morgen noch einmal mit Moellers Bewegungsstudie beschäftigt:
Und er schreibt: " Der >>schnelle trabähnliche Schritt<<, die bei Thylacinus beobachtete raschere Gangart, ist eher typisch für Füchse, während sie bei den übrigen Caniden nicht auftritt.
Nur kurz dazu, wie Moeller dazu kommt, so etwas zu schreiben: Er hatte erst aufgrund von Filmaufnahmen, ein allgemeines Fußungs- und Bewegungschema für Thylacinus cynocephalus aufgestellt und das dann mithilfe mathematischer Extrapolationen auf höhere Bewegungsgeschwindigkeiten übertragen.

Also wie gesagt, ich denke nicht, dass man dem Doyle-Film irgendetwas an Information wird abringen können :naja:
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