Neue Viehverstümmelungen in Argentinien

Forum für Chupacabra und andere "unglaubliche" Kryptide

Neue Viehverstümmelungen in Argentinien

Beitragvon RedEagle » 08.08.2008 12:17

Habe das heute entdeckt:

"Rosario del Tala/ Argentinien - Erneut wurden in der argentinischen Provinz Entre Rios zwei verstümmelte Rinder entdeckt, deren Wunden Forschern und Tiermedizinern jedoch Rätsel aufgeben.

Wahrscheinlich in der Nacht auf den 13. Juli wurden ein Aberdeen Angus- und ein Black Pamapa Rind kaum 30 Meter voneinander entfernt grausam verstümmelt.

Wie Daniel Ubaldo Padilla gegenüber "Inexplicata" und "Universo Prohibido" berichtet, fehlten dem Angus Ring Zunge, Ohren, die Sexualorgane sowie Gebärmuttergewebe. Dem Black Pampa fehlte Anus und Sexualorgane, das linke Auge, Euter, Zunge und die linke Seite von Unterkiefer und Wange.

Erneut fanden sich keine Spuren, die auf Raubtiere als Verursacher hindeuten. Weitere Untersuchungen sollen nun folgen. Dabei soll auch geklärt werden, ob das Ereignis eine in der gleichen Nacht zerstörten Solaranlage mit den grausamen Funden in Verbindung stehen könnte.

Die ersten Fälle von Viehverstümmelungen, die sich deutlich von perfiden menschlichen Angriffen auf Pferde und Vieh unterscheiden, wurden in den 1960er Jahren in den USA entdeckt. Seither hat sich das Phänomen weltweit verbreitet und wird in zunehmendem Maße beobachtet und dokumentiert. In vielen Fällen ging der Entdeckung der verstümmelte Kadaver die Sichtung nicht minder mysteriöser, meist kugelförmiger Lichtphänomene über den Weiden voran."

Quelle

Also das hört sich fast schon nach einer verrückten Sekte an irgendwie. Kann mir kaum vorstellen, dass das ein Tier getan haben soll? Habe es daher mal in "Allgemeine" Kryptozoologie gestellt.
Zuletzt geändert von RedEagle am 08.08.2008 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon freigeist » 08.08.2008 12:45

Zuletzt geändert von freigeist am 09.08.2008 11:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon KnutKutter » 08.08.2008 14:26

Ich kann mich irren, aber haben wir nicht heute den 8 August? Wenn Argentinien nicht in der Zukunft lebt, bzw. ich die Theorie der Zeitverschiebung nicht verstanden habe, müsste das also mind. 1 Jahr her sein. Soooo neu also auch nicht mehr :).

Aber ist auch nicht kryptozoologisches, oder?
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Beitragvon RedEagle » 08.08.2008 14:48

Hui, es war aber der 13. juli! Komisch, was habe ich denn da kopiert! Also schon dieses Jahr. *lach* Sorry!
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Beitragvon Cronos » 08.08.2008 15:58

Nun, an sich lassen sich diese "Verstümmelungen" erschreckend einfach und vollkommen unmysteriös erklären.
Hier vorschnell zu urteilen, dass hier keine Raubtiere ihre Finger, bzw Zähne im Spiel hatten, ist ebenfalls etwas frei...äh kleingeistig.
Diese Art von "verstümmelten" Kadavern findet man immer wieder. Auffällig ist vor allem, dass beinahe immer ganz ähnliche Teile fehlen, und auch, dass es sich in der Regel um sehr große Tiere wie Rinder oder Pferde handelt.
Betrachtet man die fehlenden Gewebepartien einmal ohne eine verblendete ET-Brille, dann macht alle zusammen genommen sehr viel Sinn. Bei den fehlenden Teilen handelt es sich um oberflächliche Gewebepartien, die nur von sehr dünner, bzw gar keiner Haut bedeckt sind, oder auch an Stellen, an denen Schleimhäute in Hornhäute übergehen.
Dass ausgerechnet da Teile fehlen, und nicht etwa der Schädel aufgesägt, oder gar der Bauch aufgeschnitten, und einzelne Organe entnommen wurden, zeigt ziemlich deutlich dass hier mitnichten forschende Weltraumwesen, sondern ganz normales Kleingetier am Werke war. Eine ganze Reihe von kleinreren Tieren geht bei Gelegenheit an Kadaver, nicht nur Greifvögel, Krähen und andere Rabenvögel, sondern auch kleine Raubtiere wie Füchse oder auch Dachse. Außerdem auch verschiedene Nagetiere, etwa Ratten, aber teilweise sogar Mäuse und Schermäuse. Die dicke zähne Haut an den großen "Fleischpartien" eines solchen Kadavers können diese Tiere kaum oder gar nicht aufreißen (selbst unter den großen Geiern sind nur sehr wenige spezialisierte Arten in der Lage die zähe Haut eines frischtoten Huftieres aufzureißen), darum halten sie sich an Stellen, an denen die Haut entweder sehr weich ist, und/oder sie in Falten oder Ausläufer übergeht, die dann selbst von einem kleineren Tier direkt ins Maul genommen werden können, etwa die Ohren oder Lippen.
Dass genau solche "Verstümmelungen" tatsächlich von ganz normalen opportunistischen Aasfressern verursacht werden, hat man sogar schon mal im Feldversuch nachgewiesen.
Das ganze hat also nichts mit Aliens zu tun, auch wenn um solche Vorkommnisse meistens ein Riesenwirbel gemacht wird.
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Beitragvon KnutKutter » 08.08.2008 16:44

Vorweg, nicht das jemand denkt das ich da an Alienforscher glaube.

Aber in dem Zusammenhang würde mich folgendes interessieren: Wenn da Tiere am Werk sind, müssten dann die Wundränder nicht ausgefranster sein? Man hört ja in dem Zusammenhang immer wieder von chirurgisch präzisen Schnitten und ähnlichem. Müsste das dann nicht ein wenig mehr wie Tierfraß aussehen? Wie gesagt, ich denke da auch eher an eine irdische Begründung, deshalb würd mich halt interessieren wie diese Schnitte erklärt wurden? Oder sind diese letztlich nur Fabel/Mythos?
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Beitragvon Cronos » 08.08.2008 16:53

@KnutKutter: Von chirurgisch präzisen Schnitten ist hier ja nicht die Rede, außerdem habe ich ganz stark den Verdacht, dass es sich jedesmal wenn diese Behauptung gemacht wurde, um eine maßlose Übertreibung handelte. Auch die manchmal angeblich verkohlten Wundränder rühren viel eher von bakteriell verursachten Abbauprozessen.
Außerdem habe ich auch mal von jemandem der Mäuse (oder Ratten) hielt gehört, dass von ihnen angefressenes Fleisch überhaupt keine typischen Bissspuren zeigt, und sehr leicht Leute in die Irre führen kann.
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Beitragvon freigeist » 08.08.2008 19:02

mmh, überzeugt mich jetzt nicht wirklich. ist in diesem zusammenhang nicht auch immer von "blutleeren" körpern die rede ? es ist ja bekannt das tote organissmen nicht mehr zu bluten pflegen weil selbiges nach einer gewissen zeit zur gerinnung neigt. nun lassen sich in den zu bedauernden tieren aber laut augenzeugen keinerlei blutrückstände mehr nachweisen. :gruebel: und das ist wohl kaum mit übergroßen südamerikanischen fledertieren zu begründen :roll:
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Beitragvon Viper » 08.08.2008 19:19

Ähm...Leute...
Fällt euch auf, dass da Geschlechtsorgane fehlen? Denkt niemand ausser mir an einen durchaus menschlichen - insofern man solche Leute so bezeichnen kann - Perversen/Fetischisten?
Das war MEIN erster Gedanke
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Beitragvon KnutKutter » 08.08.2008 19:37

Naja, das derjenige der es war, irgendwie anders sein muss, ist klar :)

@Cronos: In diesem Falle war nicht die Rede davon, aber in Berichten die ich früher gelesen habe, war davon die Rede, relativ oft sogar. Genau wie von dem verschwundenem Blut.
Aber ich geb dir natürlich Recht, dabei könnte es sich schlicht um Übertreibungen von irgendwelchen Bauern halten. Deshalb fragte ich ja auch, ob das mehr Hirngespinst ist, oder ob es da Überlegungen gibt.
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Beitragvon Cronos » 08.08.2008 20:31

@Viper: Die Genitalien sind ebenso wie die anderen verschwundenen Körperteile (Euter, Zahnfleisch, Zunge, Anushaut etc) sehr weich, und außerdem so geformt, dass auch ein sehr kleines Wesen noch irgendwie seine Zähne hineinschlagen, und sich von dort aus weiter durch die Wunde arbeiten kann. Am Rumpf oder den Extremitäten ist das schwer möglich, das ist für ein kleines Tier beinahe als müßte es in eine senkrechte Wand beißen, also fast unmöglich, außerdem ist die Haut dort sehr dick und zäh. Darum werden ja gerade die weichhäutigen oder in dünn Stellen auslaufende Körperteile angefressen, von wo aus sich die Tiere dann weiter arbeiten. Fehlende Augen sind dagegen eher das Werk von Vögel, primär Rabenvögeln.
Um noch mal auf das Blut zurückzukommen. Diese ganze "Blutleere" ist mit Sicherheit nichts als heiße Luft. Ist euch schon mal aufgefallen, dass überhaupt nie dabei steht, wie diese Blutleere überhaupt festgestellt wurde? Ob wirklich festzustellen, ob in einem Kadaver tatsächlich kein Blut mehr enthalten ist, müßte man ihn schon ziemlich gründlich sezieren. Dass das aber je gemacht wurde, steht aber nirgends, wahrscheinlicher ist dass die Kadaver relativ schnell in eine Tierkadaver-oder Müllverbrennungsanlage geschaft wurden.
An blutleeren Kadavern ist auch nichts mysteriöses. Nach dem Tod sinkt das Blut durch das Aussetzen des Herzens der Schwerkraft nach in die am tiefsten gelegenen Bereiche des Körpers, fängt an zu stocken, und löst sich auch teilweise auf. Der Begriff Arterie kommt tatsächlich daher, dass die alten Griechen glaubten, dass in ihnen Luft zierkuliere, da in von ihnen untersuchten Toten kein Blut mehr in ihnen war. Da ich selbst schon die zweifelhafte Ehre hatte, eine Sezierung mitzumachen, kann ich das bestätigen, in vielen Blutgefäßen findet man überhaupt nichts mehr, von den vielen Litern Blut die einst mal im Körper gewesen sind, findet man nur noch ein paar gestockte Brocken.
Da Tiere wie etwa Rinder in der Regel eine stark pigmentierte Haut und obendrein Fell haben, sind bei ihnen die an den tiefsten Stellen gelegenen Totenflecken auch viel schlechter zu sehen, als bei einem Menschen.
Es ist also überhaupt nicht mysteriös, wenn man in einer toten Kuh, die wahrscheinlich schon mindestens eine Nacht in der Pampa gelegen hat, kein Blut mehr findet. Mysteriös wäre es, wenn man sie anstechen würde, und Blut aus ihr herauslaufen würde.
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Beitragvon Viper » 08.08.2008 21:01

Cronos, man muss nicht unbedingt krampfhaft an der Idee festhalten, dies könnte ein Tier gewesen sein. Insbesondere dann nicht, wenn dies von Experten (!) widerlegt worden ist
Viper
 

Beitragvon freigeist » 08.08.2008 21:09

und was ist mit den kugelförmigen lichtphänomenen? es waren ja sogar Forscher und tiermediziener vor ort das selbst diese "keine Spuren, die auf Raubtiere als Verursacher hindeuten" investigieren konnten ist dann wohl als inkompetenz abzustempeln, oder?

Edit: da war wohl einer schneller
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Beitragvon Viper » 08.08.2008 21:19

Die Aliens waren es sicherlich nicht. :wink: Daher ist das mit den Lichtphänomenen relativ...egal. Es könnten höchstens Taschenlampen von MENSCHEN gewesen sein

P.S.
Ich finde, man sollte hier (also auf K.-O., in der Newbiesektion) einen Artikel darüber reinstellen, wieso es rein wissenschaftlich betrachtet keine Alienbesuche geben kann. Wenn dies verlangt wird, melde ich mich freiwillig.
Das ginge aber eher in den Bereich der (Astro-)Physik.
Viper
 

Beitragvon Hillbilly » 08.08.2008 22:20

ACHTUNG, NICHT DIE TROLLE FÜTTERN!
Hillbilly
 

Beitragvon Viper » 08.08.2008 22:27

Hillbilly, Trollausrufe sollten präzisiert werden. Meinst du den freigeist oder gar den Threadstarter?
Viper
 

Beitragvon freigeist » 08.08.2008 22:45

Hillbilly hat geschrieben:ACHTUNG, NICHT DIE TROLLE FÜTTERN!


das ich "rumtrolle" ist ein ziemlich haltloser vorwurf, da ich mich hinsichtlich der "kugelförmigen lichter" lediglich auf die quelle berufe.
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Beitragvon Tobias » 09.08.2008 07:57

Hallo,

immer der selbe Mist, der da tradiert wird:

1. "chirurgisch genaue" Wundränder. Wie soll denn eine Wunde sonst aussehen? Zackig und ausgefranst sind die meist nur in Hollywood. Habt ihr schon mal gesehen, wie etwas aussieht, was eine Maus angenagt hat? Habt ihr schon mal gesehen, wie Stellen aussehen, die Maden ausgefressen haben?

2. "blutleer". Tote Körper sind keine Säcke, die voll mit Blut sind und unter Druck stehen. Wenn man sie ansticht, spritzen da mitnichten mehrere Liter Blut heraus. Der Blutdruck ist weg, weil das Herz nicht mehr schlägt, deswegen bluten tote Körper nicht, schon Minuten nach Eintritt des Todes.
Dazu kommt, dass sich das Blut entmischt, die Blutzellen wandern nach unten, die Leichenflecken entstehen. Dort ist das Blut zu dick, um aus kleineren Wunden auszutreten, oben, wo die Flüssigkeit verbleibt (Fibrin bringt sie zum Gerinnen), sind keine Blutzellen mehr da, es ist also nicht rot.
Folglich laufen tote Körper nicht aus, hat man deswegen das Blut entfernt?

3. fehlende Geschlechtsorgane: auch in Südamerika werden Fleischrinder kastriert.
Ansonsten hat Cronos schon ne Menge dazu geschrieben, dem ist nichts hinzu zu fügen

4. Lichtphänomene? Solche Lichtphänomene kenn ich aus Afrika: Fliegen sammeln sich über solchen Kadavern, je nach Sonnenstand kann ein Fliegenschwarm das Licht so reflektieren, dass sie scheinbar leuchten.

5. Experten? Wieso werden die Leute, die als Experten genannt werden, so gut wie nie namentlich genannt? Wieso findet man die genannten Namen nicht in der Medline oder in Current Contents? Wie kann jemand Experte in einem wissenschaftlichen Gebiet sein, der nie auch nur eine wissenschaftliche Publikation herausgebracht hat?

schöne Grüsse

Tobias
"Je ungewöhnlicher eine Tatsache ist, die zu beweisen ist,
um so eindeutiger muss der Beweis sein, um akzeptiert zu werden."

J. Meldrum
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Beitragvon jersy » 09.08.2008 08:55

Cronos und Tobias haben schon verständlich genug erklärt, wie ein toter Körper den Anschein von Blutleere aufweisen kann ohne zuhilfenahme
von Aliens.

Nur mit Punkt 3 von Tobias gehe ich nicht konform bzw sehe diesen Punkt nicht als Argument:
3. fehlende Geschlechtsorgane: auch in Südamerika werden Fleischrinder kastriert.

Jeder Bauer oder Farmer weiß genau welches seiner Rinder noch Hoden hat oder nicht, ansonsten könnte er seinen Laden dicht machen. Es würde dem Halter schon auffallen, welches Tier mit welcher Nummer da tot vor ihm in der Pampa liegt. Auch wenn in dieser Gegend der Welt ein Farmer meist tausend und mehr Tiere hat, so sind diese gechipt und
die Daten (kastriert oder nicht, letzte Impfung ect) sind leicht abrufbar. Jeder deutsche Bauer hat diese Daten von seinen Tieren.

BTW: Selbst ein Ochse hat noch einen Penis und es wurde von fehlenden Geschlechtsorganen gesprochen und nicht explezit von fehlenden Hoden.

Das fehlern von Geschlechtsorganen hat aber trotzdem eine natürliche Ursache und zwar die von Cronos und Tobias schon angesprochene dicke der Haut.
Kein Lebewesen macht sich mehr Arbeit und Mühe als nötig und so wird immer an den zugänglichsten Stellen angefangen zu fressen.
Und so entstehen diese sog. Cattle Mutilations

schön Gruß
jersy
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Beitragvon Cronos » 09.08.2008 11:28

@Viper: Meinst du mit Experten etwa die Tierärzte? Wahrscheinlich haben die festgestellt, dass die Rinder nicht von einem Raubtier getötet wurden, das ist eine Sache. Und wenn ein großes Raubtier wie ein Puma oder meinetwegen ein wildernder Hund an einem Kadaver herumfrisst, sehen die Fraßspuren auch völlig anders aus. Aber ich sage ja auch gar nicht, dass es Raubtiere gewesen sind, sondern kleine opportunistische Aasfresser. Die gibt es überall, auch in Gegenden in denen die größeren Fleischfresser schon längst ausgerottet wurden. Sie können keine Stücke eines solchen Kadavers mitnehmen, sie sind so leicht, dass man kaum jemals Spuren von ihnen finden wird (schon mal eine Mäusespur im Gras entdeckt? Und selbst wenn, die würde man sowieso überall auf der Wiese finden).
Was die fehlenden Genitalien angeht: Wenn wirklich nur die fehlen würden, und wenn sie von einem Menschen (aus welchen Gründen auch immer) abgeschnitten worden wären, dann würde man einen relativ glatten Schnitt finden, und keine abgefressene Stelle. Aber es fehlen ja nicht nur die Genitalien, sondern auch ganz genau all jene anderen Körperstellen, die von kleinen opportunistischen Aasfressern normalerweise angefressen werden. Warum sollte irgendein Perverser auch noch das Zahnfleisch abkratzen?
Im Übrigen wird bei solchen Berichten immer unnötig mystifiziert. Egal ob es sich um angegliche Chupacabra-Kadaver oder Montauk-Bestien handelt, die Presseleute versuchen Schlagzeilen zu bekommen, und schreiben daher ziemlich oft von angeblichen Rätseln und unmöglicher Identifizierung.
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Beitragvon Hillbilly » 09.08.2008 11:58

Ich finde, das Thema Cattle Mutilations hat nichts mit Kryptozoologie zu tun. Angebliche "Experten", die irgendeinen Unfug bestätigen, Lichter am Himmel, es immer der selbe Blödsinn, der von sensationsgeilen Leuten wiedergekäut wird, die glauben, das hier zu posten sei besonders cool, obwohlk es meilenweit am Thema vorbei ist.
Tote verstümmelte Tiere lassen sich erklären, der Rest ist dummes Zeug von UFO-Spinnern. Deswegen stehe ich dem Thema äußerst ablehnend gegenüber.

Ein gemütlicher Abend mit Scully und Mulder ist eine Sache, wissenschaftliches Arbeiten eine andere.

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Beitragvon freigeist » 09.08.2008 12:14

es wird ja auch oft beschrieben das predatoren und geier, diese kadaver zu meiden scheinen. auch vom fehlen innerer organe z.b. herz, ohne anzeichen äußerlicher einflussnahme(schnitte, löcher), ist die rede, bisweilen ähneln bei den rindern vorgefundene knochenbrüche solchen verletzungen die durch das stürtzen aus großer höhe verursacht werden, dazu passt auch die gelegentliche begebenheit das solches nutzvieh auf zäunen oder bäumen aufgefunden wird. fliegen als verursacher dieser lichtphänome sind auch unstimmig da sich besagtes ereigniss bei nacht zutrug auch oben genannte taschenlampen können ausgeschlossen werden weil hier nicht von lichtstrahlen und -kegeln sondern von einem kugelförmigem erscheinungsbild die rede war. darüber hinaus weiss wikipedia von betäubungsmittelrückständen im betroffenem kadaver zu berichten. wie ist das alles zu erklären?

hilbilly hat geschrieben:wissenschaftliches Arbeiten eine andere


was hier im forum? ist das nicht ein bisschen vermessen? btw. zu hinterfragen und nachzuforschen ist ja wohl grundsätzlichstes "wissensch. arbeiten" :roll: . widrigenfalls kann ich dir das christentum nur wärmstens empfehlen.


freundlicher gruß


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Zuletzt geändert von freigeist am 09.08.2008 13:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Cronos » 09.08.2008 13:44

Momentan haben wir es hier mit Rinderkadavern zu tun, denen an einigen recht undelikaten Stellen Fleisch fehlt. Derartige Fälle gibt es zu Hauf, und sie lassen sich ganz einfach, logisch, und vor allem vollkommen unmysteriös erklären.
Mit all den ANGEBLICHEN Cattle-Mutilations mit Knochenbrüchen von vermeintlichen Stürzen aus großer Höhe haben solche Fälle nichts zu tun. Ich habe auch bei diesen ganz stark den den Eindruck, dass da ganz bewußt zusätzlich dramatisiert und mystifiziert wurde. Ich bin davon überzeugt, dass sich auch hinter diesen Fällen keine mysteriösen Geschehenisse verbergen.
Man darf auch nicht einfach immer alles glauben was man so liest, vor allem im Internet. Viele Schreiber erfinden auch so viele Sachen, nur um den Leser bei der Stange zu halten.
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Beitragvon Viper » 09.08.2008 14:00

Warum sollte irgendein Perverser auch noch das Zahnfleisch abkratzen?


Kannste nicht wissen, steckste nicht drin. Es gibt so kranke Menschen, die würden sowas tun.

Ich verstehe diese Einstellung nicht, dieses "Wenns kein Alien war, muss es ein Tier gewesen sein". Wieso wird der Mensch als Verursacher komplett abgelehnt? Und wo steht, dass die Organe nicht abgeschnitten worden sind? Sie wurden brutal entfernt, ja, aber das geht auch mit Schnittwerkzeug und menschlicher Kraft
Ausserdem - wieso nicht beides? Lass es einen Menschen angefangen haben und der Rest wurde von einem Aasfresser weggefressen
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Beitragvon Cronos » 09.08.2008 14:34

@Viper: Ich sage ja nicht dass auch mal irgend ein krankes Individuum seine Perversionen an einem Weidetier ausläßt, aber wir haben hier nun mal einen Kadaver einer wie auch immer gestorbenen Kuh (und bei den Millionen Rindern ist es kein Wunder dass auch ab und zu eine auf der Weide eingeht), welche die typischen Fraßmerkmale durch kleine Tiere zeigt. Außerdem kommt dazu, dass scheinbar keine Verletzungen vorhanden sind, die darauf deuten, dass irgend jemand die Rinder getötet hat, sei es durch eine Schusswaffe, oder (weniger wahrscheinlich) durch eine Stichwaffe. Schließlich kann man nicht an einem lebenden Rind von mehr als einer halben Tonne einfach so herumschnippeln.
Es ist nun mal so, dass in diesem (wie auch den meisten anderen) Fällen Menschen als Ursache ziemlich unwahrscheinlich sind.
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